Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten
Neuburg
Icon Pfeil nach unten

Das Altmühltal ist größter Naturpark in Bayern

Naturparks in Bayern

Fast 3000 Quadratkilometer Fläche: Der größte Naturpark Bayerns liegt im Norden von Schwaben

  • |
  • |
  • |
  • |
    Schafe grasen vor dem Burgsteinfelsen bei Dollnstein im Altmühltal. Das Altmühltaler Lamm ist eine Spezialität in der Region.
    Schafe grasen vor dem Burgsteinfelsen bei Dollnstein im Altmühltal. Das Altmühltaler Lamm ist eine Spezialität in der Region. Foto: Naturpark Altmühltal

    Anmerkung der Redaktion: Dieser Text zählt bei unseren Leserinnen und Lesern zu den beliebtesten Stücken und wird deshalb immer wieder ausgespielt.

    Wer in Bayern einen Naturpark besuchen möchte, denkt häufig zuerst an die bekanntesten: Der Bayerische Wald etwa wurde 1967 als erster im Freistaat gegründet und zählt zu den ältesten Naturparks in Deutschland. Auch Fichtelgebirge, Spessart und Rhön dürften vielen ein Begriff sein, im Süden vielleicht die Ammergauer Alpen und der Naturpark Nagelfluhkette. Doch keiner von ihnen ist auch nur annähernd so groß wie der größte Naturpark Bayerns: das Altmühltal.

    Naturpark Altmühltal: Bayerns größter Naturpark liegt im Norden von Schwaben

    Mitten im Herzen Bayerns liegt der Naturpark, der sich von der Größe her vor keinem anderen verstecken muss: Auf fast 3000 Quadratkilometern erstreckt sich zwischen Nürnberg, Donauwörth und Ingolstadt der Naturpark Altmühltal. Er liegt im Norden von Schwaben und ist so groß, dass auch einige Orte im nordschwäbischen Landkreis Donau-Ries dazugehören. Und das Beste für Ausflügler aus Schwaben: Von Augsburg aus ist er mit dem Auto oder der Bahn in nur 90 Minuten zu erreichen.

    Die zwölf Apostel bei Solnhofen sind beliebt. Immer wieder ergeben sich tolle Ausblicke auf dem Altmühltal-Panorama-Wanderweg, der 2025 seinen 20. Geburtstag feierte.
    Die zwölf Apostel bei Solnhofen sind beliebt. Immer wieder ergeben sich tolle Ausblicke auf dem Altmühltal-Panorama-Wanderweg, der 2025 seinen 20. Geburtstag feierte. Foto: Naturpark Altmühltal

    Naturparks sind große Gebiete, die auf dem Großteil ihrer Fläche als Landschafts- und Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Sie weisen eine große Arten- und Biotopen-Vielfalt auf – so auch das Altmühltal: Typische Landschaftsmerkmale sind Trockenwiesen, Wacholderheiden, Feuchtwiesen, Felsen, Karsthöhlen und Steinbrüche. Etwa die Hälfte der Fläche im Naturpark Altmühltal ist bewaldet. Und mitten hindurchfließt der namensgebende Fluss Altmühl, der den Naturpark in zwei Teile teilt.

    Wandern, Radfahren, Klettern und Kanutouren sind im Naturpark Altmühltal möglich

    Dabei ist die vielfältige Landschaft entlang des Altmühltal-Panorama-Wanderwegs nicht nur für Naturfreunde und Wanderer ein gutes Ausflugsziel. Auch Radfahrer kommen im Naturpark auf ihre Kosten, etwa auf dem Fernradweg entlang des Flusses oder etlichen Gravelbike- und Mountainbike-Strecken. Mit den Kletterfelsen bei Wellheim und Dollnstein ist sogar für Kletterfans etwas geboten und auch der Fluss selbst lädt gerade im Sommer zu Kanutouren oder zum Abkühlen ein. Denn als einer der ersten Flüsse in Deutschland hat die Altmühl kürzlich das Qualitätssiegel für Wassertourismus erhalten.

    Die Willibaldsburg thront hoch über Eichstätt und beherbergt das Juramuseum mit verschiedenen Ausstellungen.
    Die Willibaldsburg thront hoch über Eichstätt und beherbergt das Juramuseum mit verschiedenen Ausstellungen. Foto: Naturpark Altmühltal

    Wer es etwas weniger sportlich mag und lieber in die Vergangenheit zurück spüren will, ist im Naturpark Altmühltal ebenfalls bestens aufgehoben. Bei Solnhofen wurde in den 80er Jahren der Urvogel Archaeopteryx ausgegraben. Wer sich selbst auf die Suche nach Entdeckungen machen will, kann im Fossiliensteinbruch Blumenberg bei Eichstätt zwischen April und November mit Hammer und Meißel seine eigenen Fossilien ausgraben. Viel zu entdecken gibt es für Familien auch in den Ausstellungen des Juramuseums auf der Willibaldsburg hoch oben über Eichstätt – und seit kurzem eine eigene Kinderführung. Wer dagegen einfach nur einen Frühlings- oder Sommertag in einer schönen barocken Altstadt am Fluss erleben will, kann das auf einem Spaziergang durch die Altstadt von Eichstätt genießen.

    Naturpark Altmühltal: Limes durchzieht die Landschaft und prägt historische Orte

    Auch auf die Spuren der Römer kann man sich im Naturpark Altmühltal begeben, denn mitten hindurchführte einst der Limes, der die Provinz Raetien gegenüber anderen Gebieten abgrenzte. Davon zeugen heute noch Orte wie das Römerkastell Pfünz, die Villa Rustica in Möckenlohe oder der Limesturm in Erkertshofen bei Titting.

    Ein Wanderer vor dem Limesturm in Kipfenberg. An vielen Orten im Naturpark Altmühltal wird an die Römer erinnert, die vor 2000 Jahren hier unterwegs waren.
    Ein Wanderer vor dem Limesturm in Kipfenberg. An vielen Orten im Naturpark Altmühltal wird an die Römer erinnert, die vor 2000 Jahren hier unterwegs waren. Foto: Naturpark Altmühltal

    Aber auch historische Bauten jüngerer Vergangenheit sind im Altmühltal an vielen Orten zu bestaunen. Neben der Willibaldsburg in Eichstätt sind dies etwa die Burg Pappenheim, die Burgruine Wellheim, die Burg Nassenfels, das Schloss Arnsberg, die Burg Kipfenberg oder die Burg Prunn. Auch Kirchen und Klöster sind an nahezu allen Orten im Altmühltal prächtig zu bestaunen, darunter die bekannte Benediktinerabtei Weltenburg bei Kelheim.

    Eine Übersicht über alle Sehenswürdigkeiten bietet der Naturpark Altmühltal auf seiner offiziellen Webseite an: https://www.naturpark-altmuehltal.de/sehenswertes/

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren