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Dickes Plus für die AfD, historisch schlechte Werte für die CSU: Das sind fünf Lehren der Kommunalwahl in Bayern

Kommunalwahl 2026

Dickes Plus für die AfD, historisch schlechte Werte für die CSU: Das sind fünf Lehren der Kommunalwahl

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    Bei den Gemeinde- und Landkreiswahlen wurden im Freistaat fast 40.000 Mandatsträger neu gewählt.
    Bei den Gemeinde- und Landkreiswahlen wurden im Freistaat fast 40.000 Mandatsträger neu gewählt. Foto: Malin Wunderlich, dpa

    Alle sechs Jahre, wenn die Kommunalwahl in Bayern ansteht, ist das mit dem Auszählen eine langwierige Sache. (Ober-)Bürgermeister und Landräte stehen zwar schnell fest– beziehungsweise, wo Stichwahlen nötig sind. Doch es dauert mitunter Tage, bis die Sitze in Stadträten und Kreistagen feststehen. Seit Mittwoch nun liegt ein bayernweites vorläufiges Gesamtergebnis vor. Wir fassen die fünf wichtigsten Lehren zusammen.

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    Bei der Kommunalwahl haben so viele Bayern abgestimmt wie lange nicht

    Von wegen Politikverdrossenheit: Wer die Stadt oder Gemeinde vor Ort regiert, interessiert die Menschen. Großstädte wie München, Nürnberg oder Augsburg meldeten am Sonntag mehr Zulauf in den Wahllokalen. Jetzt zeigt die Statistik: Bayernweit lag die Wahlbeteiligung bei 63,4 Prozent – ein deutliches Plus gegenüber 2020, als 58,7 Prozent ihre Stimme abgaben. Sechs Jahre davor waren es sogar nur gut 54 Prozent – der niedrigste Wert bei Kommunalwahlen seit 1946.

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    Die CSU schneidet so schlecht ab wie zuletzt vor 74 Jahren

    Bayernweit gesehen kam die CSU auf 32,5 Prozent – das sind zwei Prozentpunkte weniger als 2020. Und selbst, wenn das Ergebnis deutlich vor dem der anderen Parteien liegt: Für die Christsozialen ist es das schwächste Abschneiden bei einer Kommunalwahl seit 1952. CSU-Generalsekretär Martin Huber will das so nicht stehen lassen: „Die CSU hat die Kommunalwahl klar gewonnen. Wir sind sehr zufrieden, die CSU ist und bleibt die Kommunalpartei Nummer eins in den Städten und auf dem Land.“ In 91 von 96 kreisfreien Städten und Landkreisen habe die CSU die Stimmenmehrheit.

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    Die AfD hat ihre Stimmen mehr als verdoppelt

    Die „blaue Welle“ in Bayern ist ausgeblieben. In Bayern hat es kein AfD-Kandidat geschafft, in ein Rathaus oder Landratsamt einzuziehen. Auch Stichwahlen blieben der Rechtsaußen-Partei verwehrt. Trotzdem war die Kommunalwahl ein Erfolg für die AfD, die erstmals flächendeckend angetreten war. Bayernweit kam sie auf 12,2 Prozent. Das ist weniger als das von der bayerischen AfD-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner formulierte Ziel von mindestens 15 Prozent. Trotzdem hat die AfD als einzige Partei deutliche Gewinne verzeichnet und ihr Ergebnis mehr als verdoppelt. Fraglich bleibt, wie sich künftig die Arbeit in den Stadträten und Kreistagen verändert. Dass die Brandmauer auf kommunaler Ebene kaum aufrechtzuerhalten sein wird, hat die Politologin Ursula Münch zuletzt im Interview mit unserer Redaktion betont.

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    Die Grünen verlieren deutlich, profitieren aber von den Großstädten

    Die Grünen haben so stark verloren wie keine andere Partei (minus 3,9 Prozentpunkte), sind aber nach wie vor zweitstärkste Kraft in den Kommunalparlamenten. Bayernweit kamen sie auf 13,6 Prozent. Zu verdanken ist das dem guten Abschneiden in den Großstädten. In München (26,5 Prozent) und Würzburg wurden die Grünen jeweils stärkste Kraft im Stadtrat, in Augsburg, Regensburg, Bamberg und Erlangen landeten sie auf Platz zwei. Und bei der Stichwahl um den OB-Sessel in München tritt Grünen-Kandidat Dominik Krause mit nur wenig Abstand gegen Dieter Reiter (SPD) an.

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    Die SPD sackt weiter ab, die Freien Wähler sind vor allem in Schwaben stark

    Die SPD, für die es 2020 schon auf historisch schlechte 13,7 Prozent nach unten gegangen war, sackte weiter ab. Landesweit kam sie auf 12,3 Prozent und landete damit knapp vor der AfD auf Rang drei. Die Freien Wähler legten minimal von 11,9 auf 12,1 Prozent zu, vor allem in Schwaben schnitten sie gut ab. Parteichef Hubert Aiwanger betont, man gehe gestärkt aus der Kommunalwahl hervor. Eine Messlatte für die Freien Wähler ist aber insbesondere, ob sie die Zahl ihrer Landräte halten können. Das wird sich erst am 22. März zeigen.

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