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Kommentar: Bayern muss sich an die neuen Bedingungen anpassen

Kommentar

Bayern muss sich an die neuen Bedingungen anpassen

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    Auch an Straßen und Brücken hinterließ die Flut große Schäden: Schwer unterspült worden durch das Hochwasser ist die B300-Ortsumfahrung von Thannhausen, die darum gesperrt werden musste.
    Auch an Straßen und Brücken hinterließ die Flut große Schäden: Schwer unterspült worden durch das Hochwasser ist die B300-Ortsumfahrung von Thannhausen, die darum gesperrt werden musste. Foto: Henrik Vosdellen, Staatliches Bauamt Krumbach

    Die Beschlüsse des Ministerrats heute waren so erwartbar wie richtig. Bayern versucht, die Folgen des Hochwassers zu lindern. Mehr als ein Trostpflaster wird es aber in vielen Fällen nicht sein können. Die Analysen des Versicherungskonzerns Münchner Rück belegen seit Jahren das steigende Risiko von Sturzfluten und Überschwemmungen, die neben menschlichem Leid auch riesige volkswirtschaftliche Schäden verursachen. Treiber ist der Klimawandel, weil wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann und sturzbachartige Regenfälle begünstigt. In Schwaben gingen stellenweise in 48 Stunden 200 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. 

    Kampf gegen Klimawandel al Teil einer neuen Strategie gegen Hochwasser

    Der Mensch muss an sich an diese veränderten Bedingungen anpassen: Er muss Häuser und Städte anders bauen, er muss Dämme und Rückhalteflächen schaffen. Auch für ein kollektives finanzielles Sicherheitsnetz in Form einer Pflichtversicherung sprechen Argumente – wobei auch diese angesichts der Dimension der Schäden immer bloß einen Teil wird abdecken können. Vor allem aber muss der Kampf gegen den Klimawandel Teil der Strategie sein, damit es nicht noch schlimmer wird. In diesem Zusammenhang stellt sich schon die Frage, ob die Wahlkampfkampagne von Union und Freien Wählern gegen das von der EU beabsichtigte "Verbrenner-Verbot" das richtige Zeichen setzt? Diese Kampagne verleitet leicht zu dem Schluss, alles könne so bleiben, wie es ist. Das aber ist falsch. 

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