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Die Gefahr von Corona wurde nicht überschätzt

Kommentar Von Stephanie Sartor
17.10.2023

Weil die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus geholfen haben, ist der Irrtum entstanden, sie seien gar nicht nötig gewesen. Das ist Unsinn. Und gefährlich.

Dass die Infektionszahlen derzeit steigen, löst bei vielen Menschen nurmehr ein Achselzucken aus. Die Argumente: Das Virus sei nicht mehr so gefährlich und überhaupt sei alles ja gar nicht so schlimm gewesen, wie zu Beginn der Pandemie schwarzmalerisch prophezeit. Der erste Punkt trifft in großen Teilen zu. Die Immunitätslage in der Bevölkerung ist gut, das Virus führt nur noch selten zu schweren Erkrankungen. Beim zweiten Punkt indes sieht die Sache anders aus. 

Die Maßnahmen haben die Verbreitung von Corona eingebremst

Dass das deutsche Gesundheitssystem in der Pandemie nicht zusammengebrochen ist, liegt nicht daran, dass das Virus überschätzt wurde, sondern an den Maßnahmen, die ergriffen wurden. Ein aktueller Report der renommierten britischen Gelehrtenvereinigung Royal Society kommt zu dem Schluss: Die Maßnahmen, vor allem Lockdowns und die Maskenpflicht, haben die Verbreitung von SARS-CoV-2 stark eingebremst. 

Die Erzählung, die derzeit zuweilen verbreitet wird, ist oft eine andere. Sie ist einem Phänomen geschuldet, das sich Präventionsparadox nennt. Also: Weil die Maßnahmen geholfen haben, ist der Irrtum entstanden, sie seien gar nicht nötig gewesen. 

Das ist Unsinn. Und gefährlich. Vor allem in Hinblick auf neue Viren, neue Pandemien, die kommen könnten. Menschen, die jetzt rückblickend sagen, es sei alles übertrieben gewesen – für manche Regeln mag das zutreffen, keine Frage –, werden künftig keine Maßnahmen mehr mittragen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

17.10.2023

@ Lothar B
"Dass das deutsche Gesundheitssystem in der Pandemie nicht zusammengebrochen ist, liegt nicht daran, dass das Virus überschätzt wurde, sondern an den Maßnahmen, die ergriffen wurden. Ein aktueller Report der renommierten britischen Gelehrtenvereinigung Royal Society kommt zu dem Schluss: Die Maßnahmen, vor allem Lockdowns und die Maskenpflicht, haben die Verbreitung von SARS-CoV-2 stark eingebremst." Aber die haben auch keine Ahnung, und Drosten hat das Präventionsparadoxon nicht verstanden, Hauptsache Herr Lothar B. hat es verstanden. Schwedens Weg, auch der steht zur Debatte, immer und immer wieder. Einfach mal die Forschungsliteratur lesen, oder vielleicht den ganzen Artikel in der ZEIT, findet man unter Zeit Wissen, übrigens auch was zu der mRNA-Forschung. Und vielleicht schaut man sich auch mal an, wie die Lockdowns in anderen europäischen Ländern ausgesehen haben..
2020 war das Virus neu und man wusste nicht viel darüber, im Nachhinein ist man immer klüger.


PS: Übrigens wird das alles aufgearbeitet, dauert eben noch ein wenig.

19.10.2023

Ja, 2020 war das Virus neu und der erste Lockdown war nachvollziehbar. Aber bereits nach dem ersten Frühjahrslockdown 2020, der mehr oder weniger international verbreitet stattfand (auch in Schweden), gab es erste Erfahrungen hinsichtlich alterspezifische Sterblichkeit (Fall- oder Infektionssterblichkeit in jungen Altersgruppe nicht wesentlich anders oder sogar geringer als bei der Influenza, gefährlicher teils für Ältere; Studienobjekt war gerne der Corona-Ausbruch auf der "Princess" - daraus konnte man hochgerechnet auf die ganze Bevölkerung von einer deutlich geringeren Fallsterblichkeit - nochmals deutlich geringer Infektionssterblichkeit ausgehen). Anstatt - wie im nationalen Pandemieplan vorgesehen - auf "focused protection" überzugehen, hat man die arbeitende Bevölkerung arbeiten lassen (natürlich mit Ausnahmen, wie im Kultur- oder Gaststättenbereich), während man Kinder und Alte mehr oder weniger wegsperrte (bzw. wie viele sind einsam und ohne Verabschiedung in Pflegeeinrichtungen bzw. Krankenhäusern gestorben?!?). Schweden beispielsweise hatte bereits im Sommer 2020!! ein Testkonzept für Altenheime vorgestellt, in Deutschland ging das sehr viel später los...

Dass auch der erste Lockdown gerade für Kinder und Jugendliche was Entwicklung, Bildung, soziale Teilhabe usw. große negative Auswirkungen hatte, wurde ebenfalls in vielen Ländern rasch erkannt, weshalb z. B. Schulschließungen bereist im Schuljahr 2020/21 deutlich reduziert wurden (in Deutschland waren einige Schulzweige in den Jahren im Frühjahr 2020 und Winterhalbjahr 2020/21 die Einrichtungen solange geschlossen oder teilweise geschlossen, wie ein Schuljahr normalerweise dauert - im OECD-Vergleich hatte Deutschland eine der längsten Schulsschließungen). Die Situation für K und J besserte sich lange Zeit nicht, obwohl viele Geselleschaften auf die Gefahren regelmäßig hingewiesen haben (und seit 2022/23 tut man plötzlich überrascht, dass Kinderpsychatrien usw. voll sind...).

Man hätte also mit dem Wissen von 2020 bereits 2021 teilweise andere Maßnahmen ergreifen können oder müssen. Dagegen hat man viele Maßnahmen, deren Evidenz größtenteils immer noch fehlt ("Ein Zusammenhang zwischen der Maßnahmenstärke und dem Infektionsverlauf ist nicht erkennbar" Evaluationsbericht zum IfsG des Corona-Sachverständigenrates aus dem Sommer 2022), teilweise bis in den Winter 2022/23 gezogen - zu einer Zeit, wo andere Länder sämtliche Maßnahmen größtenteils bereits im Februar oder März 2022 aufgehoben hatten (z. B. Schweiz, Dänemark).

Es gäbe viel Aufzuarbeiten, viel Elan ist allerdings nicht zu erkennen. Übrigens, im Landtag Brandenburgs findet gerade eine Aufarbeitung, statt - die allerdings medial nicht groß dargestellt wird. Wieler war geladen (mit einem Aufpasser vom BMG), vom PEI war jemand da hinsichtlich Impunfgen und deren Nebenwirkungen, Scholz' Ehefrau als Bildungsministerien - manche Aussagen haben mich dazu erstaunt zurückgelassen. Eine bundesweite Aufarbeitung wäre allerdings wichtiger (und nein, es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um die Frage, was man nächstes Mal besser machen muss - ähnlich ist es jetzt auch mit der Flüchtlingskrise 2.0, die erste 2015/16 wurde nie wirklich aufgearbeitet zur Frage, was gut lief, was nicht usw. - jetzt sind wir wieder soweit...).

Noch etwas zur "renommierten Royal Society" - gerne mal selbst recherchieren, gerne auch im British Medical Journal. Es gibt auch reichlich Kritik an deren Darstellungen, nicht nur von Querdenkern, sondern auch von anerkannten Epidemiologen und anderen Wissenschaftlern. Dass ein Lockdown und ein Separieren oder "Wegsperren" der Menschen natürlich die Verbreitung des Virus hemmt, ist klar - was allerdings dort nicht gemacht wurde (und weder Drosten oder hier Frau Sartor erwähnt), dass man auch die negativen Seiten eines Lockdowns darstellen (von wirtschaftlichen bis zu sozialen Auswirkungen) und eine, ggf. altersstratifizierte Abwägung durchführen muss, damit Schäden durch Maßnahmen nicht größer werden als durch das Virus selbst.

17.10.2023

Dazu Prof. Drosten in einem Interview in der ZEIT vom 5. 10. Drosten zu der Frage, was für ihn die überraschendste Erkenntnis war: "Dass das Präventionsparadox, auf das ich schon zu Beginn der Pandemie hingewiesen habe, so stark zutrifft. Damit ist gemeint, wenn Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus helfen, entsteht der Irrtum, sie wären gar nicht nötig gewesen, also genau das gleiche was Frau Sator schreibt.
there is no glory in prevention

17.10.2023

Natürlich wurde die Gefahr von Corona z.T. überschätzt. Nicht umsonst sind Maßnahmen der Obrigkeit per Gericht aufgehoben worden oder im Nachhinein als unzulässig erklärt worden.

17.10.2023

Richtig. Klarstes Anzeichen, dass in vielen Bereichen eine Überschätzung oder Fehleinschätzung stattfand, ist der fehlende politische (und gesellschaftliche) Wille die letzten 3 Jahre aufzuarbeiten.

Was das Präventionsparadox angeht: Das wurde sowohl von Drosten als auch hier von Fr. Sartor nicht wirklich verstanden: https://www.laborjournal.de/editorials/2285.php

Es ist aber auch paradox, dass beispieslweise Schweden trotz überwiegend freiwilliger Maßnahmen über die letzten 3 Jahre gesehen die niedrigsten Übersterblichkeit aufzuweisen hat (die Zahl der Covid-Toden ist ein schlechter Indikator, da dieser in jedem Land anders statistisch erfasst wurde).

17.10.2023

Lothar B., ganz so einfach ist es nicht:

"Fazit: Schweden kam mit vergleichsweise wenig Corona-Maßnahmen viel besser durch die Pandemie als zu Beginn befürchtet und verzeichnet eine relativ geringe Übersterblichkeit. Das spricht dafür, dass der Weg für Schweden und seine Bevölkerungsstruktur angemessen war. Als Beweis, dass Corona-Maßnahmen keine Wirkung oder mehr Schaden als Nutzen haben, dient Schweden nicht."
https://www.google.com/amp/s/amp.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-uebersterblichkeit-schweden-100.html

Deutschlands Corona-Politik mag nicht die allerbeste gewesen sein, sie war aber sicher auch nicht die allerschlechteste im internationalen Vergleich.
Insgesamt waren die staatlichen Eingriffe hier vergleichsweise moderat. Fehler wurden gemacht, aber zumindest seitens der Pandemiologen keine gravierenden, am ehesten ist die Geldverschwendung durch die Verwaltung in einigen Bereichen anzuprangern.
Bei der nächsten Pandemie wird es wieder ganz andere Probleme geben, aber auch dann wird man hinterher klüger sein. Das ist zu 100% sicher.

17.10.2023


Gehörte zu der Feststellung der Übersterblichkeit nicht auch ein Blick auf den prozentualen Anteil der älteren Bevölkerung?

Soll heißen: Wenn ich eine jüngere Bevölkerung habe und weniger Menschen mit besonders hohem Risiko, fällt eine lockere Strategie nicht so ins Gewicht, wie in einem Land mit besonders vielen sehr alten Menschen.

Außerdem wird hier vollkommen außer Acht gelassen, dass es ja vor allem auch um die Überlastung des Gesundheitssystems ging.

Klar, wenn man sich darauf hätte verständigen wollen, dass man so und so viele schwer Erkrankte nicht mehr behandelt (nicht mehr behandeln kann), hätte man alles viel lockerer handhaben können.

Frage ist nur, ob Sie das dann für sich oder einen Familienangehörigen klaglos akzeptiert hätten.

@Wolfgang B.

Ich halte Ihre Schlussfolgerung nicht für richtig. Es hat Maßnahmen gegeben, die schlicht nicht zielführend sein konnten, wie das Verbot auf einer Parkbank sitzend zu lesen. Diese waren aber keine Folge einer Überschätzung der Gefahr sondern entweder reine Willkür oder eben eine falsche Einschätzung der Wirksamkeit der Maßnahme. Aber auch letzte Feststellung ist natürlich im Nachhinein leichter zu treffen als zum Zeitpunkt zu dem Verantwortungsträger Entscheidungen fällen müssen.

17.10.2023

Frau @Maja S.: Sie haben einen Punkt angesprochen (es gibt aber mehrere davon . ich könnte Ihnen einige vom Freiluftsport nennen). Auch zum damaligen Zeitpunkt wusste man ziemlich genau wie Viren sich verbreiten. Überschätzung? Willkür? => vielleicht eine toxische Mischung von beidem.

17.10.2023

Maja S., in dem von mir zitierten ZDF-Artikel wird das recht gut herausgearbeitet: Die Übersterblichkeit ist nur bedingt geeignet, da die Zahlen natürlich nicht hinsichtlich der Todesursachen, der besonderen örtlichen Verhältnisse, etwaiger Sondereinflüsse und der Altersstruktur abgeklopft werden. Auch die statistische Betrachtungsweise spielt eine Rolle, wie ein Ranking am Ende aussieht.
Die Schweden hatten gewaltige Probleme mit vielen Toten in ihren Altenheimen, ansonsten kam ihnen die dünne Besiedelungsdichte, die eher vereinzelte, distanzierte Lebensweise und die traditionelle nordische Diziplin bzw. Eigenverantwortlichkeit der Menschen zugute.

17.10.2023

@Maja S.: Feststellung der Übersterblichkeit

Unterschätzen Sie nicht die Statistiker! Die Altersstruktur der Bevölkerung berücksichtigen können die durchaus bei der Berechnung der erwartbaren Todesfälle. Außerdem beeinflusst sie auch die Todeszahlen in Normalzeiten. Bei einer Übersterblichkeit liegt die Zahl der Todesfälle über dem erwarteten Wert.

Allerdings braucht die Demokratie die Herstellung von Öffentlichkeit. Und da kritisiere ich die Statistiker insofern, als lange Zeit nicht öffentlich gemacht wurde, welche Jahrgänge in welchem Ausmaß getrennt nach Geschlecht betroffen waren.

17.10.2023

H. Eimiller, die statischen Verfahren zur Interpretation der Übersterblichkeit arbeiten mit diversen Annahmen, deren Inhalt und Gewichtung das auf die zweite Nachkommastelle berechnete Ergebnis natürlich beeinflussen. Das sollte klar sein, oder?

17.10.2023

Ach Maja S.
Manche Menschen wollen, wie mir scheint, wohl aus innewohnender
Widerspruchsfreude und um derentwillen nicht gelten lassen, dass
„das Verbot auf einer Parkbank sitzend zu lesen“ doch wohl nicht
wegen des Lesens als solchem, sondern zur wohl gebotenen (oder
nicht?) Verhinderung von Kontakten erlassen wurde.

18.10.2023

@Günther S.

Überprüfen Sie sich bitte doch selbst hinsichtlich der Freude am Widerspruch. Gehen Sie dann in sich und schwingen den Besen vor Ihrer Tür. Anschließend erinnern Sie sich bitte daran, dass das Sitzen auf einer Parkbank zur Erholung nicht verboten war, aber eben das Lesen eines Buches auf selbiger und das auch dann, wenn man völlig allein war.

18.10.2023

@Wolfgang L.: „die statischen Verfahren zur Interpretation der Übersterblichkeit arbeiten mit diversen Annahmen“
Das würde ich auch so vermuten. Aber vor der Interpretation einer Übersterblichkeit muss diese doch erst festgestellt werden. „Das sollte klar sein, oder?“
Und mein Kommentar war überschrieben mit „Feststellung der Übersterblichkeit“.

(Vor Jahren habe ich auch Gutachten zur Bilanzierung von Pensionsrückstellungen erstellt. Für die Berechnung der Lebenserwartung zog ich dabei die sogenannten Sterbetafeln heran. – vgl. hierzu https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/_inhalt.html)

18.10.2023

H. Eimiller, für die Berechnung der Übersterblichkeit gibt es Verfahren, die die Altersstruktur einbeziehen, da haben Sie recht. Aber darum ging es doch nicht, oder? Es ging darum, die Übersterblichkeit nach den Ursachen abzuklopfen. Und da kommt die Statistik schnell an ihre Grenzen und wird zur Mutmaßung, wenn die Verhältnisse nicht exakt vergleichbar sind.
Fazit: Die geringere Übersterblichkeit in Schweden ist kein Beweis, dass die dortige Corona-Politik der unsrigen überlegen war. Und schon gar nicht lassen sich daraus Erkenntnisse für zukünftige Pandemien ableiten.

19.10.2023

Nein Herr L., auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält. Die Schweden leben nicht alle separat in einem Blockhaus, welche 100 km voneinander entfernt liegen. Die Bevölkerungsdichte ist natürlich in Schweden geringer als in Deutschland, allerdings ist es beim Urbanisierungsgrad anders: In Schweden leben viel mehr Menschen in (größeren) Städten oder Ballungsräumen als hiner in Deutschland (ich meine es sind knapp 10 Prozentpunkte Unterschied). Dass die Schweden bzw. die Skandinavier allgemein eine andere Einstellung zu Eigenverantwortung etc. haben, wird wohl richtig sein - in Deutschland ist diese nach dem 2. Weltkrieg nicht wirklich gefördert worden. Aber man hat es ja während der Pandemie auch nicht wirklich "probiert" (obwohl bereits im IfSG in §1 steht, dass eigenverantwortliches Verhalten gefördert werden soll - und nicht wie bei uns in den letzten 3 Jahren überreguliert, v. a. auf Basis schlechter Daten oder unzureichender Evidenz.).