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Lufthansa-Streik hat massive Auswirkungen in München: Hunderte Flüge gestrichen

Flughafen München

Hunderte Flüge gestrichen: Lufthansa-Streiks haben massive Auswirkungen am Münchner Flughafen

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    Nichts los am Münchner Flughafen. Durch Streiks bei der Lufthansa fallen am Airport der bayerischen Landeshauptstadt täglich hunderte Flüge aus.
    Nichts los am Münchner Flughafen. Durch Streiks bei der Lufthansa fallen am Airport der bayerischen Landeshauptstadt täglich hunderte Flüge aus. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

    Die Lufthansa kommt nicht zur Ruhe. In den vergangenen Tagen reihte sich ein Streik der Beschäftigten an den nächsten. Während der Streik des Kabinenpersonals noch andauert, wollen auch die Pilotinnen und Piloten am Freitag, 17. April, wieder ihre Arbeit niederlegen. Am Flughafen in München hat das massive Auswirkungen.

    Bereits vergangene Woche Freitag legte das Kabinenpersonal die Arbeit nieder, Montag und Dienstag dieser Woche streikten die Piloten, am Mittwoch und Donnerstag sind es wieder die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, die nicht arbeiten. Und am Dienstagabend verkündete die Gewerkschaft Cockpit, dass am Donnerstag und Freitag auch die Piloten noch einmal streiken wollen. Zwischen 0.01 Uhr am Donnerstag und Freitag, 23.59 Uhr, sollen dann alle Flüge bestreikt werden, die von deutschen Flughäfen starten, wie es in der Mitteilung der Vereinigung Cockpit heißt.

    Streik bei der Lufthansa heute und Freitag: Hunderte Flüge am Flughafen München gestrichen

    Das führt zu hunderten Flugausfällen an Deutschlands zweitgrößtem Flughafen. Am Mittwoch, 15. April, ging man am Airport München von insgesamt rund 380 annullierten Flügen aus, also weit mehr als ein Drittel aller ursprünglich geplanten rund 880 Starts und Landungen. Das erklärte eine Flughafensprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion.

    Als noch angekündigt war, dass nur das Kabinenpersonal am Donnerstag, 16. April, streiken wollte, war demnach bereits klar, dass an diesem Tag etwa 410 Flüge gestrichen werden müssen – von insgesamt 910. Da nun auch die Piloten zusätzlich in den Streik treten wollen, könnte die Zahl weiter ansteigen.

    Kabinenpersonal und Piloten der Lufthansa streiken wiederholt

    Am Freitag, 17. April, wurden 420 von den 915 geplanten Starts und Landungen annulliert, wie eine Flughafensprecherin mitteilte.  Tausende Passagiere – Geschäftsleute wie Urlaubsreisende – sind betroffen.

    Der Streik wirkt sich damit aber nicht nur bei der Lufthansa aus. Zwar reduziere der Münchner Flughafen nicht die Zahl der eingesetzten Mitarbeitenden, gegebenenfalls würden jedoch einige Schichten verkürzt, erklärt die Flughafensprecherin. Auch die Öffnungszeiten einiger Restaurants und Retaileinheiten würden an das geringere Passagieraufkommen angepasst.

    Pilotenstreik auch bei Eurowings am Donnerstag (16.4.)

    Die Lufthansa teilt auf Nachfrage mit, dass man bei den Fluggästen um Entschuldigung für die durch den Streik notwendigen Flugplanveränderungen bitte. Die vom Streik nicht betroffenen Airlines der Lufthansa-Gruppe „werden ihr Programm planmäßig durchführen“, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Nach Möglichkeit sollen diese auch Zusatzflüge übernehmen oder größere Flugzeuge einsetzen, um doch noch einige Fluggäste der gestrichenen Flüge an ihr Ziel zu bringen.

    Die Vereinigung Cockpit teilte mit, dass die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa sowie Lufthansa Cargo, Lufthansa Cityline und Eurowings ihre Arbeit am Donnerstag und Freitag niederlegen sollen. Bei Eurowings ist demnach aber nur der Donnerstag vom Streik betroffen.

    Cockpit und Ufo riefen zu Streiks auf – erster Schlichtungsversuch gescheitert

    Flüge in den Nahen und Mittleren Osten sollen weiterhin stattfinden, weshalb folgende Ziele laut Cockpit vom Streik ausgenommen sind: Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate.

    Hintergrund des Streiks sind Tarifkonflikte zwischen den Airlines der Lufthansa-Gruppe und den Arbeitnehmervertretern. Beide Seiten hatten zwischenzeitlich jedoch Bereitschaft für ein Schlichtungsverfahren signalisiert. Am Mittwochabend wurde jedoch bekannt, dass ein erster Versuch dafür scheiterte. „Mit Bedauern“ habe man zur Kenntnis genommen, „dass die Lufthansa und Lufthansa Cargo offenbar kein faires Schlichtungsverfahren zur Befriedung der aktuellen Tarifkonflikte anstreben“, hieß es in einer Mitteilung der VC. Man habe einen „konstruktiven Vorschlag zur Schlichtung unterbreitet, der auch in der Öffentlichkeit positiv aufgenommen wurde“, wird darin VC-Präsident Andreas Pinheiro zitiert. Das Angebot sei abgelehnt worden.

    Die Airline kündigte nach dpa-Angaben aber an, noch einmal auf die Gewerkschaft zugehen zu wollen. Wegen ebenfalls bislang gescheiterter Verhandlungen hatte die Gewerkschaft Ufo für Mittwoch und Donnerstag beim Kabinenpersonal zum Streik aufgerufen.

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