Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Angela Merkel räumt im Umgang mit Russland Versäumnisse ein
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. München: Stammstrecken-Bau kostet 7 Milliarden & dauert länger

München
30.09.2022

Stammstrecke kostet sieben Milliarden Euro und dauert viele Jahre

Die Bahn und die Staatsregierung wollen bei dem Projekt S-Bahn-Stammstrecke München enger zusammenarbeiten
Foto: Sven Simon

Das Mega-Projekt in München wird finanziell und zeitlich zur Herausforderung. Söder spricht von einem „schweren Happen“ und will die Bahn künftig besser kontrollieren.

Das Schwarze-Peter-Spiel um die Kostensteigerungen und Bauzeitverzögerungen beim Milliardenprojekt „Zweite S-Bahn-Stammstrecke“ in München ist erst einmal beendet. Bahnchef Richard Lutz bestätigte am Donnerstag in München, dass er mit Gesamtkosten in Höhe von rund sieben Milliarden Euro und einer Bauzeit bis 2035 rechnet. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich darüber zwar nicht erfreut: „Es wird, wie befürchtet, deutlich teurer, und es dauert deutlich länger.“ Er versicherte aber, dass der Freistaat an dem „Jahrhundertprojekt“ festhalte: „Die Richtung ist klar: Wir stehen zur zweiten Stammstrecke.“

Bahn geht von sieben Milliarden Euro Gesamtkosten für Stammstrecke aus

Der politische Druck auf Staatsregierung und Bahn war groß, seit unsere Redaktion im Juli berichtet hatte, dass die drohenden Kostensteigerungen und Verzögerungen schon seit knapp zwei Jahren bekannt waren, ohne dass Klarheit geschaffen wurde, wie es weiter gehen soll. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) verwies immer wieder darauf, dass die Bahn keine konkreten Zahlen nenne. Grüne, SPD und FDP im Landtag warfen der Staatsregierung vor, Probleme vertuscht und verschleiert zu haben. Und auch der Bahnchef, der vor rund zwei Monaten zu einem Gespräch nach München gekommen war, sorgte zunächst nicht für Aufklärung.

Die gemeinsame Pressekonferenz nach einem erneuten Treffen an diesem Donnerstag verlief deutlich harmonischer. Nach einer Sitzung des Bahn-Aufsichtsrats am Vortag legte Lutz seine Zahlen auf den Tisch. Zwar gebe es noch weitere Unsicherheiten, aber aktuell gehe die Bahn wegen drastisch gestiegener Bau- und Materialkosten von sieben Milliarden Euro Gesamtkosten aus. In diese Summe sei ein „Risikopuffer“ in Höhe von 1,5 Milliarden eingerechnet. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Projekt bis 2035 abgeschlossen ist. Doch auch hier gibt es nach seinen Worten Unwägbarkeiten. Es könnte auch zwei Jahre länger dauern.

Ministerpräsident Markus Söder lehnt einen Stammstrecken-Baustopp ab

Söder zeigte sich mäßig begeistert, bekannte sich aber zu dem Projekt. Ein Abbruch würde den Freistaat drei Milliarden Euro kosten, ohne dass es Verbesserungen für den Verkehr im Großraum München gebe. „Das wäre völliger Unsinn“. Auch ein Baustopp wäre „sinnlos“. Ohne die zweite Stammstrecke drohe ein Verkehrsinfarkt. Dass der Freistaat nach der neuen Kalkulation insgesamt 3,7 Milliarden Euro werde beisteuern müssen, ist laut Söder „ein schwerer Happen, den es zu verdauen gilt.“ Die Summe setzt sich laut Bauministerium wie folgt zusammen: Der Freistaat muss die nicht förderfähigen Kosten in Höhe von 1,3 Milliarden Euro alleine tragen. An den förderfähigen Kosten beteilige sich der Bund mit 60 Prozent. Der Anteil Bayerns liege hier bei 2,4 Milliarden Euro.

Vereinbart wurde bei dem Treffen auch, künftig besser zusammenzuarbeiten. Söder kündigte an, der Bahn genauer auf die Finger zu schauen: „Der Freistaat Bayern wird ein sehr viel strengerer Partner werden.“ Es soll ein schärferes Controlling durch das Bauministerium geben. Und er befürworte auch den Vorschlag der Freien Wähler, im Landtag ein Kontrollgremium einzurichten, wie es das zuletzt bei der Rettung der Bayerischen Landesbank gab. Lutz begrüßte das Controlling und versprach seinerseits maximale Transparenz.

Lesen Sie dazu auch

Münchens OB Reiter: Stammstrecken-Zahlen seien ernüchternd

Dass damit längst nicht alles klar ist, zeigten erste Reaktionen. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) war dem Treffen offenkundig aus Verärgerung über „die zurückliegende mangelnde Kommunikation“ fern geblieben. Er nannte die Zahlen ernüchternd, plädierte aber dafür, jetzt „nach vorne zu schauen“.

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Landtag, Sebastian Körber (FDP), kommentierte: „Heute hat Bayern als Auftraggeber der zweiten Stammstrecke die Rechnung für jahrelanges Zaudern und Wegsehen bekommen. Ganze zwei Milliarden Euro wird das Projekt den Freistaat am Ende mehr kosten – vorausgesetzt es läuft jetzt alles glatt.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

30.09.2022

Wenn man davon ausgeht dass vielleicht 2 Millionen Menschen von der 2. Stammstrecke profitieren (das betrifft auch die Autofahrer, wenn dis Straßen leerer werden), ist ein Preis von 3500€ pro Nase gar nicht mal so hoch. Einen Kilometer U- Bahn mit einer Station zu bauen kostet auch 100Mio €, damit werden vielleicht 20000 Anwohner gut angebunden. Das sind auch 5000€ pro Nase.
So billig wie 1972 kann man nie wieder Tunnel bauen oder vielleicht erst wieder nach der nächsten Währungsreform.

29.09.2022

So, jetzt haben wir Bayern auch unseren "Berliner Flughafen" oder unsere "Elbphilharmonie" oder unser "Stuttgart 21"
Gottseidank hat die schwarze Propagandamaschine die Bahn, auf die kann nun alle Schuld geladen werden. Sind ja immerhin bald Landtagswahlen!
In der Sache selbst ist es eine Schande, wie Bahn, Verkehrsministerium (Ramsauer-Dobrindt-Scheuer) und Landesregierung vorgingen und wegen der Kosten jahreslang logen!

30.09.2022

Deutschland kann leider keine großen Bauprojekte.
Nachdem inzwischen bei der Baustelle die Stadt/Land/Bund anfangen die Kosten explodieren gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten warum das so ist.
Erste wäre das sich Stadt/Land/Bund so veralbern lassen und solche hohen Nachforderungen einfach akzeptieren, oder zweiteres man ist sich der Endgültigen Kosten bewusst setzt zu Beginn dann aber absichtlich viel zu niedrige Kosten an das kein Bürger drauf kommt zu protestieren. Ist das Projekt dann man gestartet kann man ja dann so langsam die "wirkliche" Summe in Salamitaktik veröffentlichen. 10,1km Strecke und 7 km Tunnel können und dürfen natürlich was kosten.

Was ich nicht verstehe ist das dass Bauvorhaben 9 Jahre länger brauchen wird. Das die ursprünglichen Zeiten so enorm daneben liegen hätte doch den vielen Fachleuten die da bezahlt werden auffallen müssen.