Der Fehlstart ist verhindert, die Münchner haben sich für eine Bewerbung für Olympische Sommerspiele entschieden. Gewonnen ist damit aber nichts. Denn nun beginnt ein Bewerbungsmarathon mit ungewissem Ausgang. Zuerst muss die Region, zu der nicht nur in diesem Fall auch Augsburg gehört, im nationalen Wettbewerb das Rennen machen, im Falle eines Erfolges ginge es dann gegen internationale Konkurrenten. In diesem Fall zählt das olympische Motto, wonach dabei sein alles ist, eben nicht.
Natürlich wäre es eine riesige Sache, würden München und Umland erneut Gastgeber für die Olympischen Spiele. Welch positive Wirkung das auf die Selbst- und Außenwahrnehmung eines Landes haben kann – das Sommermärchen von 2006 hat es eindrucksvoll gezeigt. Gemessen an diesen Aussichten kam die bisherige Werbekampagne in München merkwürdig kleinkrämerisch daher. Gebetsmühlenartig wurde darauf verwiesen, dass man von Wohnungsbau und Verkehrsprojekten im Zeichen der Ringe profitieren werde.
Für die Lösung grundlegender Probleme in München sollte man nicht bis zu möglichen Olympischen Spielen warten
Das mag so sein. Aber ganz ehrlich: Münchens Probleme in diesen Bereichen, die weit in die Region ausstrahlen, sind so groß, dass man für ihre Lösung nicht auf Olympia warten sollte.
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