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Umfrage in Bayern aktuell: Wieso Söders Koalition wackelt

Bayern-Monitor

Herbe Verluste: In Umfragen wackelt Söders Koalition

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    Markus Söder (rechts) und sein Vize Hubert Aiwanger (links) haben ihren Vorsprung an der Wahlurne fast aufgebraucht.
    Markus Söder (rechts) und sein Vize Hubert Aiwanger (links) haben ihren Vorsprung an der Wahlurne fast aufgebraucht. Foto: Armin Weigel, dpa

    Enorme Verluste für die CSU: Wenn am Sonntag Landtagswahl in Bayern wäre, würden nur noch 37 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die Partei von Ministerpräsident Markus Söder stimmen. Damit ist die CSU zwar weiterhin mit Abstand die beliebteste Partei im Freistaat, verliert aber satte drei Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Weil der Koalitionspartner Freie Wähler zudem in der Vergangenheit geschwächelt hat, wird sogar der Vorsprung der Regierungskoalition auf die Oppositionsparteien bedenklich dünn. Diese Entwicklung zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, mit der unsere Redaktion kontinuierlich das Stimmungsbild in Bayern untersucht.

    Zuwachs haben in der aktuellen Umfrage drei Parteien: Die AfD, die mit inzwischen 21 Prozent der Stimmen ihren zweiten Platz in Bayern festigt und auf inzwischen nur noch 16 Prozentpunkte an die CSU herangerückt ist. Die FDP, die aber mit nun zwei statt einem Prozent weiter am Boden sind. Und die Freien Wähler, die zwar nun einen Prozentpunkt zulegen konnten, nach kontinuierlichen Verlusten im vergangenen Jahr aber nun dennoch bei nur zehn Prozent der Stimmen liegen.

    So sind es vor allem ihre Werte, die Söder und seine Regierung in Bedrängnis bringen könnten. Holten CSU und FW bei der vergangenen Landtagswahl noch 52,8 Prozent, lägen sie nun zusammen bei nur noch 47 Prozent. Dabei ist die CSU nach zwischenzeitlichem Höhenflug inzwischen wieder auf dem Niveau der Landtagswahl, die Freien Wähler aber 5,8 Prozentpunkte schwächer.

    Markus Söder verliert Rückhalt: CSU schwächelt in Bayern

    Im gleichen Zeitraum haben im Oppositionslager vor allem zwei Parteien insgesamt zugelegt: Die teils rechtsextreme AfD, die bei der Landtagswahl noch bei 14,6 Prozent lag – und die Linke, die in Bayern lange völlig bedeutungslos war, bevor sie zuletzt Ambitionen auf einen Einzug in den Landtag anmeldete. Nach fünf Prozent im Vormonat verliert sie aktuell zwar wieder leicht und landet nur noch bei vier Prozent. Die Frage, ob sie mit nur einem Prozentpunkt mehr den Einzug in den Landtag schafft, könnte dabei für den Freistaat entscheidend sein: Denn damit wäre das Oppositionslager im Landtag in Sachen Wählerstimmen fast gleichauf mit CSU und Freien Wählern.

    Die weiteren Oppositionsparteien im Landtag bleiben indes im Dezember unverändert: Die Grünen verharren bei zwölf Prozent und sind drittstärkste Partei, die SPD steht weiter bei acht Prozent. Würde es für eine Koalition mit den Freien Wählern nicht mehr reichen und die sogenannte „Brandmauer“ – der Unvereinbarkeitsbeschluss der Unionsparteien zur AfD – Bestand haben, müsste sich die CSU demnach auch in Richtung Grüne oder SPD orientieren, wenn sie eine Regierung bilden möchte. Doch auch das ist für Söder und seine Partei nach zahlreichen verbalen Attacken der vergangenen Jahre vor allem gegen die Grünen eine heikle Angelegenheit. Nicht für den Einzug in den Landtag infrage kommen aktuell FDP und BSW, die bei zwei Prozent stehen.

    So beliebt ist Markus Söder in Bayern

    Kaum verändert haben sich im Dezember die Beliebtheitswerte von Ministerpräsident Markus Söder persönlich. Weiterhin sind 42 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden, 47 Prozent unzufrieden und elf Prozent unentschieden. Minimale Verschiebungen gab es in den Details: So sind nun nur noch 18 statt 19 Prozent mit seiner Arbeit „sehr zufrieden“ und dafür 24 statt 23 Prozent geben an, „eher zufrieden“ zu sein. Auf der Gegenseite zeigt sich die gleiche Tendenz: Nur noch 33 statt 34 Prozent der Befragten sind mit Söder „sehr unzufrieden“, 14 statt 13 Prozent hingegen „eher unzufrieden“.

    Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die Frage "Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl in Bayern wäre?" wurden im Zeitraum vom 27. November 2025 bis 11. Dezember 2025 die Antworten von 5000 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt. Für die Frage "Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder?" wurden im Zeitraum vom 14 November 2025 bis 12. Dezember 2025 die Antworten von 4822 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent.

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    Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey untersuchen wir in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.

    Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

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    Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.

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