Heute Vormittag wurde es laut in ganz Bayern. Für eine Minute haben am Donnerstag, 12. März 2026, in Bayern die Sirenen geschrillt. Grund dafür war der landesweite Warntag.
Landesweiter Warntag heute am 12. März 2026 in Bayern
Das bayerische Innenministerium testete bei dem Probealarm sein Warnsystem für Notfälle. Aber nicht nur Sirenen waren zu hören. Um 11 Uhr wurde in ganz Bayern eine Test-Warnung auf die Handys verschickt. Die Warnung landete dabei direkt auf dem Smartphone – entweder über bekannte Warn-Apps (wie „Nina“, „Katwarn“ oder Biwapp) oder als direkte Textnachricht auf dem Handybildschirm, die oft auch von einem lauten Ton begleitet wird (sogenanntes Cell Broadcast). Die Apps verschicken wie bei jedem Warntag Push-Benachrichtigungen oder SMS an alle Handys, die angeschaltet sind und sich im Netz befinden. Gründe, warum es sein kann, dass die Warn-SMS dennoch ausbleibt, haben wir hier aufgelistet.
Um 11.30 Uhr wird am Donnerstag dann eine Entwarnung geschickt. Neu ist in diesem Jahr: Zum ersten Mal wird laut bayerischem Innenministerium auch getestet, ob auch diese Entwarnung erfolgreich als direkte Nachricht auf den Handybildschirmen ankommt. Zuständig dafür ist das Bayerische Melde- und Lagezentrum, um die Funktionsfähigkeit einer bayernweiten Auslösung unter realistischen Bedingungen zu testen.
Heute, Donnerstag heulen in Augsburg die Sirenen
Zusätzlich wird auch erstmals ein neuer Ton über die Sirenen zu hören sein: der Ton zur Entwarnung durch Sirenen. Ob das überall klappt, ist jedoch unklar, sagt der Augsburger Landrat Martin Sailer unserer Redaktion. „Da diese Funktion seit vielen Jahren nicht mehr genutzt und an den meisten Sirenenanlagen nicht mehr eingebaut wurde, muss sie erst nach und nach nachgerüstet werden. Der Ton zur Entwarnung wird aus diesem Grund nicht überall zu hören sein“, sagt Sailer. In München sind üblicherweise keine Sirenen zu hören.
Der Warntag dient nicht nur dazu, die Technik der Warnsysteme zu testen, sondern soll auch die Bevölkerung mit den Sirenensignalen vertraut machen. Der Heulton warnt vor akuten Gefahren für die öffentliche Sicherheit. Im Ernstfall bedeutet das: Radio einschalten, auf behördliche Durchsagen achten und abwarten, bis offizielle Entwarnung gegeben wird.
Auf diesen Wegen wird die Bevölkerung gewarnt
Laut Website des bayerischen Innenministeriums warnen die Sicherheits- und Katastrophenschutzbehörden auf folgenden Wegen die Bevölkerung:
- Amtliche Gefahrenmitteilungen über Rundfunk und Fernsehen
- Sirenen, über die auch das Signal „Rundfunkgerät einschalten und auf Durchsage achten“ ausgestrahlt werden kann
- Cell Broadcast Warn-Apps wie „Nina“ oder „Katwarn“
- Digitale Informationstafeln in Innenstädten, im ÖPNV sowie an zentralen Fernverkehrsbahnhöfen
- Durchsagen über Lautsprecherfahrzeuge
Neben dem Warntag in Bayern wird auch regelmäßig deutschlandweit getestet. Am Donnerstag, 11. September 2025, fand der letzte bundesweite Warntag statt.
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