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Karlstein am Main
24.01.2022

Zwei tote Kinder in Unterfranken entdeckt – Kohlenmonoxid-Vergiftung möglich

Zwei tote Kinder hat die Polizei in Unterfranken in einer Wohnung entdeckt.
Foto: Alexander Kaya (Symbolbild)

Die Informationen sickern nur spärlich durch: In einer kleinen Gemeinde in Unterfranken findet die Polizei zwei tote Kinder. Warum sie starben, ist zunächst unbekannt.

Zwei tote Kinder sind in einer Wohnung in Unterfranken entdeckt worden. Nach dpa-Informationen liegt möglicherweise eine Kohlenmonoxid-Vergiftung vor, unter Umständen war die Heizung defekt. Die Polizei bestätigte dies zunächst nicht. Erste Anzeichen deuteten auf einen Unglücksfall hin, teilte sie am Montagmorgen mit. Weitere Einzelheiten zu dem Einsatz im bayerischen Karlstein am Main (Landkreis Aschaffenburg) waren zunächst nicht bekannt.

Tote Kinder in Unterfranken – Vater schwer verletzt

Nach dpa-Informationen handelt es sich bei den toten Kindern um ein Mädchen und einen Jungen. Ihr Vater soll schwer verletzt worden sein. Zur Mutter der Kinder war zunächst nichts bekannt.

Das sehr giftige Kohlenmonoxid (CO) ist ein brennbares, farb- und geruchloses Gas. Es entsteht unter anderem, wenn Materialien wie Holz, Kohle oder Gas ohne genügend Sauerstoff verbrennen, etwa in geschlossenen Räumen oder bei defekten Heizanlagen. Bei der Lagerung von Holzpellets kann ebenfalls CO entstehen. Auch an Stromaggregaten, die meist mit Diesel oder Benzin betrieben werden, entstehen giftige Abgase wie Kohlenmonoxid.

Karlstein am Main: Starben Kinder an Kohlenmonoxid-Vergiftung?

Kohlenmonoxid blockiert den Transport von Sauerstoff im Blut. Bei einer Vergiftung kommt es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit - und im schlimmsten Fall zum Erstickungstod. Vor allem im Schlaf werden die Symptome nur selten bemerkt.

Ein Polizeisprecher machte sich am Morgen auf den Weg in die Gemeinde am Untermain direkt an der Landesgrenze zu Hessen. Die Kinder wurden im Ortsteil Dettingen gefunden. Insgesamt leben in Karlstein nach Angaben des Einwohnermeldeamtes 8075 Menschen.

Zum Alter der Kinder konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Auch war unklar, wer die Kinder fand und die Einsatzkräfte rief. Der Notruf ging gegen 7.55. Uhr ein. (dpa/lby)

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