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Urheberrecht

13.02.2015

"Da kotzt das Texterherz": Herausgeber verwendet ungefragt Facebook-Beiträge

Der Herausgeber von "Da kotzt das Texterherz" hat mächtig Ärger mit Facebook-Nutzern. Er verwendet ungefragt deren Beiträge für sein Buch.
Bild: Patrick Pleul (dpa Archivbild)

Herausgeber Peter Berberich hat ein Buch mit unfreiwillig komischen Äußerungen und Fotos, die er auf Facebook gefunden hat, veröffentlicht. Dabei hat er etwas Wichtiges vergessen.

Ein ganzes Buch voll lustiger Fotos und Kommentare aus einer Facebook-Gruppe sollte dem Herausgeber Peter Berberich Erfolg und Lacher einbringen. Doch stattdessen hat er nun mit erheblichem Ärger zu kämpfen: Auf 160 Seiten zeigt das Buch "Da kotzt das Texterherz" unfreiwillig komische Schilder und Kommentare aus der gleichnamigen Facebook-Gruppe. "Weine nicht, wenn der Winter kommt, Dämm Dämm", heißt es etwa auf einem Werbeplakat. 

Urheber der Facebook-Beiträge nicht gefragt

Das Problem: Die Herausgeber des Buches haben die Urheber nicht gefragt, ob sie deren Fotos und Sprüche abdrucken und als Buch verkaufen dürfen. Das wird in der geschlossenen Facebook-Gruppe heftig kritisiert, berichtete "Spiegel Online". "Wir haben einen großen Fehler gemacht", schrieb einer der Herausgeber, Peter Berberich, den Gruppenmitgliedern kleinlaut.

Unterlassungsklagen können Buchverkauf stoppen

Die Herausgeber und der Verlag müssen nun um ihr Buch bangen. Denn bei einer Urheberrechtsverletzung können die Betroffenen eine Unterlassung fordern. Schon ein Urheber, der sein Bild zu Unrecht verwendet sieht, könnte den Verkauf des Buches stoppen, sagte der Fachanwalt Lars Rieck der dpa. "Das war schon sehr blauäugig", sagte der Hamburger Anwalt. Das Buch sei eindeutig eine kommerzielle Verwendung. Dafür hätten sich die Herausgeber eine schriftliche Erlaubnis einholen müssen. AZ/dpa

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