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Ausblick

03.01.2020

Das sind die spannendsten Technik-Trends 2020

Beim Fernsehen setzt sich der ultrahochauflösende Standard UHD langsam durch – sowohl bei den Geräten (hier ein Modell von Sony) als auch bei den Inhalten.
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Beim Fernsehen setzt sich der ultrahochauflösende Standard UHD langsam durch – sowohl bei den Geräten (hier ein Modell von Sony) als auch bei den Inhalten.
Bild: Sony

Spielekonsolen, Fernsehen, Smartphones: Im neuen Jahr dürfen sich Konsumenten wieder auf zahlreiche digitale Neuerungen gefasst machen.

Was bringt 2020? Nicht immer braucht es eine Glaskugel, um nach vorn zu blicken. Gerade im Technik-Bereich zeichnet sich mancher Trend für das neue Jahr bereits ab und teilweise sind bereits recht konkrete Gerüchte im Umlauf. Die wichtigsten Trends für 2020 verraten wir zu Beginn des neuen Jahres.

Spielekonsolen: Xbox und Playstation erhalten Nachfolger

Ein Jahr vor dem Verkaufsstart hat Microsoft kurz vor Weihnachten den Namen der nächsten Xbox-Generation bekannt gegeben. Die „Xbox Series X“ soll ab Dezember 2020 erhältlich sein. Ein schnelles Solid-State-Drive (SSD) als Massenspeicher und Raytracing für eine realistische Lichtdarstellung gehören samt einer 8K-Auflösung zur Ausstattung.

Noch weniger überraschend ist der Name der nächsten Playstation: Sie heißt schlicht „Playstation 5“ und dürfte im vierten Quartal in den Handel kommen. Sie arbeitet mit einer 4K-Auflösung. Doch ob Xbox oder Playstation: Spielekonsolen stehen in immer stärkerer Konkurrenz zu Onlinespielen.

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Cloudgames: Wenn Spiele aus der Datenwolke kommen

Womit wir beim nächsten Trend der Spieleszene sind. Cloudgames machen immer häufiger eine Spielekonsole überflüssig. Google setzt dabei auf seinen „Stadia“-Service, der im November 2019 gestartet ist und zweifellos zu den Trends 2020 gehört. Auf allen Geräten, auf denen Googles Webbrowser „Chrome“ lauffähig ist, lassen sich Spiele wie „Borderlands 3“, „Football Manager 3“ oder „Samurai Shodown“ erleben. Einen passenden Spielecontroller bietet Google bereits an. Die Rechenleistung erfolgt dabei nicht auf dem Endgerät, sondern auf den Servern von Google. Das setzt eine schnelle Internetverbindung voraus. Aktuell kostet der Service knapp zehn Euro monatlich. Doch schon im Frühjahr soll es einen kostenlosen Basis-Service geben.

Tiktok: Ein junges soziales Netzwerk erobert die Welt

In der „Generation Z“ der jungen und jüngsten Smartphone-Nutzer ist „Tiktok“ bereits seit einigen Monaten auch hierzulande angesagt. 2020 dürfte dem sozialen Netzwerk wohl endgültig der Durchbruch gelingen. Die Mischung aus selbst produzierten Videos und Musik hat bislang weltweit rund 700 Millionen Anwender in ihren Bann gezogen. Und das, obgleich sie nicht unumstritten ist. Denn die in China entwickelte App sperrt politische Themen ebenso aus wie Homosexualität. Erhältlich ist die App für Android und iOS. Hineinschnuppern in die bunte Videowelt lässt sich auch unter www.tiktok.com.

Megapixel-Jagd: Smartphones werden immer schärfer

Ob dieser Trend Sinn macht? Die Hersteller von Smartphones setzen auf immer mehr Bildpunkte bei den eingebauten Kameras. Endgültig begonnen hat die Entwicklung mit dem „Mi Note 10“ von Xiaomi. Es hat stolze 108 Millionen Bildpunkte (Megapixel) zu bieten.

Andere Smartphone-Anbieter dürften folgen und wohl schon auf dem Mobile World Congress Ende Februar in Barcelona ähnlich ausgestattete Geräte präsentieren. Die hohe Anzahl der Bildpunkte kann jedoch die Schwächen der Smartphone-Fotografie nicht ausgleichen. Denn im Vergleich mit größeren Kameras sind die Objektive hier sehr klein und weniger lichtstark. Dennoch gilt natürlich: Je mehr Bildpunkte, umso leichter lassen sich beispielsweise Bilddetails in guter Qualität vergrößern.

UHD: Fernsehen in nie dagewesener Auflösung

Einer der Trends, der sich seit Jahren fortsetzt, ist 2020 jener zu immer höheren Auflösungen beim Fernsehen. Zwar gibt es erste Sendungen sowohl der RTL- als auch der Sat1-Pro7-Gruppe in ultrahochauflösendem Standard (UHD). Und rund um die Olympischen Sommerspielen in Tokio sind ebenfalls UHD-Übertragungen zu erwarten.

Doch ansonsten tun sich öffentlich-rechtliche und private TV-Sender in Deutschland mit UHD schwer, was sowohl an den Übertragungswegen als auch am fehlenden Sendematerial liegt.

Dennoch: 2020 werden zweifellos immer mehr TV-Geräte mit UHD-Auflösungen verkauft - was nicht zuletzt an sinkenden Preisen liegt. UHD-Geräte skalieren herkömmliche HD-Bilder hoch - und sie können vor allem UHD-Filmmaterial von Streamingdiensten wie „Netflix“, „Apple TV+“ oder „Amazon Prime“ darstellen. Hier zeichnet sich ganz deutlich ab, dass immer mehr Neuproduktionen bereits in UHD erfolgen.

Preiswertes iPhone: Apple öffnet sich nach unten

Vier Jahre nach der Markteinführung des „iPhone SE“ dürfte es schon in den ersten Monaten des neuen Jahres einen Nachfolger geben. Ob der „iPhone SE2“, „iPhone 9“ oder doch ganz anders heißt, ist noch offen.

Doch ansonsten verdichten sich die Gerüchte um das neue Gerät. Es soll im Gehäuse des „iPhone 8“ untergebracht sein und somit ein 4,7-Zoll-Display bieten. Der aus dem aktuellen „iPhone 11“ bekannte A13-Bionic-Chip kommt wohl zum Einsatz.

Mit einem Preis unter 500 Euro soll das neue Modell jene Käufer ansprechen, denen beispielsweise das „iPhone 11 Pro“ für 1149 Euro schlicht zu teuer ist.

Kommunikation: Die SMS stirbt einen leisen Tod

WhatsApp“, „Messenger“, „iMessage“ & Co. bestimmen heute die Kommunikation. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht: Das Ende des „Short Message Service“ rückt immer näher. Nicht, dass die Mobilfunk-Netzbetreiber den Service einstellen würden - er wird nur kaum noch genutzt.

Zu Spitzenzeiten (2012) tauschten die Deutschen nahezu 60 Milliarden SMS jährlich aus. Schon ein Jahr später waren es nur noch knapp 38 und 2018 kaum noch neun Milliarden. Weniger waren es zuletzt 1999. Auch die Tatsache, dass in vielen Handy-Verträgen eine Flatrate für den SMS-Versand enthalten ist, hat an dieser Entwicklung nichts geändert.

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