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Begrenztes Datenvolumen

10.10.2014

Diese Provider drosseln die Surf-Geschwindigkeit

Die Telekom ist mit ihrer Tempobremse für Internetnutzer gescheitert, nun führen einige andere Provider eine Drosselung ein.
Bild: Rolf Vennenbernd/Archiv (dpa)

Die Telekom ist mit ihrer Drosselung gescheitert, O2 will künftig ab einem gewissen Datenverbrauch die Surf-Geschwindigkeit reduzieren.

Bei der Telekom war es ein Desaster: Als der Konzern vergangenes Jahr ankündigte, die Internetverbindungen seiner Kunden in Zukunft ab einem bestimmten Datenvolumen zu drosseln, machten tausende Nutzer unter dem Hashtag "Drosselkom" ihrem Unmut Luft. Schließlich kassierte das Kölner Landgericht die Pläne der Telekom: Es urteilte, dass als Flatrate beworbene Pauschaltarife nicht ausgebremst werden dürften.

O2, Kabel Deutschland und 1&1 drosseln die Internetverbindung

Trotz dieses Urteils drosseln auch andere Provider unter bestimmten Umständen die Internetverbindung:

  • O2 führte eine Drosselung zum 1. Oktober 2014 ein. O2-Kunden können je nach Tarif 100, 300 oder 500 Gigabyte pro Monat mit Maximalgeschwindigkeit surfen. Wer die jeweilige Grenze drei Monaten lang in Folge sprengt, bei dem wird die Geschwindigkeit der Internetverbindung nach Verbrauch des jeweiligen Inklusivvolumens auf 2000 KBit/s reduziert. Betroffen sind nicht nur Neukunden, sondern auch alle, die seit 17. Oktober 2013 einen Vertrag mit dem All-in-DSL-Tarif abgeschlossen haben. Gegen Zuzahlung lässt sich das Datenkontingent aufstocken.
     
  • Bei Kabel Deutschland gibt es eine Drosselung bei allen Tarifoptionen in einem bestimmten Fall: Ab einem Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 Gigabyte pro Tag begrenzt der Anbieter die Übertragungsgeschwindigkeit für File-Sharing-Anwendungen bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 KBit/s. Aktuell wird laut Kabel Deutschland eine Drosselung erst ab einem Datenvolumen von 60 Gigabyte pro Tag durchgeführt.
     
  • 1&1 nimmt eine Drosselung bei seinem Einsteigertarif "Surf & Phone Flat Special" vor: Wer mehr als 100 Gigabyte pro Monat verbraucht, wird von 16.000 KBit/s auf 1024 KBit/s bis zum Monatsende heruntergestuft. Die anderen Tarife wie "Surf-Flat", "Doppel-Flat" sowie "Doppel-Flat V-DSL" sind von der Drosselung nicht betroffen.

Vodafone und Mnet planen keine Drosselung

Andere Provider wie Vodafone, Mnet oder Unitymedia planen nach einem Bericht des Branchendienstes WinFuture derzeit keine Drosselung.

Für die "normale Internetnutzung" wie E-Mail, Facebook oder das Surfen auf Nachrichtenseiten dürfte das jeweilige Volumen ausreichen. Wer sich aber gerne Filme in HD-Qualität ansieht oder mit anderen gemeinsam über das Internet PC-Spiele spielt, dürfte mit den neuen Drosselungen Schwierigkeiten bekommen.

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