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Gmail

25.06.2017

Google will E-Mails nicht mehr für Werbung scannen

Gmail-Nutzer müssen nicht mehr damit leben, dass Google ihre Mails zur Optimierung von Werbeanzeigen mitliest.
Bild:  Sebastian Kahnert (dpa)

Um die Werbeanzeigen für Verbraucher zu personalisieren, hatte Google Mails gescannt. Damit soll künftig Schluss sein.

Google wird damit aufhören, die E-Mails der Nutzer in seinem Gmail-Dienst automatisch durchzuscannen, um passende Werbung anzuzeigen. In der Gratis-Version für Verbraucher wurden die Inhalte seit dem Start im April 2004 von Maschinen durchforstet, um die Anzeigen zu personalisieren.

Künftig solle sich die Werbung wie bei anderen Google-Produkten nach den Einstellungen des Nutzers richten, erklärte die für das Cloud-Geschäft zuständige Managerin Diane Greene in einem Blogeintrag am Wochenende.

Scannen der Mails für Werbung war umstritten

Zahlende Kunden der Unternehmensversion von Gmail waren bereits von der Personalisierung durch Scannen der Inhalte ausgenommen. Die Änderung bei der kostenlosen Variante solle im Laufe des Jahres umgesetzt werden, hieß es.

Gmail mit inzwischen mehr als 1,2 Milliarden Nutzern war wegen der Funktion von Anfang an umstritten. Der Dienst bot zwar als erster gratis reichlich Speicherplatz sowie robusten Schutz vor Spam-Mails. Aber die Funktion sorgte von Anfang an für Datenschutz-Sorgen. In den USA läuft zudem ein Verfahren wegen des Durchscannens auch der E-Mails von Nutzern, die keine Gmail-Kunden waren.

Google: Gmail verbessert auch Android-App

Auch an der Security-Front hat Gmail kürzlich Änderungen vorgenommen: Im Mai ließ das Unternehmen verlauten, dass die Android-App von Gmail eine neue Sicherheitsfunktion erhalte. Zuvor hatten Phishing-Mails in der App leichtes Spiel. Wer in E-Mails auf unsichere Links klickte, konnte sich schnell Schadsoftware auf das Smartphone laden. Mit der neuen Sicherheitsfunktion warnt Gmail jetzt Android-Nutzer vor verdächtigen Links.

Beim Antippen des Links soll eine Nachricht aufploppen, mit der die App vor einer Seite warnt, die als gefälscht identifiziert wurde. Dies soll Nutzer davon abhalten, eine womöglich von Kriminellen ins Internet gestellte Seite zu besuchen und dort persönliche Daten einzutragen. Sind sich die Nutzer mit dem Link jedoch sicher, können sie ihm mit einem weiteren Antippen trotzdem folgen. dpa

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