Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem PLUS-Paket zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Russische Polizei nimmt Hunderte Teilnehmer bei Anti-Kriegs-Protesten fest
  1. Startseite
  2. Digital
  3. Terror: Wenn Facebook-Freunde plötzlich eine IS-Seite "empfehlen"

Terror
19.11.2015

Wenn Facebook-Freunde plötzlich eine IS-Seite "empfehlen"

Facebook generierte automatisch eine Seite zum "Islamischen Staat" - und macht 24.000 Facebook-Nutzer zu "Fans" dieser Seite.
Foto: Screenshot

Peinliche Panne: Facebook hat rund 24.000 unschuldige Nutzer zu "Fans" der Terrororganisation "Islamischer Staat" gemacht. Gefragt wurden die Betroffenen nicht.

Ob Münchens zweiter Bürgermeister Josef Schmid oder etliche Redakteure des Bayerischen Rundfunks: Gut 24.000 Facebook-Nutzer trauten am Donnerstag ihren Augen nicht. Sie "empfahlen" bei Facebook plötzlich eine Fanseite des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) - keine Woche, nachdem gerade dieser IS in Paris fast 130 Menschen ermordet hatte.

Tatsächlich "Gefällt mir" hatten wohl nur die wenigsten Betroffenen auf der Seite mit dem arabischen Titel الدولة الإسلامية geklickt. Dennoch wurden die 24.000 Facebook-Nutzer beim Aufruf ihrer Profile als Fans der Seite verzeichnet. Bei nicht wenigen von ihnen dürfte das zu peinlichen Fragen geführt haben - von Freunden und Bekannten, möglicherweise auch von Arbeitgebern. Daran dürfte auch nichts geändert haben, dass auf der Facebookseite lediglich eine Kopie des Wikipedia-Eintrag zum "Islamischen Staat" aufgeführt war.

Was auffiel: Unter den Nutzern, die die Seite des "Islamischen Staats"empfahlen,  waren sehr viele Journalisten, vom Bayerischen Rundfunk etwa, aber auch von Nachrichtenportalen regionaler und überregionaler Tageszeitungen.

Das, und ein unauffälliger Hinweis auf der Facebook-Seite selbst führen auch zur Rätsels Lösung. "Diese Seite wurde automatisch anhand der Interessen der Facebook-Nutzer generiert und ist mit keiner Person im Zusammenhang mit diesem Thema verknüpft oder deren Eigentum", teilt Facebook nämlich mit.

Damit ist klar, wieso 24.000 unschuldige Menschen plötzlich die Facebook-Seite der Terror-Organisation IS empfahlen:

  • Facebook erstellt regelmäßig automatisiert Fan-Seiten zu Firmen, Ereignissen oder Organisationen, die aktuell für großes öffentliches Interesse sorgen. Als Grundinformation wird dabei einfach ein passender Text aus Wikipedia verwendet. So geschah es auch mit dem "Islamischen Staat", der nach den verheerenden Terroranschlägen von Paris bei vielen Menschen plötzlich im Fokus stand.
     
  • Der Facebook-Algorithmus wertet aus, wer sich bei Facebook mit der entsprechenden Organisation, dem Thema oder Ereignis intensiv auseinandersetzt und "ernennt" diese Nutzer quasi in Eigenregie zu "Fans".
     
  • Im Fall des "Islamischen Staats"  wurden offensichtlich vor allem Facebook-Nutzer unwissentlich zu empfehlenden "Fans" gemacht, die sich in den vergangenen Tagen intensiv durch Suchen, Recherchen, Lesen und  Kommunikation mit diesem auseinandergesetzt hatten - vor allem eben Journalisten.

Sich gegen den unpassenden Empfehlungs-Algorithmus zu wehren, dürfte den Betroffenen schwer fallen. Da sie die Seite niemals manuell geliked haben, können sie diesen Schritt auch nicht rückgängig machen. bo

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.