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02.02.2017

Warum ist kinox.to down?

kinox.to ist down. Die Ursache ist unklar.
Bild: Matthias Hiekel/Archivbild (dpa)

Kinox.to ist down. Die beliebteste illegale Streaming-Börse Deutschlands ist aktuell nicht erreichbar, es wird lediglich ein 503-Fehler angezeigt. Haben die Behörden eingegriffen?

Kinox.to ist down. Die Streaming-Seite im Internet, eines der beliebtesten Angebote seiner Art im deutschsprachigen Raum, war am Donnerstagabend nicht erreichbar. "503 Service Temporarily unavailable" hieß es lediglich, wenn man die Adresse aufrief.

Warum die illegale Streaming-Seite down war, blieb zunächst völlig unklar. Ein technischer Defekt war ebenso wenig auszuschließen wie eine sogenannte DDoS-Attacke oder womöglich sogar ein Zugriff der Ermittlungsbehörden. Immerhin steht kinox.to seit vielen Jahren im Visier von Fahndern und Anwälten. Die dürften sich freuen, dass kinox.to down ist. Denn der Alptraum der Filmindustrie verlinkt auf ungezählte aktuelle Kinofilme, die von Helfern illegal im Netz hochgeladen und so kostenlos von Filmfans angesehen werden können.

2014 waren Ermittler schon einmal mit Razzien in mehreren Bundesländern gegen die Hintermänner von kinox.to vorgegangen. Ende 2015 wurde dann ein 29-Jähriger zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Das Landgericht Leipzig sprach den Mann unter anderem der tausendfachen Urheberrechtsverletzung und der Computersabotage schuldig. Doch weitere Betreiber - und Mitverdiener - von kinox.to sind weiter auf der Flucht - und die Seite selbst war bis jetzt auch online. Bis zuletzt waren dort Links zu aktuellen Blockbustern zu finden - täglich von Helfershelfern der flüchtigen Hintermänner aktualisiert.

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Kinox.to ist aktuell down

Tatsächlich steckt hinter Streaming-Seiten ein gigantisches Geschäftsmodell. Zum einen wird auf den Seiten mehr oder weniger seriöse Werbung angezeigt; schon damit verdienen die Seitenbetreiber angesichts der gewaltigen Zugriffszahlen jede Menge Geld. Zum anderen dürften die Drahtzieher auch gute Geschäfte mit den Betreibern der Plattformen machen, auf denen die Raubkopien letztlich gelagert und zum Abruf bereit gestellt werden.

Nutzer von Streaming-Seiten im Netz befinden sich nicht nur auf kinox.to - oder seinem Vorgänger kino.to - in einer rechtlichen Grauzone. Schauen sie sich dort etwa illegal bereitgestellte Filme an, stellt sich die Frage, ob sie sich des Raubkopierens schuldig machen. Das ist umstritten. Ob eine Abmahnung Bestand hätte, kommt zum Beispiel darauf ab, ob der Nutzer tatsächlich eine Kopie des Films auf seinem Rechner hat.

Einige Juristen sagen, beim Streaming finde in der Regel keine Kopie auf der Festplatte des Nutzers statt. Andere behaupten das Gegenteil. Eine höchstrichterliche Entscheidung dazu steht noch aus (Lesen Sie mehr zum Thema auch hier: Rechtliche Grauzone: Was Streaming-Nutzern droht ). (bo)

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