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Landkreis Dillingen

11.02.2021

4752 Euro für einen Baumstamm aus dem Landkreis Dillingen

Der Stamm mit dem höchsten Gebot auf dem Platz bei Leipheim/Riedheim ist im Januar dieses Jahr eine Eiche aus dem Landkreis Dillingen.
Foto: Johann Stuhlenmiller

Die Forstbetriebsgemeinschaft hat Stämme aus dem Landkreis Dillingen versteigert. Eine Dillinger Eiche schlägt alles. Warum das Holz so teuer war.

Über 470 Festmeter wertvolle und starke Einzelstämme aus Eichen-, Eschen- und Lärchenholz hat die Forstbetriebsgemeinschaft Dillingen (FBG) im November aus den Wäldern im Landkreis auf den Submissionsplatz nach Leipheim/Riedheim gebracht. Auch einzelne Stämme von Ulmen, Walnuss, Linde, Ahorn und Birne wurden angeliefert. Dort wurden die Stämme laut Pressemitteilung einzeln Käufern aus Deutschland und dem europäischen Ausland zum Kauf angeboten.

1379 Euro pro Festmeter des Dillinger Eichenstamms

Eine Submission ist der Verkauf zum schriftlichen Höchstgebot. Die Angebotseröffnung fand Ende Januar statt. „Die Ergebnisse für unsere Waldbesitzer können sich durchaus sehen lassen“, freute sich Geschäftsführer Johann Stuhlenmiller von der FBG. „Die Eichen erzielten wieder sehr gute Ergebnisse. Das höchste Angebot der Versteigerung für eine Eiche war 1379 Euro je Festmeter. Die Eiche wurde meistbietend an ein Furnierwerk in Karlstadt in Unterfranken verkauft. Erfreulich ist auch das Ergebnis der Lärchen, Eschen und Ulmen“, so Stuhlenmiller weiter.

Insgesamt wurden 1725 Festmeter Holz, das waren 1112 Einzelstämme, von 17 Institutionen oder Forstbetrieben aus ganz Schwaben nach Leipheim geliefert. Organisiert wird die Veranstaltung von den Forstbetriebsgemeinschaften Günzburg-Krumbach und Neu-Ulm. 60 Käufer hatten ein Angebot abgegeben. Lediglich 22 Stämme, also ein Prozent der Angebotsmenge, erhielten kein Angebot.

Der teuerste Einzelstamm kommt ebenfalls aus Dillingen

Der teuerste Einzelstamm der Submission war ebenfalls eine Eiche: Bei 4,81 Festmeter Holz erzielte diese einen Umsatz von 4752 Euro. Die Käufer verarbeiten das wertvolle Holz zu Möbeln, Weinfässern und Bodendielen. Die 24. Mittelschwäbische Laub- und Nadelwertholz-Submission wird von den Veranstaltern als großer Erfolg gewertet.

Die Ergebnisse sind Balsam für die Waldbesitzer, die aufgrund der hohen Schadholzmengen, verursacht durch den Borkenkäfer bei der Fichte, hohe Einbußen hinnehmen mussten.

Waldbesitzer und Förster werden auch im kommenden Herbst wieder wertvolle Einzelbäume aussuchen und nach Leipheim bringen, so die Organisatoren.

Der traditionelle Platzbegang in Leipheim kann heuer coronabedingt nicht stattfinden. Der Platz ist aber öffentlich zugänglich und das meiste Holz wird auch noch ein paar Tage dort liegen. (pm)

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