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Verkehr

20.07.2020

B492: Altlasten sorgen für Verzögerungen

Unerwartete Belastungen bremsen den Baufortschritt auf der Bundesstraße zwischen Hermaringen und Brenz

Bei der Erneuerung der Bundesstraße 492 zwischen Hermaringen und Brenz verzögern auch Altlasten im Boden einen schnelleren Bauablauf. Diese Information hat der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch laut Pressemitteilung erhalten. Stoch hatte zuletzt zugesagt, sich bei den Bauverantwortlichen zu erkundigen, nachdem Beschwerden über einen schleppenden Fortgang der Arbeiten und viel Stillstand auf der Baustelle laut geworden waren (wir berichteten).

Tatsächlich räumt das Regierungspräsidium Stuttgart in einer Stellungnahme an den Abgeordneten ein, dass der Eindruck eines schleppenden Baufortgangs entstehen könne: Ein Grund sei, dass man die weit über 200000 Kubikmeter Erdaushub an dem zwei Kilometer langen Lückenschluss aufwendig auf Belastungen untersuchen müsse. Jeweils 500 Kubikmeter Aushub würden separat zwischengelagert und dann beprobt, es dauere jeweils fünf Arbeitstage, bis die Ergebnisse feststünden und klar sei, ob der Aushub wiederverwendet werden könne. Tatsächlich kamen auf der Baustelle, die durch ein Gewässerschutzgebiet führt, auch unerwartete Altlasten zutage: Laut dem Regierungspräsidium mussten rund 5000 Tonnen teerhaltiger Aushub entsorgt werden, das Material musste dafür eigens nach Stuttgart gefahren werden. „Aufgrund der örtlichen Randbedingungen (beengte Platzverhältnisse, Bauverfahren, Linienbaustelle) ist es aktuell nicht möglich, weitere Arbeiten parallel durchzuführen“, heißt es seitens des Regierungspräsidiums. Tatsächlich seien aber vom Baubeginn am 6. Mai bis Ende Juni rund vier Millionen Euro in die Arbeiten geflossen.

Der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer persönlich hat Stoch schriftlich versichert, sein Baureferat und die beauftragte Baufirma Rossaro aus Aalen seien sich der Bedeutung der B492 für die Region „sehr bewusst“. Man werde „mit Nachdruck“ daran arbeiten, die Bauzeit und die damit verbundenen Beeinträchtigungen und Einschränkungen auf ein „erforderliches Minimum“ zu reduzieren, so Reimer. Die stattliche Bauzeit ergibt sich laut dem Regierungspräsidenten vor allem aus den speziellen Rahmenbedingungen, die B492 sei „bautechnisch wie logistisch eine besondere Herausforderung“.

„Mit einer Antwort vom Regierungspräsidenten persönlich hatte ich gar nicht gerechnet, aber das soll mir und unserer Gegend recht sein“, so Andreas Stoch laut Mitteilung. Er nehme die Auskunft als Anlass zur Hoffnung, dass die Bauarbeiten nach dem Ende der Altlastenprüfung ein übliches Tempo aufnehmen und sich die Entsorgung nicht auf den Zeitplan auswirken werde. „Ich werde dranbleiben“, verspricht Stoch. Angesichts der massiven Auswirkungen von Vollsperrung und Umleitungen dürfe man auf der B492 keinerlei Zeit verlieren. Stoch: „Der Regierungspräsident steht im Wort.“ (pm)

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