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Rotes Kreuz

10.01.2019

BRK-Bereitschaft Lauingen wäre gerne wieder in Lauingen

Mitglieder der BRK-Bereitschaft Lauingen kamen zum Fototermin mit der DZ. In der vorderen Reihe links: Bereitschaftsleiterin Katharina Bosling, hinter ihr ihre Stellvertreterin Karin Martschat und ihr Ehemann Frank Bosling rechts außen Wilhelm Nittbaur, BRK-Kreisbereitschaftsleiter.
Bild: Horst von Weitershausen

Das Einsatzzentrum ist nicht in der Albertus-Magnus-Stadt untergebracht, sondern in Dillingen. Die 48 Ehrenamtlichen wünschen sich Räume in der Heimatstadt – und hoffen auf Unterstützung

Gegründet am 7. April 1881 unter Führung des „Führers der freiwilligen Sanitäts-Colonne Lauingen, Ferdinand Zenetti“ ist in den Annalen zu lesen.

Die Rede ist von Schwabens älteste Sanitätskolonne und der zweitältesten Sanitätskolonne Bayerns. „Bis zum Beginn der 1990er Jahre war die Sanitätseinheit noch in Lauingen untergebracht“, berichtet Bereitschaftsleiterin Katharina Bosling. Doch mit dem Zusammenschluss der Einheiten Mödingen, Wittislingen, Lauingen und Gundelfingen zur BRK-Bereitschaft West musste die Bereitschaft zur Jahrtausendwende aus Platzgründen ins BRK-Einsatzzentrum nach Dillingen wechseln, berichtet die Bereitschaftsleiterin weiter.

Dabei gab es immer den Wunsch, doch wieder in Lauingen geeignete Räumlichkeiten zu finden, besonders seit dem Jahr 2012. „Denn ab diesem Zeitpunkt hieß es wieder BRK-Bereitschaft Lauingen im KV Dillingen“, so Katharina Bosling. „Auch wenn wir hier recht gut untergebracht sind“, sagt die stellvertretende Bereitschaftsleiterin Karin Martschat, „sollten wir sobald wie möglich günstige Räumlichkeiten in unserer Stadt Lauingen finden, wobei wir für diesen Fall auch auf die Hilfe der Stadt hoffen.“ Dies sei besonders für die Nachwuchsrekrutierung wichtig, erklärt Frank Bosling, der wie seine Frau ehrenamtlich für die BRK-Bereitschaft Lauingen tätig ist.

Denn gerade für Jugendliche sei es schwierig, zu den alle 14 Tage stattfindenden Übungsabenden nach Dillingen zu fahren. Diese seien jedoch für die medizinische und funktechnische Ausbildung sowie das Lernen der gesetzlichen Regelungen äußerst wichtig, sagt Katharina Bosling. Auf die Frage nach ihrer Finanzierung erläutert die Bereitschaftsleiterin, dass diese hauptsächlich über Sanitätsdienste bei Veranstaltungen von Vereinen oder Kommunen erarbeitet werden, wobei auch immer Spenden willkommen seien. Größere Anschaffungen wie beispielsweise ein Rettungsfahrzeug würden über den BRK-Kreisverband abgewickelt. „Wir, alle 48 aktiven Mitglieder der BRK-Bereitschaft Lauingen, machen hier ehrenamtlichen Dienst, auch wenn dadurch das Familienleben oder die Freizeit Einbußen hinnehmen muss“, fügt Bereitschaftsleiterin Bosling hinzu. „Dafür werden wir mit einem Superteam belohnt und so manche privaten Freundschaften sind entstanden“, sagt Karin Martschat. „Dies und der Wunsch zu helfen, lässt auch so manche Aggressionen gegen uns im Einsatz ertragen“, berichtete Frank Bosling und fügt in diesem Zusammenhang hinzu, dass die Hemmschwelle zu Pöbeleien und Aggressivität gegenüber den Einsatzkräften massiv gesunken sei. Besonders sei das bei Menschen unter Alkoholeinfluss der Fall.

Daher sei auch die Deeskalationsmanagement-Ausbildung äußerst wichtig, fügt Katharina Bosling an, um den Folgen dieser immer geringeren Wertschätzung der Arbeit entgegentreten zu können. Dennoch lassen sich die BRKler aus Lauingen nicht entmutigen, was an dem Einsatzstundenaufkommen der vergangenen Jahre nachzulesen ist: Wurden von der BRK-Bereitschaft Lauingen im Jahr 2016 noch 2024 Stunden mit rund 25 Helfern abgeleistet, so seien es 2018 mehr als 3600 Stunden mit rund 31 Helfern gewesen (jeweils inklusive Blutspendedienst). Die Tendenz steigt, was den ehrenamtlichen Kräften der BRK- Bereitschaft Lauingen in Zukunft noch mehr an Verzicht auf Freizeit und Familie mit sich bringen wird. „Dennoch machen wir alle unseren Job gerne“ sagt Katharina Bosling.

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