Aktion

09.08.2019

Basteln mit Alkohol

Paula und Leonie Buchholz, Leonie Reß (vordere Reihe von links), Nicola Heidl, Lina Reß und Janina Marm (hintere Reihe von links) bedrucken beim Ferienprogramm gemeinsam mit Annette Abold Fotoalben mit Tinte auf Alkoholbasis.
Bild: Tanja Ferrari

In Holzheim bedrucken die Kinder beim Ferienprogramm Fotoalben mit einer speziellen Tinte. Was es dabei alles zu beachten gibt.

Im Haus von Annette Abold ist die Stimmung großartig. Da wird fleißig mit Alkoholtinte gestempelt und gebastelt. „Ich biete bestimmt schon fast zehn Jahre einen Bastelnachmittag beim Ferienprogramm in Holzheim an“, sagt Annette Abold.

Egal ob Schmuckkreationen oder selbst gebastelte Karten – die Teilnehmer ihres Ferienkurses bekommen immer ein ganz individuelles Erlebnis. Dieses Jahr gestaltet die Rentnerin mit Tinte auf Alkoholbasis Fotoalben. „Das klingt schlimm, ist es aber nicht“, beruhigt sie die sechs Mädchen, die ihr gespannt zuhören.

Was die Tinte besonders macht

Das Besondere an der Tinte: Sie trocknet sehr schnell. Das hat zwar den Vorteil, dass die Kinder schnell an ihren Fotoalben weiterarbeiten können. Doch die Tinte kann auch genauso schnell austrocknen. „Ihr müsst nach dem Auftropfen sofort das Fläschen verschließen, sonst verdunstet die Farbe“, warnt Abold die Kinder.

Anette Abold bastelt mit sechs Mädchen Fotoalben. Zuerst wird auf Alufolie geübt.
Bild: Tanja Ferrari

Dass es heuer nur Mädchen sind, die an ihrem Bastelprogramm teilnehmen, überrascht die Holzheimerin ein wenig. Normalerweise seien auch Jungs in ihren Gruppen. Sie lächelt und erklärt: „Einmal hat ein Bub meinen Schmuckkurs mitgemacht, um für seine Freundin in den Ferien etwas zu basteln.“

Wie das perfekte Fotoalbum gelingt

Inzwischen haben die Mädchen alle zwei Farben ausgewählt und bereits begonnen, ihre Stempel damit einzufärben. Zuerst wird auf einer Alufolie geübt. „Lila ist meine Lieblingsfarbe“, sagt Janina Marm und tupft vorsichtig die ersten Punkte auf. Vor ein paar Jahren habe sie das Ferienprogramm schon mitgemacht und ebenfalls Fotoalben mit der Tinte gestaltet, erinnert sich die zwölfjährige Holzheimerin.

Links neben ihr hat Lina Reß bereits angefangen, das Fotoalbum zu gestalten. „Ich habe keinen richtigen Plan oder ein bestimmtes Muster im Kopf“, sagt sie. Stattdessen würde sie einfach loslegen und schauen, was sich ergebe. Dass das die richtige Strategie ist, findet auch Abold. Sie sagt: „Auch wenn die Kinder die gleichen Farben ausgewählt haben, entsteht immer ein ganz anderes Muster durch das Ineinanderlaufen – man muss einfach mutig sein.“

Welche Farben besonders besonders beliebt sind

Die neunjährige Nicola Heidl hat sich für ihr Album die Farben Grün und Braun ausgesucht. „Ich mag Grün, aber eigentlich ist Türkis meine Lieblingsfarbe“, erklärt sie.

Damit sie beim Basteln nicht ihre Kleidung ruiniert, hat sie extra eine Schürze mitgebracht. Da sie zu Hause öfter bastelt, ist das Drucken für sie keine große Herausforderung. Auch beim schwierigen Teil – dem Zusammensetzen des fertigen Albums mit den Schrauben – hat die Weisingerin keine Probleme. „Es hat großen Spaß gemacht und ich behalte das Fotoalbum definitiv für mich“, sagt sie stolz.

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