Newsticker

RKI meldet am Sonntag 14.611 neue Corona-Fälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Bezahlbaren Wohnraum für Familien geschaffen

Dillingen/Hausen

23.11.2018

Bezahlbaren Wohnraum für Familien geschaffen

Eine Linde gepflanzt: Über den Bauabschluss freuen sich (von links) Reimund Kudlek (Vorstand), Manfred Forscht (Aufsichtsrat), Franz Pfeifer (Vorstand), Altoberbürgermeister Hans-Jürgen Weigl (Aufsichtsrat), Oberbürgermeister Frank Kunz (Aufsichtsratsvorsitzender), Bernhard Adler (Vorstand), Ivana Jakesevic (Bewohnerin) und Christian Wiedemann (Baumschule Bunk, Lauingen).
Bild: Stadt Dillingen

Die Baugenossenschaft Dillingen hat ein Sechs-Familien-Haus im Ortsteil Hausen errichtet. Dort wohnen nun 23 Menschen.

Nach rund 15-monatiger Bauzeit freuen sich die Verantwortlichen der Baugenossenschaft Dillingen über ein soziales Wohnungsbauprojekt: Der Neubau eines Sechs-Familien-Wohnhauses an der Hildegardstraße in Hausen konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden. Den Schlusspunkt setzte dabei der Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Frank Kunz, im Beisein seiner Aufsichtsratskollegen und des Vorstands sowie eines Teiles der Bewohner mit der Pflanzung einer Winterlinde (Spende der Stadt) im Hausgarten des Wohnobjektes. Der Baum soll dabei laut Pressemitteilung nicht nur gestalterisch eine Rolle spielen, sondern auch den Wunsch nach Verbundenheit mit der Natur sowie Schutz und Geborgenheit und das Zusammenwachsen der Hausbewohner symbolisieren.

Entscheidung für das Projekt fiel 2016

Durch dieses Bauobjekt habe die Baugenossenschaft einmal mehr unter Beweis stellen können, dass die im Satzungszweck verankerte Leitlinie für eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung umgesetzt wurde. Vorstandsmitglied Franz Pfeifer erläuterte während der Feierstunde die Entwicklung des Bauvorhabens. Nach einer mehrjährigen intensiven Modernisierungsphase, überwiegend an Gebäuden Am Lustgarten mit Investitionskosten in Höhe von rund 13,8 Millionen Euro in den vergangenen zehn Jahren, sei der Wunsch nach Schaffung von neuem, bezahlbarem Wohnraum für Familien gewachsen. Schließlich fiel im Jahr 2016 die Entscheidung zur Errichtung der Wohnanlage im neuen Baugebiet Altheimer Feld II in Hausen. Zusammen mit dem Architekturbüro Riesenegger, Dillingen, und dem Ingenieurbüro für Haustechnik Stark, Lauingen, wurde das Projekt entwickelt und umgesetzt. Beide Partner verstanden es, so Pfeifer, eine ansprechende, bedarfsgerechte und zukunftsorientierte Immobilie zu planen und zu erstellen.

Vermietet wird an Familien mit Kindern

Trotz aller Sparsamkeit seien Funktionalitäten wie großzügige Balkone, Lüftung, Vermeidung von Barrieren und Medienversorgung ein Gebot der Stunde gewesen. Bewusst entschied man sich für einen Bau mit Keller, um den Familien mit Kindern genügend Stauraum bieten zu können. 95 Prozent der Baukosten in Höhe von 1,45 Millionen Euro flossen laut Pressemitteilung an Handwerker in der Stadt und der näheren Region. Finanziert wurden diese durch Eigenmittel in Höhe von 446.000 Euro, durch Zuschuss und Förderdarlehen des Freistaates Bayern über 754.000 Euro und Kapitalmarktdarlehen über 250.000 Euro. Für den Erwerb des Grundstücks hatte der Dillinger Stadtrat zudem einen Zuschuss gewährt. Mit der staatlichen beziehungsweise städtischen Förderung verbunden sind allerdings eine Belegungs- und Preisbindung auf die Dauer von 25 Jahren sowie die Vermietung an Familien mit Kindern. Aktuell belegt ist das Haus mit sechs Familien mit zwölf Erwachsenen und elf Kindern.

Oberbürgermeister Kunz wies auf die Bedeutung des sozialen Wohnungsbaus hin und dankte dem Vorstand für den Entschluss zur Errichtung der Wohnanlage. Gleichzeitig forderte er von der großen Politik, die bisher sehr hohen Hürden im sozialen Wohnungsbau zu senken, damit zukünftig noch mehr Anreize für Bautätigkeit in diesem Bereich geschaffen werden. (pm)

Lesen Sie dazu: Wohnraum in Lauingen geschaffen und erhalten

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren