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Blindheim/Buttenwiesen

26.08.2020

Blindheimerin wagt in der Corona-Krise den Neustart in Buttenwiesen

Verena Bauer hat einen Friseursalon in Pfaffenhofen.
Bild: Bunk

Plus Die Blindheimerin Verena Bauer hat schon in Fuerteventura Frauen und Männer die Haare frisiert. Jetzt hat sie einen Salon in Pfaffenhofen eröffnet. Auch wenn der Umsatz niedriger als geplant ist – Angst hat sie nicht.

Dass sie ihre Kunden mit einer Maske über Nase und Mund und dem Anmeldebogen zum Aufnehmen der Daten in der Hand empfangen würde, auf die Idee wäre Verena Bauer niemals gekommen.

Dennoch hat die 31-Jährige den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und ihr eigenen Friseursalon in Pfaffenhofen eröffnet – während der Corona-Pandemie. Nicht nur mutig, sondern vor allem ein großer Traum, der für sie in Erfüllung geht. Und dabei hat die junge Frau schon einiges während ihrer beruflichen Laufbahn erlebt.

In Riedlingen bei Donauwörth lernte die Blindheimerin ihr Handwerk

Ihr Handwerk gelernt hat die gebürtige Blindheimerin im Donauwörther Ortsteil Riedlingen. Dann führte sie ihr Weg nach Starnberg, doch sie wollte mehr erleben. So schaute sie im Internet nach einer neuen Herausforderung und suchte ein Land heraus, das ihr gefällt. Gelandet ist sie im Süden von Fuerteventura, wo sie in einem Hotel die Gäste frisierte und nebenbei noch spanisch lernte.

Von Fuerteventura ging es für die Blindheimerin weiter zum Münchner Flughafen

Verena Bauer erinnert sich aber: „Das hat mit Urlaub nichts zu tun. Im Ausland muss man mehr arbeiten als in Deutschland.“ Auch in einem Barbershop am Flughafen München, im Sicherheitsbereich im Terminal 2 hat sie viel erlebt und erzählt: „Das ist eine ganz eigene Welt dort. Da triffst du Gott und die Welt.“

Sechs Jahre war sie dann noch in Moosburg tätig, hat außerdem die Visagisten- und Kosmetikschule absolviert, inzwischen auch ihren Meisterbrief in der Tasche. Und ihr Weg hat sie inzwischen wieder nach Blindheim zurückgeführt.

Wie es im Buttenwiesener Ortsteil Pfaffenhofen jetzt weitergeht

Doch wie kommt man dann zu einem Friseursalon im Buttenwiesener Ortsteil Pfaffenhofen? Sie lacht und sagt: „Jetzt will ich mir was für die Zukunft aufbauen.“ Da kam ihr der leerstehende Laden bei der Bäckerei, der schon früher ein Friseursalon war, gerade recht. Im Januar hat sie ihn besichtigt und alles für die Eröffnung Anfang Mai in die Wege geleitet.

Dann kam Corona und mit der Schließung sämtlicher Friseursalons entschloss sie sich, den Start von „Vrenis Haararchitektur“ auf Anfang August zu verschieben. Sie dachte: „Bis ich aufmache, ist die Maske weg.“

Weit gefehlt. Im Eingangsbereich fällt jetzt gleich der Desinfektionsmittelspender ins Auge. Der Anmeldebogen für die Kunden ist vorbereitet und muss ausgefüllt werden, der Platz muss desinfiziert sein. Zusätzliche Kosten, die kein Friseur vorher einkalkulieren musste. Außerdem: „Ich muss viel mehr Zeit für eine Kundin einplanen“, weiß sie.

Der Umsatz der Blindheimerin ist niedriger als geplant, denn noch ist sie zuversichtlich

Und auch wenn schon viele Bekannte oder neue Kunden den Weg in ihr Geschäft gefunden haben, so ist der Umsatz niedriger als geplant. Aufgrund der Corona-Auflagen kann sie nicht, wie üblich, schnell weitere Kunden einschieben.

Angst vor der Zukunft hat sie aber keine, denn sie ist sich sicher, dass Friseure ständig gebraucht werden: „Haare wachsen immer und die Leute wollen sich wohlfühlen.“ So hat sie auch schon eine Mitarbeiterin eingestellt, die Mitte September bei ihr anfangen wird. Trotz Corona-Krise. Denn: „Im Team zu arbeiten ist immer schöner.“

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