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Corona-Maßnahmen: Mindestens aus Respekt einhalten

Kommentar Von Simone Bronnhuber
28.08.2020

Plus Altenpfleger und Betreuer gehen im Alltag mit den Corona-Maßnahmen sorgsam um. Denn sie wollen ihre Risikopatienten schützen. Das ist vorbildlich.

Insgesamt 25 Bewohner des Pro-Seniore-Heims in Bissingen sind vor wenigen Wochen in einem beängstigend rasantem Zeitraum gestorben. Sie alle wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Die Diskussion, ob ihr Tod allein auf Covid-19 zurückzuführen ist, oder „nur“ ein letzter Auslöser war, ist nicht nur sinnlos, sie ist entwürdigend. Es sind Menschen gestorben, es trauern Partner, Töchter, Söhne und Enkelkinder um ihre Lieben.

Das Pro-Seniore-Heim hat seit Monaten keine positiven Coronatests

Gott sei Dank hat die Bissinger Einrichtung das Virus in den Griff bekommen. Seit Monaten gab es keine positive Tests mehr – sowohl bei den Bewohnern als bei den Mitarbeitern. Das ist nicht selbstverständlich, sondern für alle eine Riesenherausforderung. Wer also glaubt, es sei zu viel verlangt, für den kurzen Supermarkt-Einkauf eine Maske anzuziehen oder auf dem Gehweg kurz stehen zu bleiben, um mit genügend Abstand aneinander vorbeizugehen, der täuscht sich. Das Motzen über die Hygienevorschriften muss in den Ohren von Mitarbeitern oder Bewohnern eines Heimes – oder anderen ähnlichen Einrichtungen – wie blanker Hohn klingen.

In der Lauinger Elisabethenstiftung ist glücklicherweise kein weiterer Mensch aktuell mit dem Coronavirus infiziert. Das ist das Ergebnis nach den zweiten Tests. Das liegt sicherlich daran, dass Leitung und Personal seit Monaten die Schutzmaßnahmen penibel genau einhalten – zum Schutz ihrer Mitmenschen. Und dazu zählen nicht nur Senioren oder Menschen mit Behinderung, die dort leben, sondern auch ihre Familien, Freunde oder Kollegen. Jeden Tag.

Pflegepersonal trägt große Verantwortung

Dabei wird oft vergessen: Alle haben auch ein Privatleben. Und selbst dann sind sie eingeschränkter als unsereins – zumindest schauen sie selbst noch genauer hin oder es wird genauer hingeschaut. Denn Menschen, die in der Pflege oder ähnlichen Berufen arbeiten, haben nicht nur Jobs mit großer Verantwortung. Sie sorgen und kümmern sich um die Schwächeren unserer Gesellschaft. Immer schon und seit Ausbruch der Pandemie extrem.

Ist es da wirklich zu viel verlangt, dass wir beim Shoppen oder im Supermarkt eine Maske aufziehen? Völlig losgelöst von der Diskussion, welche Maßnahmen was bringen oder nicht. Es geht doch viel mehr um Respekt den Menschen gegenüber, die keine Wahl haben.

Lesen Sie den Bericht dazu: Der „Corona-Alltag“ in Altenheimen

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