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Covid-19

18.08.2020

Corona-Pandemie: „Jetzt beginnt die zweite Welle“

In der Lauinger Einrichtung gibt es einen bestätigten Corona-Fall.
Bild: Veh

Plus Im Landkreis Dillingen gibt es laut Gesundheitsamt täglich mehr Verdachtsfälle. Bewohner und Mitarbeiter der Lauinger Elisabethenstiftung warten derweil auf ihre Ergebnisse.

Jetzt heißt es abwarten. Insgesamt circa 50 Mitarbeiter und Bewohner der Lauinger Elisabethenstiftung sind am Dienstagvormittag auf das Coronavirus getestet worden. Nachdem am Montag bekannt wurde, dass ein 79-jähriger Bewohner der Einrichtung positiv auf Covid-19 getestet wurde, wurden weitere Tests durchgeführt. Vor Ort war Dr. Uta-Maria Kastner, Leiterin des Dillinger Gesundheitsamtes. Sie wurde vom Personal unterstützt, wie sie sagt. „Frühestens am Donnerstag gibt es erste Ergebnisse“, sagt sie auf Nachfrage. In der Elisabethenstiftung seien alle notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen sofort umgesetzt worden, unter anderem gibt es laut Kastner Schleusenfunktionen und die Bewohner haben Einzelzimmer.

Der Mann hatte Fieber

Wo beziehungsweise bei wem sich der 79-jährige Senior mit dem Virus angesteckt hat, sei aktuell nicht nachvollziehbar. Er war wie berichtet im Krankenhaus getestet worden. „Der Mann hatte Fieber und wurde, wie jeder bei der Aufnahme gescreent und getestet“, schildert Kastner den Fall. Doch das Ergebnis des ersten Tests sei negativ gewesen; erst der Zweite war positiv. Das sei laut Leiterin des Gesundheitsamtes nicht ungewöhnlich, sie erklärt: „Ein Test ist keine hundertprozentige Aussage. Je nach Krankheitsstadium kann er unterschiedlich ausfallen.“

Stand Dienstag war der Mann der Einzige bestätigte Covid-19-Fall im Dillinger Krankenhaus. Parallel dazu tauchen laut Dr. Kastner jedoch jeden Tag mehr Verdachtsfälle im Landkreis auf. Deswegen vermutet sie: „Jetzt beginnt die zweite Welle.“

Bis zwei Tage vor Ausbruch der Symptome

Auch das Contact-Tracing-Team sei sehr eingespannt. Es wird gerade neu aufgestellt. Wie berichtet, vervollständigen diese Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Meldungen über Krankheitsfälle ans Robert-Koch-Institut über Symptome, Krankheitsverläufe oder Vorerkrankungen, die teils erst im Nachhinein erhoben werden konnten. Wird jemand positiv auf Covid-19 getestet, muss er seine intensiven Kontakte dem Gesundheitsamt melden. Auf die Liste gehören die Personen, mit denen man bis zwei Tage vor Ausbruch der Symptome näheren Kontakt hatte. Das Team ruft dann die Betroffenen an.

Teils wird ein Abstich erforderlich und sie müssen in Quarantäne. „Das Problem ist nur, ein Test gibt keine Garantie. Es gibt falsch-positive und falsch-negative Ergebnisse. Deswegen sollte man sich nachtesten lassen“, sagt Kastner. Und sie appelliert weiterhin an die Menschen, die AHA-Regeln einzuhalten, also Abstand, Hygiene und Alltagsmasken. „All das hilft, um die Weiterverbreitung des Coronavirus’ zu verlangsamen“, betont die Ärztin.

Jeder hat eine Schutzausrüstung

In der Lauinger Elisabethenstiftung sind diese Regeln seit Ausbruch des Virus Standard. Und mittlerweile seien die Einrichtungen laut Kastner auch gut ausgerüstet. Inzwischen trage jeder eine Schutzausrüstung. „Das Personal zählt nicht mehr zu den Kontaktpersonen, wir testen es trotzdem“, erklärt sie.

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