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Lutzingen

28.05.2020

Damit sich die Kinder beim Spielen nicht verletzen

In der Gemeinde Lutzingen müssen die Spielplätze saniert werden. Bei einer turnusmäßigen Überprüfung sind vereinzelt Mängel nachgewiesen worden. So auch beim Spielplatz in der Lutzinger Bachstraße (Bild).
Bild: Karl Aumiller

Plus In Lutzingen fragt man sich, wer die Reparaturen an den Spielplätzen übernimmt. Zudem kämpft die Gemeinde mit einer Kakerlakenplage – immer noch.

Ein Gemeinderat hat nicht immer leichte Entscheidungen zu treffen. Bisweilen steht man vor kleineren und größeren Problemen. So auch in Lutzingen, wovon die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Montagabend zeugt. Eines dieser Probleme sind unter anderem die Spielplätze in Lutzingen und Unterliezheim. Laut Bürgermeister Christian Weber seien bei der letzten Überprüfung kurz nach seinem Amtsantritt nicht allzu viele Mängel und Defekte festgestellt worden. Aber: „Das gehört auf jeden Fall gemacht“, sagt er bei der Sitzung. Laut Weber sind in der Lutzinger Bachstraße das Karussel, der Kletterturm, die Förderanlage für Kies und Sand und die Einzäunung an sich betroffen, in Unterliezheim die Rutsche. Hier gebe es Fall- und Fangstellen, an denen sich die Kinder zum Teil erheblich verletzen könnten.

Morsche Bretter an der Seilbahn

Gemeinderat Peter Hitzler merkte an, dass sowohl an der Kletterwand als auch an der Seilbahn einige Bretter morsch geworden seien und schon seit längerem ausgebessert werden müssten. Die Frage, wer diese Reparaturen durchführen soll, sorgte für eine rege Diskussion. Der Vorschlag von Weber, ein externes Schreinerunternehmen zu beauftragen, stieß nicht wirklich auf Zustimmung. „Das könnte ja die Elterninitiative übernehmen, schließlich haben die auch die meisten Spielgeräte aufgebaut“, schlug Gemeinderätin Irene Rieder vor. Ihr schloss sich Tobias Schön an. Laut Schön würden die Reparaturen am Spielplatz am Badeweiher auch ehrenamtlich von der Feuerwehr durchgeführt, daher könnten die Eltern das ja auch bei den Spielplätzen machen.

Weber bemerkte, dass gewisse Arbeiten aber von einem Spezialisten durchgeführt werden müssten. „Außerdem werden sich manche Eltern denken: Wieso sollen wir das machen, wenn es die Gemeinde versäumt hat?“ Daraufhin bot Schön, der als Schreiner arbeitet, seine Hilfe an. „Kein Problem, das kann ich schon machen, aber nicht allein und vor allem ziemlich zeitnah.“ Somit beschloss der Gemeinderat, Schön gemeinsam mit der Elterninitiative mit dieser Aufgabe zu betrauen.

Neue Spielgeräte für den Spielplatz Lutzingen

Das geplante neue Spielgerät für den Spielplatz in Lutzingen geriet dabei beinahe in den Hintergrund. Man habe sich die Angebote von verschiedenen Herstellern angeschaut und sich für eine Anlage im Wert von rund 5500 Euro entschieden. Damit können vor allem Kleinkinder unter drei Jahren spielen und sich daran austoben. Die Errichtung der Anlage wird ebenfalls von der Elterninitiative übernommen. „Wir sind froh und dankbar darüber, dass die Eltern das übernehmen. Vor allem, weil wir damit wieder einen Beitrag zur Familien- und Kinderfreundlichkeit leisten können und unsere Spielplätze für alle Kinder attraktiv machen.“

Ein weiteres Problem befindet sich in der Kanalisation. So müssen sich die Lutzinger schon seit einiger Zeit mit der Orientalischen Küchenschabe herumplagen. Der Bereich vom „Stock“ bis zum Feuerwehrhaus sei davon besonders betroffen. Zuletzt habe man eine Schädlingsbekämpfungsfirma in Augsburg beauftragt, die aber nur punktuell gegen das Ungeziefer vorgegangen sei. Weber habe daher Gespräche mit einem anderen Unternehmen aufgenommen. So habe man dort vorgeschlagen, den Hauptherd zu suchen und dort verstärkt Fallen aufzustellen, sowie in einem bestimmten Umkreis um den Hauptherd. Dem schloss sich Gemeinderat Bernd Schrell an. „Wir hatten das ja schon in der Vergangenheit weitreichend diskutiert und schon damals gesagt, dass wir vorrangig den Hauptherd finden müssen.“

Wie kriegt man die Kakerlaken endgültig los?

Eine erfolgreiche Schädlingsbekämpfung sei aber laut Weber nur mit der Unterstützung der Mitbürger möglich. „Es wurden ja auch in zwei landwirtschaftlichen Anwesen Fallen aufgestellt, wofür wir freundlicherweise die Genehmigung der Eigentümer bekommen haben.“ Künftig will sich die Gemeinde also über die Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt bei der Rechtsabteilung des Bayerischen Gemeindetags über Präzedenzfälle informieren und bessere Möglichkeiten, ein Einvernehmen mit Anliegern zu schaffen.

Ein offenes Bücherregal wie in Blindheim

Weiterhin wurde über kulturelle Themen wie die Errichtung eines Offenen Bücherregals am Bürgerhaus sowie den Premiumwanderweg „Sagenhaft“ und die Lauschtour „Sagenhaftes rund um den Goldberg“ gesprochen. Weber erörterte vergangene Gespräche mit Senioren in der Gemeinde sowie dem Blindheimer Bürgermeister Jürgen Frank, wo ein solches Bücherregal auf durchweg positive Resonanz stoße. Mit der günstigen Errichtung des Bücherregals wurde ebenfalls Schön als Schreiner beauftragt. Der Gemeinderat und Rieder stellten bereits im Vorfeld den Antrag, den Premiumwanderweg sowie die dazugehörige Lauschtour instandzusetzen. Weber zufolge fehlen dort bestimmte Markierungen am Weg und Beschilderungen, worum sich der Verein Donautal-Aktiv kümmern werde. Laut den Verantwortlichen sei der Weg in Ordnung, jedoch seien zwei der am Weg befindlichen Sitzbänke mit der Zeit morsch geworden, was auch die Antragsteller bestätigten.

Außerdem wird durch Beschluss des Gemeinderats am Lutzinger Friedhof ein Container aufgestellt. Damit will die Gemeinde die bisher problematische Entsorgung von Grünabfällen in den Griff bekommen. Der Container soll zu bestimmten Zeiten zugänglich sein, die noch bekannt gegeben werden.

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