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Analyse

26.02.2018

Das Umland ist blau, die Kernstadt orange

Das Wahlergebnis in Höchstädt ist denkbar knapp, die Wahlbeteiligung niedrig

Bis zum siebten Stimmbezirk lag Matthias Letzing (CSU) vorne – wenn auch nur ganz knapp. Das Ergebnis aus der Stadt hat dann aber den Unterschied gemacht: Gerrit Maneth (FW) gewinnt die Bürgermeisterwahl mit 53,76 Prozent. Letzing kommt auf 46,26 Prozent der gültigen Stimmen. So lautet das vorläufige Wahlergebnis, das am morgigen Dienstag offiziell vom Wahlausschuss noch bestätigt werden muss. 218 Stimmen machten am Schluss bei der Höchstädter Bürgermeisterwahl den Unterschied.

Die Wahlbeteiligung lag bei nur 56,44 Prozent. Von 5163 Wahlberechtigten haben 2914 ihre Stimme abgegeben, davon waren 14 ungültig. Darunter fallen 882 Briefwähler. Höchstädts Geschäftsstellenleiter Achim Oelkuch erklärte gestern Abend: „Insgesamt ist die Wahlbeteiligung schwach, aber die Stadtteile waren stark.“ In der Gunst der Umland-Wähler stand eindeutig CSU-Kandidat Matthias Letzing. Dafür punktete Gerrit Maneth von den Freien Wählen im Stadtkern und hatte dort deutlich Abstand zu Letzing. Im Detail: Kernstadt Höchstädt (gesamt): Letzing 35,05 Prozent, Maneth 64,95 Prozent. In Deisenhofen haben dagegen mehr als 80 Prozent der Wähler für Letzing gestimmt, in Oberglauheim waren es 67,86 Prozent, in Schwennenbach 77,39 Prozent, in Sonderheim 68,32 Prozent. Bei den Briefwählern hatte wiederum Maneth die Nase vorn – 56,58 Prozent.

Ein Déjà-vu-Erlebnis für die Höchstädter. Schon 2014 bei der Stichwahl zwischen Hildegard Wanner (CSU) und Stefan Lenz (FW) sah das Ergebnis verblüffend ähnlich aus. Lenz gewann damals mit 53,4 Prozent gegenüber der damaligen Amtsinhabern Wanner, die es auf 46,6 Prozent schaffte. Aber: Auch die CSU-Kandidatin lag in den Stadtteilen deutlich vorne. Vor vier Jahren gaben ebenfalls die Wähler der Kernstadt den Ausschlag.

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