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Landkreis Dillingen

05.01.2019

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Dillingen bleibt dynamisch

Ein Mann sitzt in der Bundesagentur für Arbeit.
Bild: Julian Stratenschulte/dpa (Symbol)

Die Arbeitslosenquote im Kreis Dillingen steigt geringfügig. Es gibt gleichzeitig aber auch viele freie Stellen.

Die Arbeitslosenquote stieg im Dezember geringfügig auf 1,8 Prozent. Im November lag sie bei 1,7 Prozent. „Aktuell sind 973 Menschen arbeitslos gemeldet; zwar 38 mehr als im Vormonat, aber 51 weniger als vor einem Jahr. Aufgrund der milden Witterung verzeichnen wir bisher nur geringfügige Zugänge bei den Außenberufen“, berichtet Richard Paul, Leiter der Agentur für Arbeit Donauwörth.

Fachkräfte zu finden ist schwierig

Durch die anhaltend gute konjunkturelle Lage hätten die Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte zu finden. „Wir haben zwar mehr Stellen als Arbeitslose gemeldet, doch stimmen die aktuellen Qualifikationen der Stellensuchenden oftmals nicht mit dem Anforderungsniveau der Betriebe überein“, erklärt Paul. Zur Sicherung des Fachkräftebedarfes gibt es jetzt noch mehr Möglichkeiten, sowohl die Firmen und deren Beschäftigte als auch Arbeitslose zu unterstützen. Das ab 1. Januar dieses Jahres in Kraft getretene Qualifizierungschancengesetz verbessere die Weiterbildungsförderung für alle Beschäftigten, deren berufliche Tätigkeiten aufgrund von Digitalisierung oder Strukturwandel bedroht sind oder die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben. „Ebenso wurden die beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten für arbeitslose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer flexibilisiert, und diese können sich damit qualifikatorisch breiter aufstellen“, sagt Paul weiter.

426 Menschen vormals Arbeitslose einen Job gefunden

Bei den älteren Arbeitnehmern ab 50 Jahre beträgt die Arbeitslosenquote im aktuellen Monat 2,0 Prozent. Das entspricht 390 Personen. 218 ausländische Arbeitslose und 126 Menschen mit Behinderung suchen eine Beschäftigung. Von den 973 arbeitslos gemeldeten Menschen waren am Stichtag 620 Personen (plus 62 zum Vormonat) bei der Agentur für Arbeit und 353 beim Jobcenter Dillingen (minus 24 zum Vormonat) gemeldet. Der regionale Arbeitsmarkt weist laut Pressemitteilung weiterhin eine hohe Dynamik auf. Insgesamt haben sich 462 Menschen neu arbeitslos gemeldet. 426 Personen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Zur Besetzung seien von den Arbeitgebern insgesamt 1035 offene Stellen gemeldet (75 mehr als im Vorjahr). Davon waren 799 Stellen in Vollzeit, 103 in Teilzeit und 133 in Voll- oder Teilzeit.

Teilzeitbeschäftigung nimmt zu

Bei über 80 Prozent der gemeldeten Stellen liegen die Anforderungen auf Fachkraftniveau oder höher. 41,8 Prozent der Stellen sind von Arbeitnehmerüberlassungsfirmen gemeldet. „Äußerst erfreulich sind die neuesten Zahlen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung vom Juni 2018“, betont Paul. Im Landkreis standen 33.873 Menschen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Das sei ein Plus von 834 oder 2,5 Prozent innerhalb eines Jahres. Einen großen Anteil an der Steigerung haben Zuwanderer, vor allem aus Ländern der Europäischen Union, mit 40,4 Prozent. Die Beschäftigung von Personen ab 55 Jahren bis zur Regelaltersgrenze habe ebenfalls um 7,9 Prozent (absolut 466) zugenommen. „Wir beobachten auch einen Anstieg in der Teilzeitbeschäftigung. Immer mehr Betriebe bieten Arbeitszeitmodelle mit reduzierter Zeit an, um Fachkräfte zu binden und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen“, erläutert der Agenturleiter. Nach Branchen betrachtet gab es die stärkste Zunahme im Verarbeitenden Gewerbe (+448 oder +3,8 Prozent), am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung bei der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-54 oder -5,8 Prozent). (pm)

So war die Situation im November: Arbeitslosigkeit im Landkreis „sensationell niedrig“

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