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Wer bin ich?

02.09.2020

Der Bliensbacher Bub aus dem Böhmerwald

Unser gesuchter Promi ist auf dem Foto ganz rechts neben seiner Zwillingsschwester und seinem älteren Bruder zu sehen. Na, wer lacht da so keck?
Bild: privat

Heute suchen wir einen ehemaligen Polizisten, der als Kind gerne mit seinen Freunden im Wald Räuber und Gendarm spielte

Um vom Alltagsstress runterzukommen, genießt er die Ruhe insbesondere bei seinen zahlreichen Fahrradausflügen im Donauried und in den Westlichen Wäldern. Kein Wunder, war doch sein ganzes Leben vom ersten Tag an sehr aufregend. In den Wirren des Zweiten Weltkriegs 1943 in Neumark im Böhmerwald geboren, wurde er zwei Jahre später gemeinsam mit seinen Eltern, seiner Zwillingsschwester, seinem älteren Bruders und den Großeltern nach Bayern vertrieben. Vom Hörensagen weiß er, dass die Vertreibung von Tschechien nach Bayern vor allem Vater und Mutter einiges abverlangte. In Baierfeld bei Monheim im Landkreis Donau-Ries fand die Familie ihre erste Bleibe. Schon zwei Jahre später erfolgte der Umzug nach Bliensbach bei Wertingen, wo der heute 77-Jährige noch immer lebt und seinen Ruhestand genießt.

An seine Kindheit erinnert sich unser heutiger „Promi“ trotz der damaligen Armut sehr gerne. Vor allem an ein Weihnachtsfest Anfang der 1950er-Jahre, als auf dem Gabentisch ein Gummiball lag. „Endlich konnten wir damit so richtig bolzen“, blickt der spätere Fußball-Fan auf diese Zeit zurück. Doch nicht nur der Gummiball hatte es dem Bliensbacher Buben angetan, mit seinen Schulfreunden ging er am Nachmittag oft in den nahe liegenden Wald, um dort Räuber und Gendarm zu spielen. „Mit Pfeil und Bogen natürlich“, lacht unsere heutige „Wer bin ich? -Person.

Gut möglich, dass der im Sternzeichen Krebs geborene Lausbub bei den „Duellen“ mit seinen Mitschülern seine spätere Liebe zur Polizei entdeckte. Doch bevor er bei den Ordnungshütern 1965 eine dreieinhalbjährige Ausbildung begann, lernte er nach acht Jahren Volksschule in Bliensbach den Beruf eines Webers in Augsburg. Doch das war nicht sein Ding. Schon bald erkannte er, dass die Textilbranche Schwierigkeiten zu bewältigen hatte. Bei der Polizei konnte er seinen Tatendrang ganz anders ausleben: An „Räuber-und-Gendarm-Spiele“ war in seinem zweiten Beruf zwar nicht zu denken, „der Job war aber bis zum Eintritt in den Ruhestand spannend und hat großen Spaß gemacht“, sagt der dreifache Vater und fünffache Opa.

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Nicht nur im Beruf, auch bei der Ausübung seines Hobbys blühte der Bliensbacher auf. Als Fußballer war ihm eine längere Karriere zwar nicht gegönnt, dafür aber als Schiedsrichter. Bereits drei Jahre nach der Prüfung wurde er im Kreis Donau zum Lehrwart gewählt. Von 1982 bis 1990 übte er dieses Amt auf. Danach wurde er Obmann (bis 1998), und von 2004 bis 2014 Lehrwart bei der „schwarzen Zunft“. Bei etlichen Spielen stand er selbst auf dem Platz. „Wenn mich jemand verarschen wollte, gab es die rote Karte“, bezeichnet er sich als „strengen Schiri“. Mit der Pfeiferei ist es bei ihm längst vorbei, dem Fußballsport ist der Anhänger des FC Bayern München aber weiter stark verbunden. Zunächst als Spielleiter (seit 2014) und jetzt als Boss im Kreis Donau (seit 2018) hat er das Sagen. Insbesondere zu den jetzigen Corona-Zeiten ist dieses Hobby aufregender denn je. Weiß doch auch er nicht genau, wie es in den nächsten Wochen und Monaten mit dem Spielbetrieb bei den Amateuren weitergeht.

Wissen Sie, wen wir heute suchen? Dann machen Sie mit bei unserem Sommerquiz. So geht es: Sie notieren sich nacheinander alle Namen von unserem Quiz, die Sie kennen. Nach den Sommerferien schicken Sie uns dann ihre Liste mit den Namen. Entweder per Mail an redaktion@donau-zeitung.de, Betreff Sommerquiz, oder per Post an Donau-Zeitung, Redaktion, Große Allee 47, 89407 Dillingen. Bitte denken Sie unbedingt an Ihre Adresse und Telefonnummer. Einsendeschluss ist Dienstag 15. September. Parallel dazu veröffentlichen wir in unserer heutigen Ausgabe wieder einen Coupon in unserer Zeitung, in den Sie alle gesuchten 35 Namen eintragen können. Mitmachen lohnt sich: Je mehr Promis Sie erraten, umso höher ist Ihre Gewinnchance. Wir verlosen fünf Gastro-Gutscheine vom Storchennest in Fristingen, vom Schlössle in Finningen, vom Gasthof Stark in Gottmannshofen, vom Café Madlon in Wertingen und vom Lauinger Kannenkeller. Und wenn Sie eine Folge verpasst haben - kein Problem: Im Internet finden Sie alle bisherigen Kinderbilder und die Berichte darüber. "


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