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Dillingen

24.11.2018

Der Landkreis Dillingen baut

Wie auf dem Foto deutlich zu erkennen, ist der Anbau des Landratsamtes nicht nur finanziell ein Großprojekt.
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Wie auf dem Foto deutlich zu erkennen, ist der Anbau des Landratsamtes nicht nur finanziell ein Großprojekt.
Bild: Archivfoto: Peter Hurler

Aktuell wird nicht nur das Landratsamt in Dillingen erweitert. Auch an mehreren Schulen wird gebaut. Dabei klappt es nicht überall reibungslos.

Noch muss sich der Kreistag des Landkreises Dillingen in „kuschliger Runde“, wie Landrat Leo Schrell mit einem Augenzwinkern sagt, im Saal der Kreissparkasse zur Sitzung treffen. Noch – denn in der Sitzung am Freitag wird klar, lange müssen die Kreisräte nicht mehr auf ihren neuen Sitzungssaal warten. Derzeitiger Planungsstand ist: Im Februar 2019 sollen die ersten Umzüge aus dem Bestandsgebäude in den Neubau stattfinden, im April soll die Bestandssanierung beginnen. Laut Thomas Kraus, Leiter des Kommunalen Hochbaus, bewegt sich das Projekt im Kosten- und Terminplan. Insgesamt sind circa 5,6 Millionen Euro für den Neubau eingeplant, die aktuellen Kosten belaufen sich auf rund 3,9 Millionen Euro. Das bestehende Landratsamtgebäude wird seit Mai dieses Jahres energetisch und brandschutztechnisch saniert. Daher könne der Haupteingang und das Foyer ab 26. November bis Ende April nicht genutzt werden, erklärt Peter Hurler, Sprecher des Landratsamtes. An der Nordostseite steht ein barrierefreier Eingang zur Verfügung.

Das Landratsamtsgebäude in Dillingen soll Fotovoltaik erhalten

Die Maßnahme ist in zwei Bauausführungen unterteilt, die erste läuft seit Mai und soll laut Kraus April 2019 abgeschlossen sein. Die zweite Ausführung soll Mai 2019 beginnen und bis Februar 2020 beendet sein. Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf knapp sechs Millionen Euro, davon sind aktuell knapp 900 000 Euro in Anspruch genommen worden. Der erste Bauabschnitt wird mit 500000 Euro durch die Regierung von Schwaben gefördert und durch das Karlsruher Institut für Technologie begleitet. Auch in der zweiten Bauausführung gibt es Förderungen, so etwa 321000 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Wenn alle Maßnahmen abgeschlossen sind, wird das erweiterte Landratsamtsgebäude unter anderem über eine moderne Wärmedämmung, Regenwasserversickerung und den KfW-Standard 55 verfügen. Auf Nachfrage von SPD-Kreistagsmitglied Wolfgang Konle, welche Dämmung denn verwendet werde, erklärt Kraus: „Hier kommt Mineralwolle zum Einsatz.“ SPD-Kreistagsmitglied Reinhold Sing sagt, er freue sich besonders über die Möglichkeit, nun das Regenwasser nutzen zu können. Landrat Schrell kann eine weitere Frage von Sing zur zukünftigen Nutzung von Fotovoltaik positiv beantworten. „Das neue Gebäude verfügt über ein geneigtes Flachdach, damit können wir es für Fotovoltaik nutzen.“

Fertigstellung des Sailer-Gymnasiums in Dillingen zieht sich noch etwas hin

Ein weiteres Großprojekt des Landkreises ist das Johann-Michael-Sailer Gymnasium in Dillingen. Als die Bauarbeiten für das Gebäude 2015 begannen, ging der Landkreis noch von etwa zwei Jahren Bauzeit aus – und rechnete mit über 30 Prozent niedrigeren Baukosten (wir berichteten). Nun sollen die Außenanlagen bis Jahresende fertiggestellt sein, das Untergeschoss kann allerdings erst 2019 saniert werden. Auf den Schulbetrieb soll das keinen Einfluss haben. Der aktuelle Kostenstand beträgt gut 18,2 Millionen Euro, darin ist eine Förderung in Höhe von circa 6,1 Millionen Euro enthalten. Schulklassen zogen nach den Osterferien in den auf das Bestandsgebäude aufgesetzten Neubau ein, andere Klassen folgten nach den Sommerferien. Der Bau bietet nun eine eine Vorrüstung für Fotovoltaik auf dem Dach und Rigolen für die Regenwasserversickerung. Das Gebäude entspricht dem KfW-70 Standard. Um den KfW-55 Standard zu erreichen, wie Sing während der Sitzung nachgefragt hatte, müsste laut Schrell das Kellergeschoss gedämmt werden. Auf den Landkreis kämen noch einmal 300000 - 500000 Euro Mehrbelastung zu. Als CSU-Kreistags-Mitglied Thomas Demel wissen will, ab wann die Fotovoltaik-Anlage installiert werde, verweist Schrell auf die Feststellung der endgültigen Baukosten. Erst dann könne man an Fotovoltaik denken, sagt der Landrat.

Aufgrund der Hochkonjunktur und der damit gestiegenen Baukosten beläuft sich die Gesamtsumme der Erweiterung und des Umbaus der Donau-Realschule Lauingen auf 6,3 Millionen, statt ursprünglich kalkulierter 5,2 Millionen Euro. Der Kostenstand beläuft sich auf 338 000 Euro. Die Baumaßnahmen laufen seit August und sollen Dezember 2019 beendet sein. Das Projekt wird mit 1,4 Millionen Euro gefördert. Für die weitere Planung sucht der Landkreis Baufirmen. Die nach der Erweiterung frei werdenden Räume sollen zwischen November 2019 und August 2020 umgebaut werden.

Anmerkung: Ursprünglich stand in diesem Text, dass die Sailer-Schulklassen erst im Jahr 2019 umziehen. Wir haben das korrigiert.

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