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Gundelfingen

17.01.2019

Die Bauarbeiten am Kindergarten gehen weiter

Bei der Kita St. Martin in Gundelfingen tut sich derzeit einiges. 2018 wurde die Einrichtung saniert, die Arbeiten sind kurz vor Weihnachten zu Ende gegangen. Jetzt stehen zwei Anbauten an. Einer davon kommt dorthin, wo auf dem Bild der Rasen zu sehen ist. Der Hügel wird woanders wieder aufgeschüttet.
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Bei der Kita St. Martin in Gundelfingen tut sich derzeit einiges. 2018 wurde die Einrichtung saniert, die Arbeiten sind kurz vor Weihnachten zu Ende gegangen. Jetzt stehen zwei Anbauten an. Einer davon kommt dorthin, wo auf dem Bild der Rasen zu sehen ist. Der Hügel wird woanders wieder aufgeschüttet.
Bild: Stadt Gundelfingen

Nach knapp einem Jahr ist die Sanierung in der Kita St. Martin in Gundelfingen abgeschlossen. Doch mit zwei Anbauten stehen die nächsten Maßnahmen bereits an.

Immerhin für die Kinder war es spannend. Knapp ein Jahr lang gingen die Handwerker ein und aus und werkelten in der Einrichtung – für die Kleinen durchaus ein Ereignis. Die Verantwortlichen der Kindertagesstätte St. Martin in Gundelfingen dagegen dürften erleichtert sein. Seit Weihnachten ist die Sanierung in der Kita abgeschlossen.

Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1977. Jetzt, mehr als 40 Jahre nach der Eröffnung, hat die Kita ein neues, modernes Erscheinungsbild bekommen. Es hat sich einiges getan. Die Böden sind neu, und auch die Sanitärbereiche sind komplett erneuert worden. Damit ist ein Problem von früher gelöst. Bislang führte lediglich ein enger, verschlungener Weg zur Toilette. Für Betreuer und Putzkräfte war der Weg zu eng. Die neuen WCs haben nun einen einfachen Zugang über eine Türe. „So ist auch die Privatsphäre der Kinder gewahrt“, sagt Stefanie Hanl, die Leiterin der Einrichtung. Dazu kam eine neue große Verteilerküche für die rund 75 Essenskinder, ein barrierefreies WC, und auch der Personalbereich wurde modernisiert. „Jede Gruppe hat einen neuen Wickeltisch, und für drei Gruppen haben wir neue Möbel bekommen“, ergänzt Stellvertreterin Vera Hefele. Beide sind zufrieden mit dem neuen, freundlicheren Erscheinungsbild, und auch die Kids seien begeistert gewesen.

Das Provisorium war eine Herausforderung

Auch der Architekt der Maßnahme, Dieter Domes, ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Es ist so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir mussten ja immer ‚just in time‘ arbeiten, und mit dem Austausch der Wärmedämmung unter den Decken haben wir mehr gemacht als ursprünglich geplant“, sagt er laut einer Pressemitteilung der Stadt. Zusätzlich wurde in der Kindertageseinrichtung auch noch der Brandschutz erhöht.

Die Kosten von rund 570000 Euro wurden demnach von zwei Seiten geschultert. Die Diözese Augsburg steuerte ein Drittel, also 189800 Euro, bei. Den Rest übernahm die Stadt mit 380200 Euro.

Bis zum Ende der Bauarbeiten, die zwischen vergangenem Januar und Dezember gelaufen sind, hatten sich die 27 Erzieherinnen immer wieder umstellen müssen, schließlich sollte der laufende Betrieb aufrechterhalten werden. „Es war schon eine Herausforderung, denn die Gruppen mussten jeweils zwei Monate ins Provisorium im Turnraum ziehen“, erzählt Hanl. Dort wurde mithilfe einer Holzwand ein eigener, abgetrennter Bereich geschaffen, um dort vorübergehend eine Gruppe zu beheimaten. Dafür haben alle mit angepackt. Vor allem die Mädchen und Buben hätten beim Aus- und Einräumen der Spielsachen aus den Gruppenräumen tatkräftig mitgeholfen.

Doch das Provisorium hat noch nicht ausgedient. Ab 1. Februar bekommt die Kita St. Martin 15 neue, altersgemischte Plätze. Der Platz für sie muss erst geschaffen werden – mit einem Anbau an der Ostseite. Auf einer Fläche von gut 170 Quadratmetern sollen Gruppen-, Wickel-, Schlaf-, Abstell-, Spielzeug- und Nebenraum sowie eine Bewegungsfläche entstehen. Der Anbau kommt dahin, wo derzeit ein Hügel steht. Der ist bei den Kindern sehr beliebt, wie Hanl berichtet. Dort toben die Kinder besonders gerne und lassen sich im Winter auch mal hinunterrutschen. Deswegen soll der Hügel, der dem Anbau weichen muss, an einer anderen Stelle wieder aufgeschüttet werden. Während der Anbau entsteht, werden die neu hinzugekommenen Kinder im Turnraum untergebracht.

Das eine Projekt ist nicht alles

Doch das eine Projekt ist noch nicht alles. In einem bestehenden Nebengebäude, das bislang als Lagerfläche genutzt wird, soll ein Speiseraum entstehen, der auch als Besprechungszimmer zum Einsatz kommen kann. Auch Küche und WC sollen dort unterkommen. In einem daran anschließenden, zweiten Erweiterungsbau soll unter anderem ein neuer Schlafraum geschaffen werden. Gerade der wird dringend benötigt. Immer mehr Kinder erhalten eine Ganztagsbetreuung und brauchen Platz für einen Mittagsschlaf. Der vorhandene Schlafraum reicht nicht mehr aus – zumal der Raum vormittags noch als Therapieraum genutzt wird. „Bislang müssen wir jeden Tag die Betten auf- und abbauen, das ist unpraktisch“, sagt Vera Hefele, die stellvertretende Leiterin.

Die Pläne für die Umbaumaßnahmen stehen. Auch die voraussichtlichen Kosten sind bekannt. Insgesamt gut 1,5 Millionen Euro sind veranschlagt. Dieser Betrag wird zwischen der Stadt Gundelfingen und der Diözese Augsburg aufgeteilt. Wer welchen Anteil übernimmt, ist noch unklar. Ein Gespräch Mitte Februar zwischen Stadt und Diözese soll die Kostenverteilung klären.

Dann soll das Projekt auf den Weg gebracht werden. „Wenn alles glattläuft, könnten die Bauarbeiten bis Januar 2020 abgeschlossen sein“, schätzt Manfred Herzog. Er ist ehemaliger Kirchenpfleger und betreut die Maßnahmen in St. Martin weiterhin. Aber er weiß: Der Zeitplan ist sportlich. (mit pm)

Tag der offenen Tür Ein Bild vom Umbau und von der Kita können sich Interessierte am Samstag, 19. Januar, machen. Dann gibt es von 10 bis 12 Uhr einen Tag der offenen Tür. Eltern, die ihre Sprösslinge ab dem Kindergartenjahr 2019/20 unterbringen möchten, haben die Gelegenheit, sich vorab anzumelden. Dazu werden Stefanie Hanl und Vera Hefele die Arbeit dort vorstellen.

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