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23.10.2020

Die Kulturtage 2021 finden statt – aber wie?

Werden Chöre bei den Kulturtagen 2021 im Landkreis Dillingen auftreten können? Die Verantwortlichen planen derzeit ein Programm im Konjunktiv. Alles hängt davon ab, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt. Unser Bild zeigt das Vokalensemble Bissingen. Die Frauen sangen 2019 bei der Verleihung der Herbstzeitlosen.
Bild: Karl Aumiller

Die Verantwortlichen planen derzeit das Programm. Einige Veranstaltungen sind fix terminiert

Anton Kapfer und seine Mitstreiter sind ein eingespieltes Team. Seit Jahren planen sie die Kulturtage im Landkreis Dillingen. Doch die Vorbereitungen für das Programm im Herbst 2021 sind schwierig. Anton Kapfer, der der Vorsitzende des Trägervereins „DLG-Kultur und Wir“ ist, sagt: „So problematisch war es noch nie.“

Die Corona-Krise zwingt das Koordinationsteam dazu, ein „Kulturprogramm im Konjunktiv“ auf die Beine zu stellen. Je nachdem wie sich die Pandemie entwickelt, können einzelne Veranstaltungen im Oktober 2021 durchgeführt werden, oder eben auch nicht. Wie schnell sich die Lage ändern kann, haben die vergangenen Tage gezeigt. Konkret plant das Team mit zwei Varianten – sprich mit vier oder fünf Veranstaltungen in Eigenregie durch den Trägerverein.

„Wir müssen kleinere Brötchen backen“, bringt es Kapfer auf den Punkt. Das liege auch daran, dass unklar sei, wie hoch die Sponsorengelder ausfallen werden. Sicher ist, dass es bei den Kulturtagen keine Schwerpunktregion und kein umfangreiches Programmheft geben wird. Wegfallen werden auch die Erinnerungsgeschenke für die Aktiven.

Fix steht dagegen der Termin für die Eröffnung der Landkreis-Kulturtage am 1. Oktober 2021. Dabei soll es jeweils einen Beitrag aus den bisherigen Schwerpunktregionen geben. Diese sind das Kesseltal, Oberes Zusamtal/Laugnatal, Bachtal, Gemeinden der VG Höchstädt, Unteres Zusamtal mit der Stadt Wertingen und dem Aschberggebiet sowie die Donau-Städte und ihre Partner. Das Koordinationsteam wird auf die Kommunen zugehen und um Vorschläge bitten. Allerdings gibt es noch Unwägbarkeiten. Die dann geltenden Corona-Bestimmungen werden vorgeben, wie viele Besucher zu dieser Veranstaltung kommen dürfen und ob es beispielsweise möglich sein wird, Chöre auftreten zu lassen.

Sicher stattfinden wird laut Kapfer die Erkundung der drei zuletzt errichteten Wegekapellen der Siegfried und Elfriede Denzel-Stiftung. Diese Veranstaltung findet im Freien statt. Somit dürfte es dabei keine Probleme mit den Abständen zwischen den Besuchern geben.

Ebenfalls vorgesehen ist die Verleihung des Kulturpreises „Herbstzeitlose“. Bei dieser Veranstaltung kann notfalls die Besucherzahl niedrig gehalten werden.

Für die abschließende Veranstaltung hat das Organisationsteam zwei Möglichkeiten durchgedacht. Zum einen könnte es ein Kirchenkonzert in der Basilika in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Dillinger Basilikakonzerte geben. Ob dieses stattfinden wird, hängt allerdings von der Zuschauerzahl ab, die dann zugelassen werden würde. Die zweite Variante sieht einen Abschluss im Rahmen von „25 Jahre Erinnerungs- und Kulturarbeit in der Alten Synagoge Binswangen“ vor. Als Festredner stünde Ludwig Spaenle, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe bereit.

Je nach Pandemielage soll es bei den Kreiskulturtagen 2021 Veranstaltungen des Kreisjugendrings beziehungsweise des Kreisjugendamtes speziell für die jüngere Generation geben. Kapfer erklärt: „Wir werden das Forum bieten, in dem sich junge Leute einbringen können.“

Geplant sind beispielsweise ein Konzert der Jugendkapellen des ASM oder ein Kreischorkonzert des Chorverbandes. Ob diese dann auch stattfinden können, wird sich zeigen. Außerdem soll es noch weitere Veranstaltungen geben. Bis zum 20. November sollen dafür die Rückmeldungen beim Trägerverein eingehen.

Vorgesehen sind Literaturangebote für Schulen und Erwachsene unter dem Motto „Anstiftung zum Lesen“. Kapfer hofft, dass diese Veranstaltungen durchgeführt werden können, da beispielsweise ein Autor mit Mundschutz in die Klasse kommen kann.

Corona wirbelt nicht nur die Vorbereitung der Kulturtage durcheinander. Auch der Förderverein wäre beinahe ohne Führung dagestanden. Der Grund: Das Team an der Spitze wollte die Leitung abgeben. Doch die für April geplante Versammlung samt der Neuwahl musste abgesagt werden. Damit der Verein weiterhin agieren konnte, erklärte sich die Führungsspitze bereit, weiterzumachen und die Koordination der Landkreis-Kulturtage 2021 nochmals in die Hand zu nehmen. Anton Kapfer erklärt: „Die Planung und Vorbereitung macht viel Arbeit, aber auch Spaß. Wir wollen der breiten Bevölkerung die Kultur nahe bringen.“ Außerdem sei es dem Team ein Anliegen, den Künstlern gerade in Zeiten von Corona ein Forum zu bieten.

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