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Natur

08.11.2019

Die Schöpfung als Geschenk Gottes begreifen

60 Jahre lang sind die Jubilare Mitglieder der Kreisjägervereinigung Dillingen: (von links) Vorsitzender Helmut Jaumann, Karl Kirner (Gersthofen), Rudi Blaschke (Pfaffenhofen), Erich Gnugesser (Schwenningen), Eugen Schirm (Gundelfingen), Klemens Wunderle (Lauingen) und Zweiter Vorsitzender Richard Kraus.
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60 Jahre lang sind die Jubilare Mitglieder der Kreisjägervereinigung Dillingen: (von links) Vorsitzender Helmut Jaumann, Karl Kirner (Gersthofen), Rudi Blaschke (Pfaffenhofen), Erich Gnugesser (Schwenningen), Eugen Schirm (Gundelfingen), Klemens Wunderle (Lauingen) und Zweiter Vorsitzender Richard Kraus.

Die Hubertusfeier der Kreisjägervereinigung Dillingen bietet die Gelegenheit, sich auf die wichtigen Aufgaben zu besinnen. Was jungen Jägern in Dillingen mit auf den Weg gegeben wird

Während der Predigt bei der Hubertusmesse in der Dillinger Basilika bringt es Wolfgang Schneck auf den Punkt. Der Stadtpfarrer weist die Gottesdienstbesucher darauf hin: „Du bist der Sohn, die Tochter Gottes, diese Welt ist ein Geschenk an dich.“ Dies sollte Motivation für die Menschen sein, mit der ihnen anvertrauten Schöpfung gestalterisch umzugehen. Max Steinwinter von der Jagdhornbläsergruppe Dillingen, welche die Hubertusmesse musikalisch gestaltete, regt die Anwesenden mit des „Jägers Fragen“ von Hans H. Milles ebenfalls zum Nachdenken an. Die enden: „Oh Jäger, wenn du nie wirst fragen nach der ausgestreckten Hand, verzeih, dann lass dir sagen, hast du den Schöpfer nicht erkannt.“

Dass sich die Mitglieder der Kreisjägervereinigung Dillingen stets mit der Natur verbunden fühlen, den Tierschutz und die Ethik im Blick haben, betont Vorsitzender Helmut Jaumann ebenfalls in der anschließenden Feier am Sonntagabend im Stadtsaal. „Sie hegen und pflegen, so wie es der Heilige Hubertus tat, der durch die Begegnung mit Jesus vom leidenschaftlichen Jäger einen Sinneswandel erfahren hat“, sagt Jaumann. Das notwendige Wissen geben sie laut Pressemitteilung auch an ihrer Jagdschule am Haus der Jäger in Wertingen weiter. Somit ist der Höhepunkt der Hubertusfeier die Übergabe der Jägerbriefe, die für 51 Männer und Frauen bereit liegen, die im vergangenen Jahr ihre Prüfung erfolgreich abgelegt hatten. „Der erste Schlag soll dich zum Jäger weihen“, gibt ihnen Helmut Jaumann mit auf den Weg, während er mit dem Waidblatt die linke Schulter des jungen Jägers oder der jungen Jägerin berührt. „Der zweite Schlag soll dir Waidgerechtigkeit verleihen“, so lauten die Worte beim Berühren der linken Schulter, anschließend senkt sich das Blatt des edlen Messers auf den Kopf des Jungjägers: „Der dritte Schlag sei ein Gebot: Was du nicht kennst, das schieß nicht tot.“

Helmut Jaumann begrüßt unter anderem als Vertreter des Bauernverbandes den Kreisobmann Klaus Beyrer und Kreisbäuerin Annett Jung. Er sagt, dass bei den heutigen Schwierigkeiten des Waldes nicht das Rehwild der Hauptschädling sein könne und sagt: „Wald mit Wild passt besser als Wald vor Wild.“ Deshalb sei es wichtig, immer im Gespräch zu bleiben.

Zahlreiche Ehrungen stehen ebenfalls auf der Tagesordnung. Zu den Jubilaren, die für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden, sagt Jaumann: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, euch zu danken, ihr habt die Kreisjägervereinigung mitgestaltet.“ Dillingens Oberbürgermeister bringt seine Verbundenheit mit den Jägern zum Ausdruck: „Ich schätze die gute Zusammenarbeit das ganze Jahr über.“ Er schätze es, dass die Jäger die Anwaltschaft für das Wild übernehmen, da es sich selbst nicht verteidigen könne. Denn sie beobachten laut Frank Kunz die Tiere in Wald und Feld und nehmen somit auch die Veränderungen wahr, die vor sich gehen.

Wie Kunz erwähnt Landrat Leo Schrell die Unstimmigkeiten und negativen Schlagzeilen bezüglich des Bayerischen Jagdverbands, die die öffentliche Wahrnehmung von den wichtigen Aufgaben abgelenkt habe. Schrell erklärt: „Ihr Beitrag zum Natur- und Umweltschutz, zum Schutz der Lebensräume unserer Wildtiere und zur Gestaltung und Pflege von Hecken, Feldgehölzen, Waldsäumen und Feuchtgebieten ist vorbildhaft und braucht sich vor den Aktivitäten anderer Naturschutzgruppen in keiner Weise zu verstecken.“ Deshalb nutzte er die Gelegenheit, „die vorbildliche und verantwortungsvolle Arbeit für Wild und Wald, Mensch und Natur“ zu würdigen: „Ich kenne Sie als Menschen, die Achtung und Ehrfurcht vor der Natur und ihren Geschöpfen vorleben und den Auftrag ernst nehmen, die Schöpfung in all ihrer Schönheit zu bewahren.“ (pm)

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