1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Diese Reiseziele empfehlen heimische Experten

Dillingen

10.06.2019

Diese Reiseziele empfehlen heimische Experten

Pfingsten ist Urlaubszeit. Auch bei uns im Landkreis Dillingen haben viele ihre Koffer bereits gepackt – oder sitzen auf gepackten Koffer. Dass Urlaub daheim aber auch schön und vielseitig sein kann, sagen unsere Experten.
Bild: sdecoret, Fotolia.com

Plus Wer jetzt noch spontan ans Meer will, muss tiefer in die Tasche greifen. Reiseexperten aus dem Landkreis Dillingen haben Tipps, wo es bei uns Zuhause auch schön ist

Viele Familien liegen vermutlich schon an einem Strand und sonnen sich im Süden. Andere packen schnell noch den Koffer – und dann los. Pfingsten ist Urlaubszeit. Aber wohin geht es dieses Mal? Gibt es Trends? Lieblingsländer? Welche Auswirkung hat die politische Lage mancherorts auf den Tourismus? Und welche Alternativen bietet der Urlaub in heimischen Gefilden? Wir haben unsere Reiseexperten im Landkreis Dillingen gefragt.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Als All-inclusive-Ziel unverändert hoch im Kurs stehe auch dieses Jahr der Mittelmeerraum von Spanien über Griechenland bis hin zur Türkei, sagt Katharina Holl vom Reisebüro „Reisetreff Point“ in Dillingen, aber auch Bulgarien und Ägypten seien nach wie vor beliebt. Was kurzentschlossene Familienurlaube angehe, sei die preisliche Lage mitunter schwierig. „Grundsätzlich gilt: Je früher gebucht wird, desto besser“, so Holl, ansonsten brauche es einfach ein bisschen Glück. Attraktive Angebote für Reisen mit Kindern gebe es hingegen im Bereich der Schiffsreisen. So sei der Nachwuchs bis zu einem bestimmten Alter beispielsweise auf Kreuzfahrten entweder vergünstigt oder gar kostenlos mit an Bord.

Vermehrt wird Urlaub daheim gemacht

Es werde auch wieder verstärkt nach regionaleren Urlaubszielen gefragt. „Was Deutschland angeht, wird vor allem Bayern oder Österreich gebucht, aber auch Nord- und Ostsee sind Alternativen“, so Holl. Da die Strecke von Nordschwaben bis an die deutsche Küste jedoch relativ weit sei und die „Schön-Wetter-Garantie“ fehle, würden die meisten Autoreisenden nach wie vor die andere Himmelsrichtung nach Italien und Kroatien einschlagen.

Diese Reiseziele empfehlen heimische Experten

Bei Destinationen mit schwierigen politischen Verhältnissen hat Katharina Holl einen persönlichen Ratschlag: „Wenn man ungutes Gefühl bei einem bestimmten Land hat, sollte man sich für ein anderes Ziel entscheiden.“ Andernfalls bestehe die Gefahr, dass man die Zeit vor Ort nicht als Urlaub empfinde. Neben Erholung gehe es den allermeisten ihrer Kundinnen und Kunden nämlich vor allen Dingen um einen sorglosen Urlaub.

Gabriele Schwarzer, Inhaberin vom Reisebüro Dillingen, sagt: „Ich würde niemanden zu einem Urlaubsort überreden“. Trotz allem sei gerade die Türkei als Zielort wieder mehr im Kommen. Gleiches gelte insbesondere für Griechenland. Was Mittel- oder Langstrecke bei Flugreise betreffe, gäbe es einen Unterschied zwischen Sommer- und Wintersaison. Zwar werden auch für die kommenden Monate Urlaube in weiter Ferne gebucht, beispielsweise Rundreisen oder Städtetrips in die USA, der Großteil plane seinen Sommerurlaub jedoch rund ums Mittelmeer. „In Kalabrien wird an Hotels und Anlagen gerade sehr viel gemacht“, sagt Schwarzer und erklärt so den neuen Trend zu Urlaub an der Spitze des italienischen Stiefels. Auch sie beschreibt einen, seit mehreren Jahren anhaltenden, Zuwachs an Kreuzfahrten, vor allem im Norden, beispielsweise in der Ostsee oder entlang der norwegischen Küste. Das Thema des CO2-Ausstoßes durch Urlaubsreisen spiele in Kundengesprächen eher keine Rolle. In Richtung kurzentschlossene Familienurlaubern sagt Schwarzer: „Wir bekommen Sie noch unter.“ Allerdings können die Preise je nach Wunschort durch-aus stark variieren.

Nicht mehr viele Schnäppchen für Familien

Das sagt auch Wolfgang Reiss von Thomas Cook in Wertingen: „Von wirklichen Schnäppchen für Familien kann diesen Sommer keine Rede mehr sein.“ Ein Elternpaar beispielsweise, das mit zwei Kindern eine Woche all-inclusive Urlaub auf Mallorca verbringen wolle, müsse mit Kosten von 3000 bis 3500 Euro rechnen. Trotz der politisch mitunter angespannten Situation werde, aufgrund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses nach wie vor viel in Ägypten Urlaub gemacht. Dass eine solche Lage den Tourismus vor Ort vollkommen zerstören könnte, habe das Beispiel Tunesien gezeigt, erklärt Reiss. Mit der Insel Djerba sei die Branche dort in diesem Jahr nun wieder ganz langsam angelaufen. Auch er bestätigt den Trend zu Schiffsreisen - was die Zielorte von Flugreisen angehe, gäbe es jedoch keinen Hotspot, es werde kunterbunt gebucht.

Aber muss man für Erholung und Urlaubsgefühl auch zwangsläufig verreisen? „Nicht unbedingt“, sagt Yvonne Streitel von Donautal-Aktiv. Der Verein kümmert sich vor allem um die Tourismusförderung im Dillinger Land sowie in Kooperation mit dem Landkreis Günzburg auch im gesamten Schwäbischen Donautal. „Die Naherholung vor der Haustüre wird manchmal ein bisschen unterschätzt“, sagt sie. Man verfüge im unmittelbaren Umland um eine der seenreichsten Regionen in ganz Bayern.

Im Landkreis Dillingen lässt es sich prima baden

An vielen Seen seien neben Badespaß weitere Aktivitäten geboten, beispielsweise mit Wasserski- und Wakeboard-Seilbahn am Gufi-See in Gundelfingen und bei Turncable Thannhausen oder mit Schnuppergolfen am Dillinger Almsee. Wer online nach Donautal-Touren sucht, stößt auf zahlreiche ausgearbeitete Rad- und Wandertouren. „Was Länge und Schwierigkeit betrifft, ist für jeden Geschmack etwas dabei“, sagt Streitel. Mithilfe moderner Technik bekommt die Radtour einen besonderen Pepp. Mit der „Donautal-Quiztouren-App“ auf dem Smartphone rauf auf’s Fahrrad und losgeht die „Energie-Quiztour“, eine Schleife zwischen Lauingen, Gundremmingen, Offingen und Gundelfingen.

An verschiedenen Quizpunkten werde Wissen zum Thema Energiewende vermittelt, und gleich wieder abgefragt, erklärt Streitel. Beim Wandern gibt es besondere „Lauschtouren“, beispielsweise rund um den Lutzinger Goldberg. An bestimmten Punkten entlang der Wege erklingen über eine App die Stimmen von Menschen aus der Region, die über Besonderheiten an den jeweiligen Orten berichten. Wer unter Urlaub zwingend Übernachtungen außerhalb der eigenen vier Wände verstehe, finde, so Streitel, beispielsweise im „Urlaub-auf-dem-Bauernhof“-Angebot oder in regionalen Ferienwohnungen viele Alternativen.

Aufgrund der reichhaltigen Natur- und Gewässerlandschaft ziehe es von allerorts Menschen ins Schwäbische Donautal.

Lesen Sie mehr zum Thema Reisen:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren