Startseite
Icon Pfeil nach unten
Dillingen
Icon Pfeil nach unten
Dillingen
Icon Pfeil nach unten

Dillingen: Der Dillinger Orgelsommer 2021 und eine Welturaufführung

Dillingen

Der Dillinger Orgelsommer 2021 und eine Welturaufführung

  • |
  • |
  • |
    13 Orgelmatineen sollen zwischen Juni und September 2021 in der Dillinger Basilika stattfinden. Ein hochkarätiges Programm ist dafür zusammengestellt worden. Die Orgel, im Bild die Sandtner-Orgel in der Dillinger Basilika, ist das Instrument des Jahres 2021.
    13 Orgelmatineen sollen zwischen Juni und September 2021 in der Dillinger Basilika stattfinden. Ein hochkarätiges Programm ist dafür zusammengestellt worden. Die Orgel, im Bild die Sandtner-Orgel in der Dillinger Basilika, ist das Instrument des Jahres 2021. Foto: Axel Flierl

    Die Dillinger Basilikakonzerte sollten auch 2021 wie seit über einem Jahrzehnt nicht nur zu einem musikalischen Höhepunkt im Kulturleben des Landkreises, sondern auch zu einem spirituellen Angebot der Pfarrei St. Peter werden. Davon sind die Organisatoren überzeugt, die die Konzertreihe konzipierten.

    International renommierte Organisten aus Deutschland und ganz Europa sind eingeladen, den 13 Orgelmatineen zwischen Juni und September 2021 besonderen Glanz zu verleihen. Das Management von der Konzeption bis zur Durchführung erforderte ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement. Axel Flierl als Spiritus Rector und künstlerischer Leiter sowie Paul Olbrich als Vorsitzender des Fördervereins Dillinger Basilikakonzerte haben alle Vorbereitungen für das diesjährige Programm trotz der andauernden Corona-Krise abgeschlossen.

    Sie haben wie seit 15 Jahren ein hochkarätiges Programm mit internationalen Gastkünstlern aus ganz Europa zusammengestellt. Was waren aufgrund der aktuellen Entwicklungen ihre ersten Gedanken?

    Olbrich: Wie im vergangenen ist auch in diesem Jahr nicht zu realisieren, wie lang sich die Entwicklung der Pandemie auch auf unsere Konzerte auswirken wird. Als die längerfristigen Folgen deutlich wurden und immer mehr andere Veranstalter ihre Pläne korrigieren mussten, haben wir uns bewusst auch in diesem zweiten Jahr entschieden, aus innerstem Interesse heraus langfristig zu warten. Flierl: Viele Kulturinteressierte und Orgelfans warten sehnsüchtig auf echte Live-Konzerte, schon wegen des gerade bei der Orgelmusik so faszinierenden Erlebnisses der Akustik.

    Was Besucher des Orgelsommers beachten sollten

    Unsere Ausdauer hat sich auch schon im letzten Jahr gelohnt: Wir können wieder ein besonderes Angebot für alle Klassikfans anbieten – und wir freuen uns auf ein erwartungsvolles, neugieriges Publikum. Angesichts der wachsenden Kritik aller Kulturschaffenden an der massiven Einschränkung der Kunstfreiheit befinden wir uns als kirchlicher Veranstalter in einer privilegierten Lage. Daraus ergibt sich aber auch der Auftrag, notleidenden freischaffenden Musikern ein Forum zu geben. Darin folgen wir gerne dem diesbezüglichen Aufruf unseres Bischofs Bertram.

    Sie beginnen am Samstag, 19. Juni, zur gewohnten Zeit um 11.15 Uhr mit den Veranstaltungen. Gibt es für die Besucherinnen und Besucher besonderes zu beachten?

    Olbrich: Ich bitte um Verständnis, das sich hier die Auflagen permanent ändern. Ich ersuche deshalb darum, der jeweiligen Ankündigung in der Zeitung eventuelle Änderungen zu entnehmen. Aktueller Stand ist, dass eine Anmeldung nicht erforderlich ist. Lediglich ersuchen wir, eine Schutzmaske mitzubringen und die üblichen Abstandsregeln einzuhalten. Es gilt auch zu bedenken, dass die Besucherzahl durch die Abstandsregel auf 140 bis ca. 155 Personen begrenzt ist und deshalb ein frühzeitiges Erscheinen zu empfehlen ist. Nach Erreichen der Höchstbesucherzahl ist leider kein Einlass mehr möglich. Der Eintritt ist frei, wir ersuchen jedoch um eine angemessene Spende nach dem Konzert. Hinzu kommt, dass aktuell noch keine (Kirchen-)Konzerte möglich, Gottesdienste und Andachten jedoch erlaubt sind. Daher werden die Matinéen des Orgelsommers in diesem Fall als geistliche Orgelmeditationen stattfinden.

    Was der Orgelsommer für den Landkreis Dillingen bedeutet

    Doch jetzt zu den inhaltlichen Fragen: Haben Sie für die Veranstaltungen weitere PR Maßnahmen eingeleitet?

    Olbrich: Wir hatten in den letzten Jahren den Bayerischen Rundfunk und den Fernsehsender a.tv zu Gast, die sich beide auch heuer wieder angesagt haben. Auch die Augsburger Allgemeine wird über den Orgelsommer berichten. Wie in den letzten Jahren sind auch die Service Clubs Rotary und Lions wieder unsere Partner. Außerdem informieren wir über unsere Website www.dillinger-basilikakonzerte.de mit Plakaten und einer eigenen Broschüre, die detailliert das gesamte Jahresprogramm enthält.

    Sehen Sie in der Konzertreihe auch eine Werbung für den Landkreis und die Stadt Dillingen?

    Olbrich: Selbstverständlich erwarten wir mit dem Erfolg des Orgelsommers auch diese erfreuliche Nebenwirkung. Der Besuch unserer Veranstaltungen ist für viele auswärtige Besucher bis aus den Metropolregionen Ulm, Augsburg oder München eine willkommene Gelegenheit, den Charme der historischen Altstadt mit seinen vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und seiner (hoffentlich) geöffneten vielfältigen Gastronomie näher kennenzulernen.

    Internationale Künstler werden in Dillingen erwartet

    Die Dillinger Orgelkonzerte zeichneten sich schon immer durch die Einladung von Organisten aus anderen Ländern aus. Wie sieht es dieses Jahr mit der Internationalität aus?

    Paul Olbrich (links) und Axel Flierl freuen sich auf den Dillinger Orgelsommer 2020.
    Paul Olbrich (links) und Axel Flierl freuen sich auf den Dillinger Orgelsommer 2020.

    Flierl: Aufgrund der aktuellen Situation müssen wir permanent darauf gefasst sein, die Konzerte kurzfristig umzubesetzen. Wie Sie aber unserem momentanen Programm entnehmen können, erwarten wir heuer hervorragende Künstler aus der Schweiz, Österreich, Italien, Spanien, Dänemark, Polen und Tschechien.

    Olbrich: Wir bedauern sehr, unsere bisherigen äußerst erfolgreichen Konzertveranstaltungen mit über 2500 Besucherinnen und Besuchern unter den gegebenen Umständen ggf. verändern oder verkürzen zu müssen, was neben den gesetzlichen Vorgaben auch mit eventuellen Künstler zusammenhängt.

    Ein solch anspruchsvolles Programm muss auf eine gesicherte finanzielle Grundlage gestellt werden. Finden Sie hinreichend Sponsoren?

    Olbrich: Es ist schon eine gewisse Anstrengung, immer wieder um Unterstützung zu bitten. In dieser Hinsicht gilt unser großer Dank vor allem den ortsansässigen mittelständischen Firmen, den einheimischen Banken und den Service Clubs, die uns seit Jahren kontinuierlich großzügig unterstützen, auch in der Corona-Pandemie! Dagegen zeigen die im Landkreis ansässigen Niederlassungen von Großkonzernen sowie deutschlandweit tätige einheimische Unternehmen auf höfliche Anfrage, sich am kulturellen Angebot ihres Standorts zu beteiligen, nur selten eine Reaktion. (So kommen zwei Musiker aus dem Landkreis Dillingen durch die Pandemie)

    Ein Sonderkonzert ist auch schon geplant

    Was erwarten Sie sich von diesem Jubiläums-Orgelsommer anlässlich des 15-jährigen Bestehen des beliebten Festivals?

    Olbrich: Es werden Veranstaltungen, die sich hoffentlich unter diesen Rahmenbedingungen nicht noch einmal wiederholen. Wir vom Förderverein wünschen uns, unseren Besucherinnen und Besuchern eine Rückkehr zum real erlebten kulturellen Leben zu ermöglichen. Die vernachlässigte „emotionale Seele“, die inzwischen allgemein registriert wird, soll bei unseren Konzerten neue Kraft finden.

    Flierl: Nach der Anerkennung von Orgelbau und Orgelmusik in Deutschland als immaterielles Weltkulturerbe durch die UNESCO 2017 haben die deutschen Landesmusikverbände die Orgel zum „Instrument des Jahres 2021“ gekürt. Dem länderübergreifenden Ziel, Neugier und Aufmerksamkeit auf die vielen Facetten der Orgel zu lenken, sehen sich die Dillinger Basilikakonzerte als einziges Orgelfestival in Schwaben von internationalem Rang seit nunmehr 15 Jahren mit steigendem Erfolg verpflichtet und setzen neben dem beliebten Zyklus des „Orgelsommers“ heuer mit einem Sonderkonzert für Orgel und Orchester am 18. September sowie einer Welturaufführung einer Auftragskomposition für Orgel solo einen besonderen Schwerpunkt. Auch unser neuer Stadtpfarrer, Domkapitular und Generalvikar Msgr. Harald Heinrich, hat uns gerne seine Unterstützung zugesichert und blickt der Jubiläumssaison mit Freude entgegen.

    Lesen Sie dazu auch:

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden