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Lauingen

15.07.2020

Ein Buch über einen berühmten Lauinger Glasmaler

Die Titelseite des neuen Buchs über den Glasmaler Ludwig Mittermaier.
Bild: Hans Gusbeth

Plus Über den Lauinger Glasmaler Ludwig Mittermaier gibt es jetzt ein Buch. Die Ausstellung im Rathaus bleibt aber bis auf Weiteres geschlossen.

Der Zeitpunkt hätte nicht unglücklicher sein können. Die Mittermaier-Ausstellung im Foyer war kaum eine Woche eröffnet, da kam der Corona-Lockdown. Das Lauinger Rathaus wurde für die Öffentlichkeit geschlossen. Damit ist auch die sehenswerte Ausstellung über den Lauinger Glasmaler Ludwig Mittermaier vorerst nicht mehr zugänglich. Das wird auch noch einige Zeit so bleiben. Das nächste Bürgermeistergespräch ist am 27. Juli. Dabei wird voraussichtlich entschieden, wann die Rathäuser für den Publikumsverkehr wieder geöffnet werden. Das könnte dann der 1. August sein. Die Ausstellung wird auf jeden Fall bis Ende September geöffnet sein, heißt es aus dem Lauinger Rathaus.

Das Buch hat 300 Seiten

Da passt es gut, dass inzwischen auch ein Buch erschienen ist, das sich ausführlich mit Mittermaier und der Glasmalerei des 19. Jahrhunderts beschäftigt und so die Schau im Rathaus wunderbar ergänzt. Es ist ein Forschungsbericht, ein Werk, das sich nüchtern „Arbeitsheft 37“ nennt. Doch in dem 300 Seiten umfassenden Band würdigen Historiker und Theologen, Naturwissenschaftler, Restauratoren und Kunsthistoriker einen der ganz Großen der Glasmalerei des 19. Jahrhunderts.

Von 1827 bis 1864 gelebt

Auf 300 Seiten, opulent mit 350 farbigen Abbildungen illustriert, beschäftigt sich die Publikation mit der Arbeit und dem Wirken Mittermaiers, der von 1827 bis 1864 lebte. Sie ist ein Kunstband, Geschichtsbuch, Forschungsbericht und Lebensbeschreibung in einem. Das Konvolut widmet sich insbesondere einem einzigartigen kunstgeschichtlichen Schatz: den sieben großformatigen Reformatoren-Fenstern in der Evangelischen Stadtkirche Ravensburg, deren Geschichte, Rettung und Restaurierung.

Die Autoren vergessen aber auch den Menschen Mittermaier nicht, der, weil er einen Freund vor dem Ertrinken rettete, vom zehnten Lebensjahr an taub war.

"Gemalt und ins Glas geschmolzen"

So fällt der Blick auch auf das Leben Mittermaiers, seine Glasmalerei-Werkstatt in Lauingen, die Hindernisse, die er zu überwinden hatte, seine schriftstellerische Tätigkeit, seine Briefwechsel. Gezeichnet wird dabei das Bild eines rastlosen Autodidakten, der sich mit unbändigem Willen in seinem kurzen Leben im 19. Jahrhundert den Ruf eines Künstlers von Rang erarbeitete, ja erkämpfte.

Das Buch „Gemalt und ins Glas geschmolzen“ ist bei der Patmos Verlagsgruppe (Jan Thorbecke Verlag) erschienen. Herausgeber ist das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.

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