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Unterliezheim

25.10.2018

Ein geschützter Pausenort, der an frühere Zeiten erinnert

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Bei der Binswanger Firma Gumpp & Maier GmbH entsteht unter anderem die neue Wegkapelle für Unterliezheim.
Bild: Maier Gumpp

In Unterliezheim und in Emersacker gibt es weitere Denzel-Kapellen. Der Einweihungstermin steht schon fest.  

Es soll ein Ort zum Verweilen werden. Dort soll man zur Ruhe kommen, Stille haben und Rast machen können. Es soll auch ein Ort mit der Möglichkeit zur geistigen Zwiesprache werden – ein geschützter Pausenort, der an frühere Zeiten erinnern soll. Und der christliche Zeichen setzen soll. Damit aus dem „soll“ ein „ist“ wird, daran arbeitet gerade die Binswanger Holzbaufirma Gumpp & Maier GmbH.

Insgesamt sieben Kapellen umfasst das Projekt

Dort entstehen zwei weitere Kapellen aus dem Projekt „7 Kapellen“ der Siegfried- und Elfriede-Denzel-Stiftung. Wie berichtet, will die Stiftung mit Schwerpunkt im Landkreis an den Radwegen sieben Wegkapellen installieren. Eine wurde bereits bei Gundelfingen eingeweiht. Nun stehen zwei weitere Kapellen vor der Fertigstellung, eine in Unterliezheim, eine in Emersacker.

Radwege als neue Form der Kommunikation

Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl, der stellvertretender Vorsitzender der Stiftung ist, erklärt, dass die Radwege eine neue Form der Kommunikation sind und dem Wegenetz der früheren Zeit religiöse Zeichen Maß und Orientierung gaben. „In diesem Zusammenhang arbeiten wir auch mit prominenten und profilierten Architekten zusammen, um auch architektonische Merkmale zu setzen“, so Fassl. Die Kapelle in Unterliezheim, die beim Radweg nach Finningen entsteht, ist beispielsweise zwölf Meter lang, acht Meter hoch und zwei Meter breit.

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Die erste der sieben Kapellen gefällt den Radfahrern
Bild: Brigitte Bunk

Nach außen wirkt sie wie ein Blockbau mit aufeinandergeschichtetem Holz, beschreibt es Fassl. Und weiter: „Im Innenraum wird es ein in Holz eingeschnittenes Kreuz mit Bernsteinglas geben. Auf Dorfseite gibt es ein großes Fenster, durch das Unterliezheim zu sehen ist.“ Wie für alle sieben Kapellen ist auch für diese ein Maximalbudget von 100000 Euro plus Mehrwertsteuer vorgesehen, den Gemeinden entstehen keine Kosten – auch keine Folge- oder Unterhaltskosten. „Das alles übernimmt die Stiftung“, so der Bezirksheimatpfleger.

Die Stiftung wurde 2016 vom gleichnamigen Wertinger Unternehmerpaar Siegfried und Elfriede Denzel mit dem Zweck errichtet, Kunst, Geschichte, Kirche, Religion und Kultur zu fördern.

Einweihung Die Kapellen werden am 15. Dezember eingeweiht.

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