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Verkehr

05.11.2014

Ein neues Gesicht für die Innenstadt

Den Handel in die Planungen miteinbeziehen

Die Herzogin-Anna-Straße und die Bachgasse in Höchstädt werden umgestaltet. Anwohner in Prozess mit eingebunden. Weiterführung des Schlossumfeldes

Eines ist Bürgermeister Stefan Lenz besonders wichtig: Die Bürger frühzeitig ins Boot holen, wie er sagt. Deshalb fand vergangene Woche im Rathaus eine Informationsveranstaltung mit Anwohnern der Bachgasse und der Herzogin-Anna-Straße im Rathaus statt. Die betroffenen Bürger sollten ihre Wünsche und Anregungen zu den Planungen äußern. Denn, wenn der Stadtrat es so in einer seiner nächsten Sitzungen beschließt, soll im nächsten Jahr in der Innenstadt weitergebaut werden. Lenz: „Im ersten Abschnitt wurde das Schlossumfeld gemacht, nun wollen wir uns weiter in Richtung Marktplatz vorarbeiten.“ Um es dem dortigen Handel so leicht wie möglich zu machen, sprich so wenig Baustellenzeit wie nur machbar zu haben, sollen Bachgasse und Herzogin-Anna-Straße in „einem Guss gemacht werden“, so der Bürgermeister weiter.

Einen ersten Vorentwurf stellte dabei der Stadtplaner Helmut Wartner bei der Infoveranstaltung vor. Ziel sei es, eine neue optimale Lage und Höhenabwicklung für die 6,5 Meter breite Herzogin-Anna-Straße zu finden, die ausreichend breite Gehwege garantiere, weiterhin Längsparkplätze mit neuen kleinkronigen Bäumen ermögliche und die Radfahrer künftig über die verkehrsberuhigte Bachgasse führe. Dazu setze die Stadt noch vor Weihnachten einen Einbahnstraßenregelungs-Test in beide Richtungen zwischen der Einmündung der Bachgasse in die Herzogin-Anna-Straße und der Weiten Gasse an, der jeweils 14 Tage dauert, so Wartner in einer Pressemitteilung.

Geplant sei auch die Einbeziehung der bisher weitgehend verwilderten privaten Vorgärten in der Bachgasse, damit der neue Granitpflasterbelag von Haus zu Haus reichen kann, um Kurzzeitparken im Wechsel mit Aufenthaltszonen vor den Häusern zu ermöglichen. Deshalb appellierte Planer Wartner an die anwesenden Hausbesitzer, die Neugestaltung, die Kletterrosen an den Fassaden und einheitliche Einhausungen der Müllabstellflächen in Stahl-Holz-Konstruktion vorsieht, auf freiwilliger Basis mitzutragen. Denn die Umplanung werde staatlich gefördert, weil sie eine städtebauliche Aufwertung darstelle. Dazu gehöre auch das barrierefreie Granitplattenband entlang der Südseite, das die Fußgängerzone im Gegensatz zur Radfahrfläche markiert. Während die Bachgasse neu gepflastert wird, erhält die Herzogin-Anna-Straße einen lärmmindernden Asphalt, den sogenannten „Flüsterasphalt“. Die Gehwege werden analog zum Bereich um die Schlossinfo in hochwertigem Betonpflaster befestigt, die Längsparkbereiche mit einem farblich abgesetzten dunklerem Material, erklärte Wartner den Bürgern.

Ein neues Gesicht für die Innenstadt

Ein besonderer Platz entstehe dabei an der Einmündung der Bachgasse in die Herzogin-Anna-Straße mit einer rosa Zierkirschen-Doppelreihe, die Parkplätze mit Rasenfugen und eine Fläche in wassergebundener Decke mit Bänken beschattet. Über Kosten und Bauzeit, so Stefan Lenz, könne momentan noch nichts gesagt werden. „Das wissen wir schlichtweg noch nicht.“ Klar sei aber, dass es Förderungen gebe, zumal das Staatliche Bauamt Krumbach Bauherr der Herzogin-Anna-Straße ist. „Die Bachgasse ist aber unsere Baustelle“, so Lenz.

Bei der Diskussion mit den Anwohnern wehrte sich eine Frau gegen die geplante chinesische Wildbirne vor ihrem Schaufenster, die der schräg gegenüber liegende Bäcker gerne übernehmen würde, um seinen Außenbereich mit Tischen, Stühlen und Pflanzkübeln vor dem Geschäft aufzuwerten. Auch eine Tempo-10-Zone in der Bachgasse wurde von einem Familienvater angeregt. „Wir versuchen alle Wünsche und Anregungen unterzubringen, um sie in einem nächsten Entwurf vorzustellen“, so Lenz. Auch ein Treffen mit der Wirtschaftsvereinigung soll noch stattfinden.

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