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Landkreis Dillingen

30.06.2020

Eine Kooperation im Kreis Dillingen für sterbende Menschen

Eine engere Kooperation soll schwerkranken Menschen helfen.
Bild: F. Kästle/dpa/Symbolbild

Die beiden Kreiskliniken Dillingen und Wertingen beschließen eine engere Zusammenarbeit mit dem Hospizdienst der Caritas im Landkreis. Was das bedeutet.

Im Landkreis Dillingen gibt es kein Heim für schwer kranke und sterbende Menschen. Sie können bislang etwa im Nachbarlandkreis Heidenheim betreut werden.

Nun haben die Kreiskliniken Dillingen und Wertingen im Rahmen eines Kooperationsvertrags mit dem Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst des Caritasverbands für den Landkreis Dillingen die bisher vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen bekräftigt und das 2015 in Kraft getretene Hospiz- und Palliativgesetz zukunftsfähig ausgebaut. Damit sollen sterbende Menschen und deren Angehörige auf dem letzten Lebensweg die Unterstützung und Begleitung bekommen, die sie brauchen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Uli-Gerd Prillinger, Geschäftsführer der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen, sagt dazu, es sei ein großes Anliegen, dass schwer kranke Menschen und deren Angehörige sich am Lebensende in den beiden Kreiskliniken gut begleitet und getragen fühlen. „Ganz besonders die Menschen, die im Sterben liegen, brauchen intensive Zuwendung, Fürsorge und viel Pflege. Und diese intensive Betreuung können unsere Pflegefachkräfte nicht umfänglich abdecken.“

Eine Kooperation im Kreis Dillingen für sterbende Menschen

Ehrenamtliche begleiten Sterbende in den Krankenhäusern

Sehr zufrieden mit der getroffenen Vereinbarung zeigen sich auch die Verantwortlichen des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes Stephan Wolk, Erster Vorsitzender, und Birgit Hofmeister, Leitende Koordinatorin: „Wir können nun die Zusammenarbeit bei der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen im Krankenhaus ermöglichen und nachhaltig gemeinsam ausbauen. Es ist eine Herausforderung, die aber große Chancen und vor allem Verbesserungen für alle Seiten mit sich bringen werden. Unsere geschulten Ehrenamtlichen sind bereit und freuen sich, ihre Zeit und ihre Erfahrungen nun auch im Krankenhaus einbringen zu können und die Begleitungen individuell zu gestalten.“

Die Initiative bietet künftig gerade dem Pflegepersonal und dem Ärztlichen Dienst Fortbildungen zu Hospiz- und Palliativthemen an. Wesentliches Element ist es, ein tragfähiges Netzwerk über alle Beteiligten, gespannt über stationäre und ambulante Strukturen wie Pflege, Ärztlicher Dienst, Seelsorge und Ehrenamt, zu schaffen und die Hospizarbeit nachhaltig in die Versorgungsstruktur der Kliniken einzubinden. Die bisherige positive Zusammenarbeit wird damit auch vertieft und verbindlich gestaltet. Dazu gehört ebenso, dass die Entlassung gut vorbereitet und eine ausreichende und zweckmäßige Versorgung für den häuslichen Bereich sichergestellt wird.

Die Pflegefachkräfte und der Ärztliche Dienst der Kreiskliniken können nun den Patienten und deren Angehörigen das Angebot der ehrenamtlichen Begleitung durch den Hospizdienst zugänglich machen und den Kontakt mit der Koordinatorin des Hospizdienstes herstellen.

Durch die Koordinatorin werden die Betroffenen über die Möglichkeiten der Begleitung informiert: Die hoch qualifizierten Mitarbeiter des ambulanten Hospiz- und Palliativdienstes bieten entlastende Gespräche an, begleiten die Kranken und Angehörigen im Umgang und Verarbeitungsprozess mit einer schweren Diagnose und schenken ihre Zeit in der letzten Lebensphase. (pm)

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