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Buchvorstellung

09.04.2019

Eine literarische Reise in das Mittelalter

Andreas Herch las aus seinem neuen Buch in Höchstädt vor.
Bild: Aumiller

Mit Autor Andreas Herch eröffnet ein gebürtiger Höchstädter die Saison im Heimatmuseum

Als besonderer Programmpunkt fand zur Saisoneröffnung im Heimatmuseum Höchstädt eine Autorenlesung mit Dr. Andreas Herch statt – ein gebürtiger Höchstädter las aus seinen beiden historischen Romanen. Bürgermeister Gerrit Maneth dankte an dieser Stelle besonders dem Historischen Verein, stellvertretend den beiden Vorsitzenden Michaela und Leo Thomas mit ihrem Team, die diesen Tag organisiert haben. Er dankte weiterhin auch den Museumsaufsichten, die ehrenamtlich jeden Sonntag die Öffnung des Heimatmuseums sicherstellen. Aber auch dem „Putzteam“, welches dafür sorgt, dass der Staub der Wintermonate entfernt wird und die Räume mit den Exponaten wieder im „Glanz erstrahlen“.

Herch dankte für die Einladung und erzählte aus seinem Leben: Schon seit frühester Kindheit beschäftigte er sich mit Geschichte, besonders aber mit der Geschichte aus seiner Heimat. Beruflich leitet er heute ein IT-Unternehmen in Augsburg. Doch die Leidenschaft zur Historie spielte schon immer eine Rolle in seinem Leben. Bereits vor 14 Jahren schrieb er sein erstes Buch: „Der Diener des Grafen“. Der Roman spielt um 1704 – der Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges. Ausgerechnet die Gegend seiner Heimatstadt Höchstädt wurde zum Schauplatz des machtvollen Ringens um die Herrschaft in Europa.

Und so erzählte Herch, der in Höchstädt geboren ist und seine Kindheit dort verbrachte, wie ihn die Geschichte seiner Heimatstadt als junger Mann beschäftigt hat, und er sich im Jahre 2003 in den Vorbereitungen auf das Gedenkjahr zur Schlacht bei Höchstädt vorgenommen hatte, einen Historienroman zu dieser denkwürdigen geschichtlichen Begebenheit zu schreiben, was ihm dann innerhalb eines Jahres auch wirklich gelungen war. Im Jahr 2004 war sein erster Roman „Der Diener des Grafen“ rechtzeitig zu den Gedenkveranstaltungen fertig und gleich ein richtiger Erfolgsroman geworden.

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Nach diesem Buch wollte sich Herch ein Jahr Auszeit vom Schreiben nehmen. Aus diesem einen Jahr sind dann aber, so der Autor, doch mehrere Jahre geworden, ehe er sich einem seiner geschichtlichen Lieblingsthemen – dem Mittelalter – widmete. Sein neuer Roman „Der Ritter aus Zusameck“ spielt im Jahr 1198, der Zeit der Kreuzzüge. Auch hier gab Herch in einer ausführlichen Schilderung den Besuchern einen Überblick über die damalige Zeit, deren Menschenbild und religiöses Verständnis ein ganz anderes war als das, was wir heute kennen.

Den Inhalt fasste er kurz zusammen: Wir schreiben das Jahr 1198. Der junge Leonhardt sieht als zweitgeborener Sohn des Herrn von Zusameck einer ungewissen Zukunft entgegen. Doch das Schicksal wendet sich und er schließt sich dem anstehenden Kreuzzug des Kaisers Friedrich Barbarossa an. Was ist geschehen? Die Heilige Stadt Jerusalem wurde zwei Jahre zuvor von den Sarazenen und ihrem Sultan Saladin erobert, das Wahre Kreuz Christi geraubt. Die mächtigsten Herrscher des Abendlandes beschließen daraufhin, die Stätten des Christentums zurückzuerobern. Während die Könige des Westens zur See aufbrechen, will das deutsche Heer zu Land über Ungarn und Konstantinopel ziehen, um dort weiter bis zum Mittelpunkt der Welt – Jerusalem – vorzustoßen. Von Regensburg aus bricht das gewaltige Heer in eine unbestimmte Zukunft auf …

Jutta Pollak umrahmte den Nachmittag schwungvoll und professionell mit Musikstücken auf ihrem Akkordeon. (pm)

ist von 7. April bis Ende September jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen werden auf Anfrage angeboten und können bei der Stadt Höchstädt gebucht werden bei Claudia Kohout, Rathaus, Telefon 09074/4412 oder beim Historischen Verein Höchstädt, Leo Thomas, Telefon 09074/5262.

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