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Entlassungen bei der EM-Group: Das ist bitter für die Betroffenen

Entlassungen bei der EM-Group: Das ist bitter für die Betroffenen
Kommentar Von Berthold Veh
10.07.2020

Plus Die Corona-Krise hat die Erwin Müller Group in Wertingen voll erwischt. Dass die Firma reagieren muss, ist unvermeidlich. Die Kommunikation könnte besser sein.

Corona hat in Deutschland bisher zu mehr als 9000 Todesopfern geführt. Und dramatisch sind auch die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns für viele Unternehmen.

Die Gastronomie hat es voll erwischt

Besonders getroffen hat es dabei die Gastronomie und die Hotellerie – und in der Folge Firmen wie die Erwin Müller Group in Wertingen. Das Versandhandels-Unternehmen im Stadtteil Geratshofen versorgt die Branche und liefert – vom Besteck über die Gläser bis zur Tischdecke – alles, damit sich Gäste wohlfühlen. Und wenn die Gastronomie leidet, dann spürt das auch die Erwin Müller Group deutlich. Im Frühjahr brachen dort die Umsätze um bis zu 90 Prozent ein. Und auch nach den Lockerungen und der Wiedereröffnung der Gaststätten ist das Minus immer noch gewaltig. Das Unternehmen mit zuletzt etwa 750 Mitarbeitern hat jetzt die Reißleine gezogen, um nicht in finanzielle Schieflage zu geraten. Es hat Standorte in Bielefeld und München geschlossen. Zudem trennt sich die Erwin Müller Group von 65 Mitarbeitern in Wertingen und fünf weiteren in Nürnberg. Für die Betroffenen ist das bitter, sie verlieren ihren Arbeitsplatz und sorgen sich um ihre wirtschaftliche Existenz.

Eine Insolvenz wäre für Wertingen ein schwerer Schlag

Dass die Firma reagieren muss, ist unvermeidlich. Denn eine Insolvenz des Unternehmens wäre für den Wirtschaftsstandort Wertingen ein schwerer Schlag. Die Erwin Müller Group zählt zu den größten Arbeitgebern in der Zusamstadt. Firmenchef Erwin Müller junior hat das Unternehmen mit 17 Jahren gegründet und es zu dieser beachtlichen Größe geführt. Sein Lebenswerk sollte in dieser unvorhersehbaren Krise, die von der Firma ja nicht selbst verschuldet wurde, mit den richtigen Schritten gesichert werden.

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Offenheit hilft in dieser Situation weiter

Dazu gehören auch eine professionelle Kommunikation und ein Sozialplan. Für die betroffenen Mitarbeiter sollte es klar sein, nach welchen Kriterien gekündigt wird. Dies nimmt ihnen zwar nicht die Enttäuschung, dass sie ihren Arbeitsplatz verloren haben. Sie haben dann aber zumindest eine nachvollziehbare Begründung, warum gerade sie das Unternehmen verlassen müssen. Offenheit hilft hier weiter.

Lesen Sie dazu den Artikel:

Die Wertinger Erwin Müller Group baut 70 Stellen ab

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