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Landkreis Dillingen

08.11.2019

European Energy Award für den Landkreis Dillingen

Sie freuten sich über die Auszeichnung mit dem Europäischen Energy Award: (vorne von links) Dieter Mack (Landratsamt Dillingen), Landrat Leo Schrell, Umweltminister Thorsten Glauber, Christian Weber (Landratsamt), Sebastian Hartmann (Energie- und Umweltzentrum Allgäu) sowie (hinten von links) Martin Sambale (Energie- und Umweltzentrum Allgäu) und Leonard Meyer (Bundesgeschäftsstelle European Energy Award).
Bild: Landratsamt

Umweltminister Glauber übergibt Landrat Leo Schrell in Lindau die Auszeichnung. Das steckt hinter dem Preis.

Im Rahmen eines landesweiten Festakts in Lindau hat Landrat Leo Schrell die Auszeichnung des Landkreises Dillingen mit dem European Energy Award (eea) aus den Händen des Bayerischen Umweltministers Thorsten Glauber erhalten. Die Auszeichnung weist den Landkreis damit als Europäische Energie- und Klimaschutzkommune aus und bescheinigt ihm ein überdurchschnittliches Engagement im Bereich des Klima- und Umweltschutzes. Minister Glauber würdigte den Einsatz des Landkreises Dillingen für erneuerbare Energien als vorbildlich. Im Landkreis werde deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als verbraucht wird. 95 Prozent der kommunalen Liegenschaften, so Glauber, werden mit erneuerbarer Wärme versorgt. Im Zuge von energetischen Gebäudesanierungen werden die Liegenschaften kontinuierlich auf erneuerbare Energien umgestellt.

Landrat dankt Umweltausschuss und Energiebeirat

Landrat Schrell freut sich über die Auszeichnung: „Der Landkreis Dillingen nimmt bei der Umsetzung der Energiewende eine Vorreiterrolle ein. Die Auszeichnung unseres Landkreises mit dem European Energy Award ist dabei die Anerkennung unserer jahrelangen Anstrengungen zum Klimaschutz und gleichzeitig ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.“

Schrell betont, dass die Energiewende nur dann gelingen könne, wenn sich alle betroffenen Akteure des Themas gemeinsam annehmen. Daher dankte er insbesondere den Mitgliedern des Umweltausschusses und den Vertreten des Energiebeirats, die mit viel Engagement den European Energy Award vorangetrieben haben. Der Energiebeirat setzt sich neben Mitgliedern des Kreistages aus Akteuren der Wirtschaft, aus Land- und Forstwirtschaft sowie der Energieversorger zusammen. Daneben dankt der Landrat den Bürgermeistern für die Umsetzung lokaler Projekte und Initiativen, wie beispielsweise den Gebäudebegehungen zur Optimierung der Wärmeversorgung kommunaler Gebäude, die im laufenden Prozess durch den Landkreis angeboten wurden.

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Christian Weber war der "Motor"

Federführend umgesetzt wurde der European Energy Award laut Pressemitteilung durch Christian Weber, der im Landratsamt den Bereich Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung verantwortet und in den vergangenen Jahren quasi als „Motor“ die energiepolitische Projektarbeit im Rahmen des Umsetzungsprozesses vorangetrieben habe. Insbesondere die Sonnenkampagne, die aus dem European Energy Award entstanden ist, sei ein absoluter Erfolg gewesen. Mit der Kampagne rund um das Thema Fotovoltaik, so Weber, profitieren die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar durch das neue Solarkataster und die angebotenen Vortragsveranstaltungen. „Deshalb möchten wir die Kampagne auch in den nächsten Jahren gemeinsam mit den Kommunen und den Kooperationspartnern fortsetzen“, informiert Weber, der sich ebenfalls über die Auszeichnung des Landkreises freut. Im Auditverfahren wurden besonders die breit gefächerten Aktivitäten des Landkreises herausgestellt.

So setzt der Landkreis beispielsweise seit Jahren ein energetisches Gebäudesanierungskonzept für die kreiseigenen Liegenschaften um und führt zudem ein kommunales Energiemanagement durch. Besonders herausragend wurden die Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, wie das Angebot der kostenfreien Energieberatung, die Herausgabe eines Energiekompasses als Verlagsbeilage zu den Heimatzeitungen, die Umsetzung der Sonnenkampagne oder die Vortragsveranstaltungen, die unter dem Motto „Energiewende selbstgemacht“ angeboten werden, vom Auditor bewertet.

Ein Modellprojekt für ganz Bayern

„Die Renaturierung des Dattenhauser Rieds stellt seitens des Bayerischen Umweltministeriums ein Modellprojekt für ganz Bayern dar und wurde deshalb auch durch den Auditor als Leuchtturmprojekt für den Landkreis Dillingen an der Donau angesehen“, betont Schrell. „Dieses Engagement des Landkreises hat deshalb einen besonders hohen Stellenwert, da Moore in hohem Maße das schädliche Kohlendioxid binden und damit einen wesentlichen Beitrag zur Senkung des CO²-Ausstoßes leisten.“

Neben Dillingen haben den European Energy Award die Landkreise Oberallgäu und Regensburg, die Städte Bobingen und Lindau sowie die Märkte Altusried, Scheidegg und Wiggensbach erhalten. (pm)

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