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30.01.2020

Fahrkarten: neues Prozedere

Es gibt eine Änderung für Schüler der elften Klasse

Bisher war es so: Während Schüler bis zur 10. Klasse ihre Tickets für die Fahrt mit Bus oder Bahn zum Schulort automatisch umsonst bereitgestellt bekamen, mussten Jugendliche ab der elften Klasse das Geld für ihre Fahrkarten vorstrecken und erhielten den Betrag – sofern sie eine Reihe an Kriterien erfüllten – nach Ablauf des Schuljahres teilweise zurückerstattet. Das Prozedere führte bei vielen Betroffenen laut Junge Union Dillingen (JU) dazu, dass sie ihren Schulweg nicht mehr mit dem ÖPNV zurücklegten, sondern sich stattdessen fahren ließen oder selbst mit dem Auto oder dem Roller zur Schule fuhren.

Der Kreisvorstand der JU Dillingen hatte sich deshalb an Landrat Leo Schrell gewandt, um eine Vereinfachung des Rückerstattungsprozesses vorzuschlagen und dadurch eine Verkehrsentlastung in den Innenstädten der Schulorte zu den Stoßzeiten zu erreichen. Schrell sicherte dann in einem Gespräch Vertretern der Schüler sowie der Jungen Union zu, Änderungen des bisherigen Verfahrens prüfen zu lassen. Vor kurzem erfolgte nun der positive Bescheid, dass Schüler ab der elften Klasse das Geld für ihre Fahrkarten nicht mehr für das gesamte Schuljahr vorstrecken müssen, sondern bereits zum Halbjahr eine Rückerstattung beantragen können. Manuel Knoll, stellvertretender JU-Kreisvorsitzender, freute sich über die Änderung des bisherigen Verfahrens und bewertete die Neuregelung als „sinnvollen ersten Schritt zur Verkehrsentlastung während der Stoßzeiten in den Innenstädten, da es zumindest ab dem Halbjahr für die betroffenen Schüler mehr Anreize gebe, auf den ÖPNV umzusteigen“.

JU-Kreisvorstandsmitglied Annemarie Jung betont: „Für viele meiner Mitschüler in der Oberstufe ist das eine gute Nachricht, dass sie künftig ihre Bus-und Bahntickets nicht mehr für das gesamte Schuljahr vorstrecken müssen.“ Schülervertreter Daniel Sharma ergänzt, dass es für die Schüler besser gewesen wäre, wenn sie bereits zum Schuljahresanfang ihre Tickets ausgestellt bekommen würden. Er zeigte aber Verständnis, dass das die Verwaltung aufgrund der Fülle an Anträgen im September vor größere Herausforderungen gestellt hätte.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Johannes Wunderle kündigte an, dass die Junge Union sich in einem nächsten Schritt an das bayerische Verkehrsministerium wenden und eine grundsätzliche Fahrkostenbefreiung für Schüler erreichen möchte. JU-Kreisvorstandsmitglied Anne Borgovan betont: „Das Problem betrifft ja nicht allein unseren Landkreis. Mit einem kostenlosen ÖPNV für alle Schüler kann nicht nur ein wichtiger Beitrag für mehr Umweltschutz geleistet werden, sondern auch die angespannte Parkplatzsituation in den meisten Schulorten verbessert werden.“ (pm)

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