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Gundelfingen

04.07.2020

Falscher Ort? Anwohner kritisiert geplante Verkehrsinsel in Gundelfingen

Hier, in der Günzburger Straße in Gundelfingen, wird eine Querungshilfe gebaut. Der Anwohner, der gegenüber auf der linken Seite wohnt, beschwert sich über den Standort der neuen Verkehrsinsel.
Bild: Schopf

Plus In der Günzburger Straße in Gundelfingen wird eine Querungshilfe gebaut. Ein Anwohner behauptet: an der falschen Stelle. Das sagen Landratsamt und Stadt dazu.

Die Bauarbeiten sind bereits in vollem Gange. Die Straße ist gesperrt, Material ist aufgeschüttet, immer wieder fahren Lastwagen und Baumaschinen vorbei. Es tut sich etwas in der Günzburger Straße in Gundelfingen. Dort werden derzeit der Asphalt-Deckschichtbelag und die Entwässerungsrinnen erneuert. Auch eine Verkehrsinsel, die auf Höhe des Netto-Marktes als Überquerungshilfe für Fußgänger dient, soll demnächst errichtet werden.

Gundelfingen: Kritik an geplanter Querungshilfe

Ein Wunsch, den Bürger in den vergangenen Jahren immer wieder geäußert haben. Auch Franz Schilling, Anwohner in der Günzburger Straße, ist der Meinung, dass es eine solche Querungshilfe braucht. Nur: Dort, wo sie gebaut werden soll, ist sie falsch platziert, behauptet Schilling. Er bringt zwei Argumente vor. Zum einen geht es ihm um seine eigene Hofausfahrt, die nur einige Meter neben der geplanten Verkehrsinsel liegt. Schilling hat einen Omnibusführerschein, fährt ab und zu Bus. Mit dem langen Fahrzeug könne er nicht mehr nach rechts, in Richtung Günzburg, hinausfahren, da die Insel nicht weit genug von seiner Ausfahrt entfernt stehen wird. Außerdem, so Schilling, müsse die Querungshilfe ohnehin weiter in Richtung Stadtmitte verlegt werden. Fußgänger, die von der Wilhelm-Hauff-Straße kommen, werden wohl überwiegend sofort über die Straße gehen, um zum Supermarkt zu kommen, vermutet der 68-Jährige. „Es wird doch kaum jemand erst weiter auf der rechten Seite laufen und dann die Insel benutzen“, sagt er.

Baustelle in Günzburger Straße: So äußern sich die Verantwortlichen

An der Baumaßnahme sind sowohl das Dillinger Landratsamt als auch die Stadt Gundelfingen beteiligt. Auf Anfrage äußern sich beide Behörden in einer gemeinsamen Erklärung zu dieser Angelegenheit. „Die Lage der Querungshilfe ist aus Sicht der Tiefbauverwaltung des Landkreises richtig gewählt und nur dort möglich, da hier der zur notwendigen Aufweitung der Straße erforderliche Grund vorhanden ist und die Straße in etwa gleich hoch ist wie das angrenzende Gelände“, heißt es. Auf Höhe der Einmündung Wilhelm-Hauff-Straße sei das angrenzende Gelände wesentlich tiefer als die Fahrbahn der Günzburger Straße. Es sei außerdem davon auszugehen, dass die Fußgänger nach Realisierung der Querungshilfe diese auch annehmen und nicht auf Höhe der Wilhelm-Hauff-Straße queren. „Zumal der zurückzulegende Weg über die Querungshilfe nicht weiter ist.“

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"Jetzt gibt es kein Zurück mehr"

Auch zur Beschwerde des Anwohners, dass er mit einem Bus nicht mehr in Richtung Günzburg abbiegen kann, äußern sich die Verantwortlichen. Man sei dem Anwohner bereits entgegengekommen, indem man die Insel in der Mitte zwischen der Zufahrt des Anwohners und der Zufahrt des Netto-Marktes platziert. Diese Lage lasse grundsätzlich alle Verkehrsbeziehungen zu. Lediglich die Ausfahrt aus den Grundstücken nach rechts (für den Anwohner in Richtung Günzburg, für den Netto-Markt in Richtung Stadtmitte) sei für sehr lange Fahrzeuge oder Gespanne nicht mehr möglich. „Diese müssen dann in die andere Richtung ausfahren und einen kurzen Umweg zum überörtlichen Verkehrsnetz fahren. Dieser Sachverhalt stellt nach dem Bayerischen Straßen- und Wegegesetz keine erhebliche Erschwernis für die Anlieger dar und ist von diesen zu dulden“, machen die Verantwortlichen deutlich.

An der beschlossenen Baumaßnahme, die bereits läuft, lasse sich ohnehin nichts mehr ändern, betont Heinz Gerhards, Geschäftsstellenleiter der VG Gundelfingen. „Jetzt gibt es kein Zurück mehr“, sagt er.

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