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02.07.2010

Für die Kleinen und die Zukunft

Eröffnung der neuen Kinderkrippe in Holzheim. Hintere Reihe (von links): Julia Mayer, Gerhard Sailer, Ute Reicherzer, Landrat Leo Schrell, Bürgermeister Erhard Friegel sowie vorne (von links): Julia Rotecker, MdL Georg Winter und Christina Riess.
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Eröffnung der neuen Kinderkrippe in Holzheim. Hintere Reihe (von links): Julia Mayer, Gerhard Sailer, Ute Reicherzer, Landrat Leo Schrell, Bürgermeister Erhard Friegel sowie vorne (von links): Julia Rotecker, MdL Georg Winter und Christina Riess.

Holzheim Kinder und Eltern können sich freuen: Eine neue Kinderkrippe bereichert nun "offiziell" das Betreuungsangebot der Gemeinde Holzheim. Gestern fand im Zuge der 30-Jahr-Feier des Kindergartens die Eröffnung der neuen Einrichtung in der Gartenstraße statt.

"Die hellen und bunten Wände strahlen Wärme und Freundlichkeit aus", sagte Bürgermeister Erhard Friegel beim Gang durch die Räumlichkeiten. Und in der Tat scheinen sich die Kinder dort sehr wohl zu fühlen: Im Spielraum tollen sie vergnügt umher, puzzeln, hantieren mit Bauklötzen oder werkeln in der Spielküche. Überall hängen "Malereien", selbst gemachte Dekorationen zieren Ecken und Nischen. Es gibt einen Schlafraum, eine Küche mit Esstisch, einen sogenannten Bewegungsraum, der mit einem flauschigen roten Teppich ausgelegt ist und im Garten befindet sich ein Sandkasten mit blauem Sonnendach. Bürgermeister Friegel erzählte, wie die Krippe entstanden ist. Eine Unterschriftensammlung mehrerer Mütter aus Weisingen habe den Anstoß dazu gegeben. Seit April 2009 wurde daraufhin nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht. Nach einer "Zwischenlösung" im Raum des bisherigen Archivs beschloss die Gemeinde, die ehemalige Lehrerwohnung neben dem Kindergarten zu einer Krippe umzufunktionieren. Für den raschen Umbau sprach er allen Beteiligten seinen Dank aus und lobte besonders das Engagement von Bauleiter Gerhard Sailer sowie der Handwerker. Ebenso wie das Verständnis und die Geduld der Anwohner.

Landrat Leo Schrell sagte: "Es hat ein grundlegender struktureller Wandel stattgefunden, was die Priorität von Kindertagesstätten für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und des Landkreises anbelangt. Diese Einrichtung zeigt, dass die Gemeinde auf der Höhe der Zeit ist." Es sei erfreulich, dass neben Straßen, Schienen, DSL, Arbeit und Ausbildung nun auch das Bewusstsein für die Bedeutung der Krippen wachse. Auch im Hinblick auf die Änderung der Sozialgesetzgebung zum 1. August 2013 - wonach jedes Kind zwischen einem und drei Jahren Anspruch auf "frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung erhält" - stehe der Kreis sehr gut da. Da dieser Rechtsanspruch für 35 Prozent der Kinder geltend gemacht werde, befinde sich die Region mit bisher erreichten 26 Prozent auf einem guten Weg. Zurzeit bestehen im Kreis 412 Krippenplätze, wovon 314 genutzt werden.

Landtagsabgeordneter Georg Winter betonte, dass mit der Einrichtung etwas Gutes entstanden sei und Grund zur Freude bestehe. Die Gemeinde könne wahrlich zufrieden sein.

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