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Wittislingen

06.11.2019

Für die Wittislinger Stege braucht es einen guten Kompromiss

Die Stege am Wittislinger Bächle sind Teil der Ortsgeschichte, trotzdem müssen sie weg. Doch vielleicht können sich Landratsamt und Anwohner einigen.

Die Nachricht kam für die Anwohner aus heiterem Himmel: Sie sollen entlang des Bächles in Wittislingen die kleinen, selbst gebauten Stege abreißen, die dort schon so lange stehen. Als Gründe nennt das Landratsamt eine fehlende Genehmigung und den Hochwasserschutz. Die Anwohner wehren sich. Sie wollen ihre Stege behalten, Abreißen kommt für sie nicht infrage.

Der Ärger der Anwohner ist verständlich. Seit ewigen Zeiten gibt es die Stege schon, die Nachbarn kümmern sich um sie, erneuern sie. In den kleinen Holzbauten steckt viel Arbeit und zugleich ein Stück lokale Geschichte. Sie sind ein kleines Detail im Ortsbild, das einfach dazugehört.

Die Pfosten sind das Problem

Nun ist es aber so, dass das Landratsamt schlicht am längeren Hebel sitzt. Sollten sich die Bürger weiterhin weigern, könnte es die Stege früher oder später einfach entfernen lassen – und die Kosten den Anwohnern in Rechnung stellen. Denn natürlich gehen der Hochwasserschutz und geltendes Recht im Sinne einer Genehmigungspflicht für solche Bauten vor. Und da ist es egal, wie lange die Bauwerke schon stehen.

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Was bleibt also? Damit beide Seiten zufrieden sein können, wäre es wohl das Beste, einen guten Kompromiss zu finden. Das Hauptproblem ist, dass die Pfosten der „Brückla“ – pro Steg meist zwischen zwei und vier Stück – ins Wasser ragen. An ihnen, so argumentiert das Landratsamt, könnte sich Schmutz und Geäst, das im Wasser mitschwimmt, verfangen und den Abfluss erschweren. Eine Lösung könnte es da sein, die aktuellen Bauten durch Stege zu ersetzen, die ohne Pfosten auskommen. So könnte das Wasser ungehemmt fließen und den Anwohnern blieben ihre lieb gewonnenen Stege erhalten.

Lesen Sie dazu auch:

Ärger: Warum in Wittislingen drei kleine Stege weichen sollen

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