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Landkreis Dillingen

25.02.2018

Gerrit Maneth ist der neue Höchstädter Bürgermeister

Umringt von Freunden, Unterstützern und Familie: Der Wahlsieg von Gerrit Maneth, der mit Ehefrau Birgit in der Mitte des Bildes steht, wurde gestern Abend noch kräftig gefeiert. Der FW-Kandidat ist der neue Höchstädter Bürgermeister.
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Umringt von Freunden, Unterstützern und Familie: Der Wahlsieg von Gerrit Maneth, der mit Ehefrau Birgit in der Mitte des Bildes steht, wurde gestern Abend noch kräftig gefeiert. Der FW-Kandidat ist der neue Höchstädter Bürgermeister.
Bild: Karl Aumiller

Der Freie-Wähler-Kandidat wird mit 53,8 Prozent zum Rathauschef gewählt. CSU-Bewerber Matthias Letzing zeigt sich als fairer Verlierer. So lief der Wahlabend.

Es dauerte bis zum letzten Wahlbezirk. Dann erst stand am Sonntagabend kurz vor 19 Uhr fest: Gerrit Maneth ist der neue Bürgermeister von Höchstädt. Der Kandidat der Freien Wähler gewinnt die Wahl mit 53,76 Prozent – hauchdünn vor seinem Kontrahenten Matthias Letzing. Der CSU-Mann schaffte es auf 46,24 Prozent. 218 Stimmen waren am Schluss entscheidend – und wie schon vor vier Jahren waren es die Wähler der Kernstadt, die ihren neuen Bürgermeister ins Amt verholfen haben.

Höchstädt hat einen neuen Bürgermeister

Gerrit Maneth steht – umrahmt von seiner Ehefrau und FW-Landtagsabgeordnetem Johann Häusler – im Erdgeschoss des Rathauses. Mehr als hundert Menschen, Familie, Freunde, politische Unterstützer und interessierte Bürger, sind dabei, als Achim Oelkuch, Geschäftsstellenleiter der Stadt und Wahlvorstand, das Ergebnis um kurz vor 19 Uhr offiziell mitteilt. „Es war sehr knapp, was für die beiden Kandidaten spricht“, sagt Oelkuch und verkündet die Prozentzahlen. Jubelschreie schallen durch das Rathaus, es wird lange applaudiert, es fließen Tränen – auf beiden Seiten. „Das Adrenalin ist immer noch da. Die letzte halbe Stunde war jetzt doch ganz schön spannend“, sagt Maneth. Er sei sehr dankbar für die große Unterstützung und den Zuspruch in den vergangenen Wochen. „Ich hatte ein gutes Gefühl, speziell nach den Hausbesuchen und den Rückmeldungen. Aber ich werde es wohl erst in ein, zwei Stunden realisieren“, so der 44-Jährige.

Sein Wahlsieg bedeute ihm nicht nur persönlich viel, „sondern ich freue mich vor allem für meine Familie“, sagt er. Frau Birgit und die gemeinsamen Töchter Carina und Julia sind ihrem Ehemann und Vater auch am Sonntagabend bei der Wahlentscheidung nicht von der Seite gewichen und haben bis zum Schluss gezittert. „Ich finde es toll, dass der Papa jetzt Bürgermeister ist – und ich bin erleichtert“, sagt die zwölfjährige Carina, die fest den Blumenstrauß, den es für Mama Birgit gab, hält. Und sie hat auch schon Ideen, die ihr Papa in seiner neuen Arbeit umsetzen könnte. Carina häkelt gerne und würde damit Bäume verschönern – das muss der Bürgermeister nun mit seinem Stadtrat besprechen. Am kommenden Donnerstag, 1. März, ist der offizielle Amtsantritt des neuen Rathauschefs. Gerrit Maneth hat aber schon am heutigen Montag um 7.30 Uhr den ersten Termin mit Geschäftsstellenleiter Oelkuch ausgemacht. „Ich bin Frühaufsteher“, sagt der Wahlsieger und lacht. Anschließend geht es dann aber noch zu seinem aktuellen Arbeitgeber BSH Hausgeräte nach Dillingen – wenn auch nur noch drei Tage.

Gerrit Maneth setzt sich gegen Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbands durch

Für Matthias Letzing geht es heute wieder normal weiter. Der Geschäftsführer des Bayerischen Bauerverbands hat ein straffes Programm vor sich – es ist Landfrauentag des Kreisverbandes Neu-Ulm.

Die Enttäuschung nach der verlorenen Wahl ist ihm anzusehen, dennoch geht er nach Verkündung direkt auf Maneth zu – der CSU-Kandidat zeigt sich als fairer Verlierer und gratuliert dem neuen Bürgermeister als Erster. Letzing sagt aber auch: „Ich bin wirklich sehr enttäuscht. Aber das Leben geht weiter.“ Über die große Unterstützung aus den Stadtteilen habe er sich sehr gefreut, von den Wählern der Stadt selbst habe er sich mehr erhofft, sagt Letzing. „Ich wünsche Gerrit eine gute Hand und hoffe, dass er alle Bürger mitnimmt.“ "Kommentar

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