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Corona

19.03.2020

Gundelfingerin sitzt in Südamerika fest: Kommt sie heim?

Anna Mardo sitzt momentan in Chile fest. Die Gundelfinger Backpackerin war fast drei Monate mit dem Rucksack in Südamerika unterwegs.
Bild: Mardo

Anna Mardo war drei Monate mit dem Rucksack unterwegs - teils ohne Handy und offline. Jetzt sitzt sie in Chile und weiß nicht, ob sie ein Flieger nach Hause nach Deutschland bringt.

Am Anfang waren es nur Gerüchte. Grund zur Sorge gab es nicht. Doch jetzt ist Lage ernst. Sehr ernst. Denn Anna Mardo sitzt in Südamerika fest. Die Gundelfingerin weiß nicht, ob sie am Wochenende mit dem gebuchten Flieger zurück nach Deutschland fliegen kann. Freunde, Familie und sie selbst sind verunsichert und hilflos, wie sie uns über Facebook schreibt. Momentan befindet sie sich in Puerto Natales in Chile.

Corona: Ausnahmezustand und Phase vier in Chile

Dort, so schreibt sie uns, gilt offiziell der Ausnahmezustand. „In die Supermärkte dürfen nur wenig Leute auf einmal rein und es gab eine lange Schlange. Bestellungen gibt man bei den Geschäften teils vor der Tür auf oder via WhatsApp“, schildert sie. Seit Montag ist in Chile Phase vier eingeläutet worden und die Grenzschließung wurde bestätigt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sei ihr klar geworden, dass sie nicht länger in Südamerika bleiben kann und so schnell wie möglich heimwolle.

Auswärtiges Amt: Was passiert mit Backpackern?

Aber wie? „Erst hieß es, man muss bis 18. März raus, sonst steckt man fest. Aber das wurde nicht offiziell bestätigt. Ich habe einen Flug für den 21. März via Brasilien gebucht und hoffe, der klappt“, schreibt die selbstständige Fotografin aus Gundelfingen. Bis Sonntag hofft sie, dass sie wieder zuhause ist. Denn auf eine offizielle Rückholung könne sie nicht vertrauen. Sie schildert uns, dass andere Touristen vor Ort bestätigen, dass die Mitarbeiter beim Auswärtigen Amt geraten hätten, dass Land so schnell wie möglich zu verlassen und keiner auf eine Rückholung aus Chile rechnen dürfe. Ebenso sei die Situation als Backpacker schwieriger als für einen Pauschal-Touristen. Seit 26. Dezember ist Anna Mardo mit ihrem Rucksack in Südamerika unterwegs.

Argentinien schließt die Grenzen

Mit dieser Reise hat sie sich einen Traum erfüllt und hat traumhafte Orte kennengelernt. Peru, Nordchile, Bolivien und das argentinische Patagonien waren unter anderem ihrem Stationen. Ihr Highlight: eine Woche Trekking in den chilenischen Bergen – ohne Handy und offline. Während dieser Zeit habe die Gruppe wohl Gerüchte gehört, dass etwa Schulen in Deutschland geschlossen wurden. „Als wir dann wieder in der realen Welt ankamen, stand das Handy nicht mehr still. Am Sonntag haben sich die News in Südamerika überschlagen. Argentinien schließt die Grenzen, Peru begann sofort mit Lock-down.“

"Komm heim! Koste es, was es wolle"

Und seither dreht sich nichts mehr um die einmalige Reise, sondern darum, wie Anna Mardo schnell nach Hause kommt. Angst habe sie nicht, sie fühle sich aktuell sicher in Chile. Aber sie möchte keinesfalls dort feststecken. Wie alle sei sie verunsichert, man wisse nicht, was in der nächsten Stunde passiere. Auch Freunde und Angehörige im Landkreis Dillingen kontaktieren Anna ständig. Panik werde aber nicht verbreitet. „Meine Eltern lassen sich zumindest wenig anmerken. Erst war es so ein ‚Wir wissen auch nicht, was du tun sollst‘ und jetzt ist es ein: ‚Komm heim! Koste es, was es wolle‘.“

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