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Theater

28.10.2019

Happy End auf der Kolpingbühne

Die Kolpingbühne Höchstädt bietet dem Publikum dieses Jahr wieder beste Unterhaltung mit dem Stück „Die Liebe und das Industriegebiet“ – natürlich mit Happy End. Auf dem Bild in Aktion sind (von links) Roland Kehrle, Doris Giggenbach, Miriam Kehrle, Lukas Lämmermaier, Herbert Schmid, Anja Baur, Franziska Radinger, Alexandra Binswanger und Hans Huber.
Bild: Brigitte Bunk

Die Schauspieler im Höchstädter Pfarrheim begeistern das Publikum mit einem Stück, das keine Minute Langeweile aufkommen lässt. Was einer ehemaligen Mitspielerin besonders gefällt

Ein lauter Knall, der Efeu fällt von der Wand. Hatte Hilde (Doris Giggenbach) gegenüber ihrer „besten Freundin“ und Nachbarin Anna (Anja Baur) nicht steif und fest behauptet, die Pistolen wären nicht geladen? „Die Patronen sind doch viel zu teuer, die verschwend’ i’ doch net an dir!“ Da bekommt sie selbst gleich Angst, als Annas Sohn Bernd (Lukas Lämmermaier) ihr die Waffe ins Gesicht hält, damit sie endlich zur Vernunft kommt. Dass sie sich lediglich über die sinnlos verschwendeten Patronen ärgert – auch ein Bild muss dran glauben – verspricht dem Publikum der Kolpingbühne Höchstädt bei der Aufführung der Komödie „Die Liebe und das Industriegebiet“ im Pfarrheim, dass noch mancher Lacher vonseiten der neugierigen und herrschsüchtigen Nachbarin zu erwarten ist.

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Nicht nur, als ihr Mann Josef (glänzend gespielt von Regisseur Roland Kehrle) hoffnungsvoll fragt, ob sie denn jetzt tot sei. Der Hühnerhalter hat ja nur die Schüsse gehört, als er mit Kartoffelbauer Franz (Hans Huber) und Schafhalter Karl (Herbert Schmid) beratschlagt, wer von ihnen sein Grundstück hergeben müsste. Denn der Besuch von Franz’ Tochter Christa (Franziska Radinger) hat durchaus einen praktischen Zweck, was deren Mutter Anna von Anfang an vermutet. Immerhin konnte die Tochter dem Landleben nie etwas abgewinnen. Sie war nach der Pubertät weggegangen und nie mehr zu Besuch gekommen. Und nun steigt sie gleich durchs Fenster ein, weil ihr Vater sie womöglich nicht hereingelassen hätte. Was Bernds Freundin Monika (Miriam Kehrle), die sie für eine Einbrecherin hält, auch mithilfe des Bügeleisens als Waffe nicht verhindern kann.

Die Zuschauer lachen immer wieder laut auf

Ein fulminanter Start in eine Geschichte, bei der die Zuschauer immer wieder laut auflachen und applaudieren. Was die Lösung des Problems mit Jenny (Alexandra Binswanger) zu tun hat, und warum Monika und Lukas am Ende heiraten „müssen“, können alle sehen, die Karten für die kommenden Aufführungen haben.

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Happy End auf der Kolpingbühne
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Happy-End auf der Kolpingbühne
Bild: Brigitte Bunk

Dann können sie miterleben, wie wohl sich das komplette Ensemble auf der Bühne fühlt. Sowohl die bewährten älteren Darsteller als auch die jungen spielen bei der Uraufführung des Dreiakters von Ralf Kaspari am Samstagabend so natürlich, versetzen sich dermaßen in ihre Bühnenfigur, als ob sie überhaupt keine Rolle spielen würden. Was möglicherweise auch an dem zeitgemäßen Stück liegt. Es geht um die Ausweisung eines für den Ort durchaus notwendigen Industriegebiets, was eben für Einzelne auch unangenehme Konsequenzen haben kann. Dass das Thema direkt aus dem Leben gegriffen ist, weil es in vielen Gemeinden aktuell ist, sehen auch die Zuschauer so.

"Wenn ich mitgespielt hätte, wären noch mehr Eier geflogen"

Angetan ist auch Susi Eisermann aus Kaltenberg, die selbst schon auf der Kolpingbühne spielte, als sie noch in Schretzheim gewohnt hat. Die Rolle der Eierfrau hat ihr besonders gut gefallen. „Wenn ich da mitgespielt hätte, wären noch viel mehr Eier geflogen“, sagt sie. Denn die Szenen mit „Radau“ gefallen ihr besonders gut. Das gehört einfach dazu.

Und damit das alles umgesetzt werden kann, braucht die Kolpingbühne viele Helfer hinter der Bühne, bei denen sich Vorsitzender Karlheinz Hitzler ebenso wie bei den Sponsoren herzlich bedankt.

Die weiteren Aufführungstermine: Samstag und Sonntag, 2. und 3. November, Freitag, Samstag, Sonntag, 8. bis 10. November, Freitag, Samstag, Sonntag, 15. bis 17. November. Freitags und samstags ist der Beginn der Vorstellungen um 19.30 Uhr, sonntags um 18 Uhr, am 17. November endet die Saison mit der Nachmittagsvorstellung um 14 Uhr.

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