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Höchstädt
03.09.2021

Senior aus Höchstädt fällt auf Trickbetrüger rein und verliert 10.000 Euro

Die Bundesnetzagentur will Preise für Servicenummern angleichen.
Foto: Roland Weihrauch/dpa

Der 80-jährige Mann sollte angeblich bei einem Gewinnspiel gewonnen haben. Dann ging die fiese Masche los. Eine Verkäuferin hat ihn vor mehr Schaden bewahrt.

Ein 80-jähriger Senior hat zwischen 23. August und vergangenen Donnerstag mehrfache Anrufe von zwei Männern und einer Frau erhalten. Sie erklärten ihm, dass er 94.000 Euro gewonnen habe. Für die Auszahlung des Gewinns sollte er Googleplay-Karten erwerben und die dort aufgedruckten Codes per Telefon übermitteln.

Er kaufte immer wieder neue Gutscheinkarten

Der Senior kaufte daraufhin in verschiedenen Geschäften Gutscheinkarten im Wert von rund 10.000 Euro und gab die Codes per Telefon durch. Erst einem aufmerksamen Mitarbeiter eines Supermarktes in Dillingen kam der Vorgang verdächtig vor und brachte den Senior zur Anzeigenerstattung zur Polizei. Nur dem Handeln des Mitarbeiters ist es zu verdanken, dass der Senior keine weiteren Karten kaufte und der Betrug entdeckt wurde, teilt die Polizei mit. Diesbezüglich laufen nun weitere Ermittlungen.

Es sind oft kostenpflichtige Telefonnummern

Die Betrugsmasche durch Gewinnversprechen ist eine von vielen Betrugsmethoden,die Täter gerne per Telefon an ihren Opfern ausprobieren. Hierbei sprechen sie von hohen Gewinnen und fordern ihre Opfer auf, entweder kostenpflichtige Telefonnummern anzurufen oder eben auch Gutscheinkarten zu erwerben, um ihre angeblichen Auslangen zu begleichen. Sobald jedoch die Codes der Gutscheinkarten durchgegeben werden, ist das Geld schon abgebucht und die Täter untergetaucht.

Regelmäßig Kontoauszüge kontrollieren

Die Polizei rät daher: Niemals Geld vorauszuzahlen, egal ob in Form von Gutscheinen oder angeblichen Gebühren, keine gebührenpflichtigen Sondernummern oder Nummern im Ausland zurückrufen. Dies kann zu horrenden Telefongebühren führen, die ihnen berechnet werden, keine persönlichen Daten, Adressen oder Bankverbindungsdaten an Fremde weitergeben, unberechtigte Geldforderungen sofort zurückweisen und sich nicht einschüchtern lassen. Und: regelmäßig Kontoauszüge kontrollieren. Weitere Tipps zum Schutz vor Betrug unter www.polizei.beratung.de. (pol)

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