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Höchstädt
24.02.2017

Worum ein syrischer Zahnarzt die deutschen Kollegen beneidet

Rami Alrahban hatte eine eigene Zahnarztpraxis in Syrien. 2016 floh er vor der IS nach Deutschland und landete in Höchstädt. In einer Donauwörther Zahnarztpraxis hospitiert der 29-Jährige zurzeit.
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Rami Alrahban hatte eine eigene Zahnarztpraxis in Syrien. 2016 floh er vor der IS nach Deutschland und landete in Höchstädt. In einer Donauwörther Zahnarztpraxis hospitiert der 29-Jährige zurzeit.
Foto: Larissa Torres de Medeiros

Rami Alrahban studierte in Damaskus Zahnmedizin und hatte seine eigene Praxis. In Donauwörth hospitiert er jetzt und merkt: Die Patienten machen den größten Unterschied.

Über der Wohnzimmer-Couch hängt eine riesengroße Bayern-München-Fahne, gegenüber ist auf dem Schrank ein weiß-blauer Fußball drapiert. Die Begeisterung, mit der Rami Alrahban über das runde Leder spricht, könnte annehmen lassen, dass er ein Fußballspieler wäre. Aber nein. Der 29-jährige Syrer ist Zahnarzt. In Damaskus hat er fünf Jahre Zahnmedizin studiert. 2012 schloss er das Studium ab, arbeitete zunächst als angestellter Zahnarzt, bevor er seine eigene Praxis in der syrischen Hauptstadt eröffnete. „Alles lief super“, erzählt er. Bald schon hatte er einen Patientenstamm. Er richtete sich eine schöne Wohnung ein und heiratete. In jedem Land der Welt würde nach so einem Start ein traumhaftes Leben vor dem jungen Mann liegen. Doch Rami Alrahban hat alles in seinem Heimatland zurückgelassen, denn der Krieg war immer näher gerückt und die Angst vor der IS wurde immer größer. Sogar seine junge Frau ließ er zurück.

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